Europameisterschaft: Sprint am 7.Mai
Otepää (Estland) vom 4.–14.5.2006
Sprint-Qualifikation:
Wie bereits in den letzten Jahren international üblich finden der Sprint Qualifikationslauf und das Finale am gleichen Tag statt.
Die Quali wurde in der Stadt Otepää durchgeführt, glaubten wir zu mindest. Einzig die ersten drei Posten waren im Stadtgebiet, schon ging es steil bergauf einen vulkanähnlichen Hügel mit 50hm um direkt in den grünen Sumpf am Fuß zu laufen. Die Location des Zieles, wie auch bei der Langdistanz und bei der Staffel, war das Ski-Stadium.
Bei den Damen war die erste Standortbestimmung unserer zwei Jung-Damen in der Eliteklasse eine spannende. Viel Arbeit wird noch auf "uns" zukommen.
Michi Gigon konnte ihre Ausdauerqualitäten nicht ausspielen und schont sich bereits für die Mittel-Distanz.
Bei den Herren begann Martin Binder gut, war im "Hier und Jetzt", wurde aber durch eine Konzentrationsschwäche leider aus seinem Lauf "katapultiert". Das gilt es in der Zukunft noch zu verbessern, die Konzentration hoch zu halten und nicht sich zur Gänze einem guten Laufgefühl hinzugeben.
Gernot Kerschbaumer, der zweite Österreicher im Rennen, konnte sich ausgenommen des letzten Postens gut auf die Karte einstellen. Im Sprintbewerb fehlt im noch die Routine des O-L Timings. Um an den Ergebnissen des letzten Jahres anschließen zu können, muss er aber noch das physische Loch auf die Weltspitze versuchen zu schließen, da er durch seine Operation am Sprunggelenk noch einen Trainingsrückstand aufweist.
Beide konnten sich nicht für das A-Finale qualifizieren und bereiten sich bereits für die morgige Mittel-Quali vor.
Felix Breitschädl lief eine kontrollierten Lauf, nahm in den wenigen entscheidenden Momenten das Tempo heraus und meinte, er hätte noch läuferische Reserven für das Finale.
Jan(i) Zazgornik versuchte einen Sicherheitslauf zu absolvieren, was im auch sehr gut o-technisch gelang. Seine Schwierigkeit war, dass ab der Hälfte des Rennens seine Lunge ihm nur ein sehr eingeschränktes Atmen ermöglichte. Neben der geringen Luftfeuchtigkeit ist die Allergiezeit angebrochen. Deswegen wurde es letztendlich noch sehr knapp um Carsten Jörgensson ins B-Finale zu hieven.
Neben den beiden A-Finalisten werden noch die beiden jüngeren Damen das traumhafte Sprintgelände von Tartu genießen – hoffentlich!
Sprint – Finale
Sehr früh, mit Startnummer 4 startete Jan Zazgornik das A-Finale. Bewusst "langsam" ging er das Rennen an. Vom Hauptplatz von Tartu ging es gleich zum ersten Posten in den Stadtpark der Universität. Einige längere Routenwahlen, die sich durch die Steilstufe von 50HM auf den Park-Hügel ergaben, konnte er sich gut vorstellen und immer aktiv orientieren. Das war sicherlich die entscheidende O-Technik des heutigen Tages.
Nur 50 Sekunden Rückstand auf den Sieger Emil Wingstedt sind ein tolles Zeichen für die WM im August. Durch das unheimlich enge Rennen ergab das schlussendlich den Platz 33.
Felix Breitschädel, der 10 Minuten nach Jan startete, wurde ein wenig von den nicht angekündigten Sperrgebieten auf der Karte abgelenkt und hatte dadurch nicht alle Routenwahl glücklich getroffen. Ein wenig in den steilen Stiegen fehlte ihm der heute-notwendige Speed um weiter vorne zu landen. Platz: 41.
Zusammenfassend waren beiden Läufer mit ihrem Wettkampf (-beginn) zufrieden und ihr "Blick" ist schon auf die kommenden Läufe gerichtet.
Im B-Finale starteten Karin Leonhardt und Ursula Polzer. Das O-Unwohl-Gefühl des Vormittags konnte Karin gut hinter sich lassen und einen soliden Lauf absolvieren. Uschi, die sich einem Duell mit einer Japanerin hingab war mit ihrer Performance am Nachmittag zufrieden. Auch der etwas fehlende Speed vom Vormittag hat sich wieder "angemeldet". Der Blick ist in die Zukunft gerichtet.
Morgen findet die Mitteldistanz Quali statt. Es wäre schön, wenn wir die A-Finale TeilnehmerInnen erhöhen können.
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Markus Buchtele
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