JEC2006: Christian Wartbichler gewinnt Langdistanz
Die Reise zum Junioren Europacup 2006 begann am Donnerstag mit einem Fliegerbomben – "Angriff". Stephi Killmann verpasste fast ihren Flug, da die S1 wegen einer Bombenentschärfung gesperrt wurde.
Am Flughafen Zürich gelandet, empfingen uns 2 Mietbusse, die uns sicher 30km führten, bis die Alarmleuchten eine Weiterfahrt verhinderten! Fast 2 Stunden später und 1,5 l Motoröl leichter konnten wir unsere Reise nach Spiez am Tunersee weiterführen.
Das dreiköpfige Betreuerteam mit Kerstin Petz (Physiotherapeutin), Günter Kradischnig und Markus Buchtele schafften sogar die Stimmung hoch zu halten als wir erst um 1.30 Uhr die Jugendherberge erreichten.
Der erste Wettkampftag war der Freitag. Eine neue Konstellation brachte die Langdistanz als erste Disziplin. Das Gebiet könnte man fast als einen Klon des Henndorfer Walds bezeichnen. Der traditionsreiche Gurnigelwald, der bereits in der 70er Jahren für internationale Wettkämpfe benutzt wurde, war der Austragungsort.
Äußerst selektive Bahnen und ein sehr nasser, bachdurchdrungener Wald forderte von unseren LäuferInnen alles ab. 13 Nationen mit bis zu 6 LäuferInnen in jeder Kategorie, einzig Schweden fehlte von den "Großen", sind hier beim zweitwichtigsten internationalen Wettkampf der Junioren vertreten.
Das Erfreulichste vorab: Christian Wartbichler konnte im extrem starken Teilnehmerfeld mehr als bestätigen – er gewann mit 54.41 Minuten für die 6,9 km und 330 hm vor den weltbesten Jugendläufern, wir z.B. Stefan Kodeda, vielfacher Jugendeuropameister aus Tschechien, Martin Hubmann, der "kleinere" Bruder von Daniel.
Da das österreichische Juniorenteam etwas ersatzgeschwächt antrat, der zweit-, dritt-, viert- und fünftbeste Österreicher waren nicht am Start, konnten die anderen Junioren nicht ganz die tollen Ergebnisse von Christian halten. Am besten war noch der 17 jährige Tobias Guggenberger als 30.
Bei den Damen fehlte zwar das Topresultat, dafür gab es aber ein sehr starkes Mannschaftsergebnis: 3 unter den ersten 21! Den Reigen führte die erst 15-jährige Clarissa Kradischnig als 11 an, dahinter jeweils, trotz eines großen Fehlers, Ursula Kadan als 15. und Stephanie Killmann als 21.
Morgen erwartet uns nach dem Französischen WC-Vorbild ein sehr selektiver Waldsprint im detailreichen und steinigen Bürgwald.
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Günter Kradischnig
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