Europameisterschaft: Middle Distanz – B-Finale am 9.Mai
Otepää (Estland) vom 4.–14.5.2006
Der Mitteldistanz Finallauf stand für unser Team unter speziellen Vorzeichen. Es starteten alle im B-Finale. Dadurch konnten wir den Tagesablauf etwas untypisch beginnen lassen. Wir fuhren "erst" um 13.00 Uhr zum Zielgelände, wo wir die Endphase der A-Finale gerade noch live miterleben konnten.
"Dort wollen wir hin" war der einhellige Tenor der ÖsterreicherInnen!
Das Biathlonstadion von Haanja bot eine tolle Kulisse des Zielbereichs. Nach 2/3 der Strecke liefen alle LäuferInnen zum Biathlon-Schießstand und damit an den ZuschauerInnen vorbei. Der enge Kontakt mit den Langlauf Loipen zieht sich eigentlich bereits durch die ganze Wettkampfwoche. Die Finnin Minna Kauupi führte bereits beim Zuschauerposten mit 30", die sie bis ins Ziel nicht mehr hergab.
Simone Luder hatte gleich zum ersten Posten einen Interpretationsfehler und verlor dadurch 1.5 Minuten. Trotz dieses Fehlers fand sie gleich wieder zu ihren Lauf zurück und holte einige Sekunden auf. Beim Zuschauerposten bekam sie vom Sprecher noch die Information, dass sie über eine Minute Rückstand hat und auf Platz sieben liegt. Sie attackierte nochmals und konnte sich auf Platz 5 vorkämpfen. Auch Simone ist schlagbar…
Bei den Herren war der Lette Martins Sirmais die große Überraschung. Im Sprint war er bis zum Zuschauerposten auch schon auf Medaillenkurs. Auch in der Mittel-Distanz konnte er mit dem großen Druck nicht gut umgehen und machte prompt einen Fehler.
Thierry Gueorgiou profitierte vom Fehler des Letten und sprintete mit "Siebenmeilenschritten" auf das Siegespodest. "It´s not funny to be beaten" war sein Kommentar im Ziel, "therefore i´m happy now"!
Die Zielformulierungen der ÖsterreicherInnen waren sehr unterschiedlich. Kerschi, Michi, Uschi und Bindi versuchten voll zu laufen, was Kerschi und Michi gut gelang.
Ruhetag am 10.Mai
Neben dem relaxten Abendessen in einem wunderschönen Fischlokal, indem man versuchte die Gedanken abseits des OLs schweifen zu lassen, begann der Ruhetag mit einem sehr kurzen Modelevent für die Langdistanz. Ein aus meiner Sicht typische "ungarischer" Wald erwartete uns. Hänge von 40-50 HM im Hellgrün mit festen Sträuchern war unser Trainingswald. Es gab kaum Sümpfe und kaum Unterholz.
Hingegen erwarten wir morgen einen eher flachen Wald mit "Negativ"-Gelände. Feine Geländestrukturen provozieren, dass man lange Zeit "schwimmt" um sich rechtzeitig vor dem Posten aufzufangen.
Der Nachmittag steht zum Erholen und "Beine-Hochlagern" zur freien Verfügung. Lediglich sollen die Staffeltaktiken und die Reihenfolge der LäuferInnen zwischen den LäuferInnen abgesprochen werden, damit in den nächsten beiden Tagen diese Themen nicht unterschwellig "mitgeschliffen" werden.
Das Wetter ist bereits die ganze Woche sehr warm und fast schon unangenehm, da wir die warmen Temperaturen noch nicht gewöhnt sind.
Morgen gibt es dann wieder Wettkampf-news aus Kääriku, 10km südwestlich von Otepää entfernt.
Homepage Europameisterschaft
Weitere EOC-Berichte
Markus Buchtele
|