Europameisterschaft: Staffelbewerb am 13.Mai
Otepää (Estland) vom 4.–14.5.2006
Ein letzter schöner Wettkampf-Tag empfing uns im Ski Stadion von Otepää. Die Skizze des Zielgeländes wirkte wie ein linienförmiges Klecksbild. 2 Zuschauerposten, der letzte Posten und alle möglichen An- und Ablaufrichtungen. Die Herrenstrecke hatte im Prinzip drei Schleifen zu je ungefähr 15´ und die Damen zwei Schleifen zu je 20´.
Speziell die Herren hatten nach den verpassten A-Finaleinzügen noch eine Rechnung offen.
Die Aufstellung der ÖsterreicherInnen war wie folgt:
Jan Zazgornik – Gernot Kerschbaumer – Felix Breitschädel
Michaela Gigon – Karin Leonhardt – Uschi Polzer
Jan Zazgornik startete gut in den ersten eher schwierigen Teil und kam nach der ersten Schleife mit knapp 30" Rückstand im ersten Verfolgerfeld zum 1. Zuschauerposten. Die Führungssgruppe bestand aus einem Schweizer (Matthias Mueller) und einem Franzosen (Francois Gonon). Im zweiten Teil war es eher ein Cross, bei dem man das Tempo deutlich erhöhen musste um dabei zu bleiben. Auch das gelang Jan gut. Im Schlussteil (gleiches Gebiet wie die erste Runde) konnte Jan durch einen fehlerlosen Lauf einige Plätze gut machen und lief mit 90" Rückstand als 10. ins Ziel, wobei er einige "große" Nationen hinter sich lassen konnte.
Er übergab an Gernot Kerschbaumer, der sicherlich nicht 100% erholt vom gestrigen Langdistanzfinale war. Trotzdem lief er ein sicheres Rennen, versuchte die kleinen Nachteile im läuferischen durch clevere Routen zu kompensieren und übergab dann als 16. Die Abstände waren aber sehr knapp. (Die Norweger, die schlussendlich noch 3. wurden, liefen nur 1 Minute vor Felix hinaus).
Felix Breitschädel war bis 2/3 des Rennes noch vor England, Polen, Slowakei, Lettland, knapp hinter Estland und Russland II. Leider machte Felix im Schlussteil noch einen kleinen Fehler. Im Endeffekt wurde es der 13. Platz in der Nationenwertung. Ein achtbares Ergebnis in diesem starken Feld und ein deutlicher Aufwärtstrend gegenüber den Einzelergebnissen.
Bei den Damen versuchte Michi Gigon am Start lange das Tempo der schnellsten mit zu gehen, was ihr aber leider nicht gelang. Aber ein gutes Zeichen war, dass sie ihre o-technische Sicherheit wieder gefunden hat und speziell im dänischen Gebiete, die wesentlich einfacher und schöner zu laufen sind sicherlich Ergebnisse weiter vorne erreichen kann.
Als 20. übergab sie Karin Leonhardt, die als 2. in den Wald ging. Karin konnte ihre positive Energie vom gestrigen Lauf nicht mitnehmen. Von Anfang an fand sie nicht in die Karte und in ihr gewohntes Ol-Gefühl. Fehler über Fehler häuften sich an und damit ihre Frustration. Aber in der Staffel zählt das Teamergebnis, sagte sie sich und versuchte alles zu geben um ihre nachfolgenden Läuferin, Uschi Polzer, eine möglichst gute Ausgangsposition zu überreichen.
Uschi startete sehr gut in ihren Wettkampf. Sie konnte in der ersten Runde einige vor ihr gestartete LäuferInnen überholen. In der zweiten Runde konnte sie aber einmal nicht die Richtung in einem großen Sumpf halten und verlor dadurch 4' und ein für sie tolles Ergebnis. Im Endresultat stand der 16. Rang in der Nationenwertung. Speziell die läuferische Komponente muss Uschi in den nächsten Wochen verbessern versuchen.
Das Endresumee bekommt ihr in den nächsten Tagen vom Nationaltrainer Ulu Äschlimann zu lesen.
Nun heißt es morgen Abschied nehmen von Otepää. Schöne 10 Tage liegen hinter uns. Mit vielen Erfahrungen reicher im Gepäck werden mir morgen Nachmittag in Wien landen.
Ein dickes Lob möchte ich an dieser Stelle den LäuferInnen aussprechen. Der Teamgeist, das Gemeinsame wurde hier wirklich jedem/r deutlich. So ist es wirklich angenehm, ein kleines Rädchen im System sein zu dürfen – Danke!
Auch gilt es Ulu zu danken, für die perfekte Einstellung der LäuferInnen jeweils am Start und speziell die clevere Startaufstellung, die sich als Gold richtig herausgestellt hat!
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Markus Buchtele
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