Europameisterschaft: Qualifikationslauf Langdistanz am 11.Mai
Otepää (Estland) vom 4.–14.5.2006
Der heutige "letzte" Qualifikationslauf fand in Kääriku, 15 km südwestlich von Otepää statt.
Wieder einmal erwartete uns ein strahlend blauer Frühlingstag.
In zwei Minuten Abständen starteten drei LäuferInnen in den jeweiligen Heats. Etwas verwöhnt von dem imposanten Zielgelände der Mittel-Distanzläufe (LL und Biathlonstadion von Haanja) war es heute eher ein Ziel eines "Qualilaufes". Morgen, wie auch bei der Staffel befinden sich die Ziele wieder im Stadion von Otepää.
Der Wald war wie erwartet extrem grün und fein strukturiert. Das "1er Grün" machte die viele Höhenstrukturen im Gelände kaum lesbar. Der Schlussteil war in einem sehr wechselnden Gelände von Einfamilienhäusern, Wegen, Loipen und Grüngebieten.
Wie ist es unseren LäuferInnen gegangen:
Uschi Polzer startete gleich mit einem Fehler zu den Posten 2 und 8. Im Nachhinein stellten wir fest, dass sie ob der Fehler bis Posten 8 noch im A-Finale gewesen wäre. Das zeigt, dass beinahe alle LäuferInnen am Anfang die Strecke falsch eingeschätzt haben. Leider fehlen ihr noch die physischen Voraussetzungen um 75´ flott durchzulaufen.
Karin Leonhardt "endete" ihren Lauf bei Posten 1 nach einem 5' Fehler. Von da an versuchte sie einen qualitativen Trainingslauf abzuspulen, was ihr bis zum vorletzten Posten gut gelang.
Michi Gigon konnte ihre physische Stärke in diesem technisch sehr schwierigen Gelände nicht ausspielen. Nicht zuletzt, da die Laufgeschwindigkeit im dichten Wald generell nicht sehr hoch war.
Martin Binder lief bis zu Posten 7 ein solides Rennen. Nach einem 5' Fehler bei Posten 8 versuchte er zwar in den Lauf zurückzufinden, verlor aber ab dann konstant Zeit. Hier gilt es noch die Stabilität zu finden.
Gernot Kerschbaumer startete mit dem Dänen Carsten Jørgensen. Obwohl sie (natürlich) in anderen Heats waren trafen sie sich ständig, da die Streckenanlage sehr ähnlich war. Bis Posten 14, nach 3/4 der Strecke, liefen sie parallel durch den Wald. Als Carsten, als ehemaliger Europameister im Crosslauf, für die letzten Posten nochmals das Tempo erhöhen konnte ging Kerschi der Super-Benzin aus. Platz 6 reichten dann souverän für das A- Finale am nächsten Tag. Es wird ein hartes Rennen morgen, meinte Gernot im Ziel...
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Carsten Jørgensen
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Gernot Kerschbaumer
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Felix Breitschädel spürte einen guten "Zug" bei den ersten beiden Posten. Dann schlichen sich einige Postenraumunsicherheiten ein bis er zu Posten 6 einen 2 Minuten Fehler machte, da er durch ein Mittelgrün die Richtung verlor und dann in einer Parallelsituation den Kartenkontakt verloren hatte. Im zweiten Streckenteil fehlte ihm der Speed um die fehlende Zeit noch aufholen konnte.
Jan Zazgornik merkte von Beginn an, dass er heute im Kopf nicht ganz konzentriert war. Mit aller Kraft versuchte der den ganzen Lauf seine mentale Sicherheit zu finden – vergebens. Läuferisch fühlte er sich gut, dies nutzte ihm aber leider heute nichts. Im Ziel fehlten ihm eine Minute für die Qualifikation. Wild frustriert versuchte er sich im Hotel-eigenen See abzukühlen.
Die Aufgabe des Teams wird es morgen sein, ihre Finalläufe zu absolvieren und das physisch anstrengende Gelände bestmöglich zu durchkämpfen. Für Gernot wartet eine große Herausforderung, aber der Zeitplan für Dänemark scheint geebnet.
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Markus Buchtele
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