JWOC: Sprintbewerb am 3.Juli
Druskininkai (Litauen) vom 3.-8.Juli 2006
Die Stadt Druskininkai war Austragungsort des ersten Bewerbes der Junioren WM 2006 in Litauen. Über 170 Herren und 140 Damen versuchten sich im Stadtpark, dann in der Altstadt und die letzten 30 % Stadtwald.
Wunderschönes sommerliches Wetter um die 30 Grad machte speziell für die Herren das Warten anstrengend. Die Quarantäne begann mit dem Start der ersten Dame um 14.00 Uhr, das hieß für Thomas Lang drei Stunden im Schatten eines der wenigen Bäume im Aufwärmgebiet zu warten - sichtlich müde kämpfte er sich durch das Rennen.
Beginnen wir aber chronologisch: Jutta Krischan, als einzige österreichische Vertreterin, wollte gleich im Sprintbewerb, ihrer Lieblingsdisziplin, zeigen, was in ihr steckt. Im letzten Juniorinnenjahr möchte sie "DIE JWOC" noch mal sportlich genießen. Sie holte gleich am Beginn die vor Ihr gestartete Italienerin ein, konnte sie aber erst ganz zum Schluss abschütteln. Leider irritierte die Italienerin Jutta in ihrer Konzentration und so war Jutta einige Male unsicher, unnötig, denn sie machte im ganzen Lauf keinen einzigen Fehler. Das Lauftempo war leider nicht sehr hoch, da sie den ganzen Winter mit Schilddrüsenproblemen zu kämpfen hatte und dadurch erst ein geregeltes Training im Frühling starten konnte. Ergebnis: ein zufrieden stellender 32. Platz für sie. Ohne Fehler den wichtigsten Lauf der Saison zu meistern, da muss man zufrieden sein.
Ernst Bosina startete den Reigen bei den österreichischen Herren. Im Parkgebiet gut unterwegs lief er im zweiten Drittel (also im Wald) einen Damenposten an und merkte erst kurz nach dem Weglaufen, dass es nicht seiner war. Nach Kontrolle der Postennummer und dem Wissen, dass es wirklich der falsche war, musst er sich erst wieder auffangen und den Herrenposten ansteuern. Dies kostete sehr viel Zeit und so konnte die Zeit "nur" für den 108. Platz genügen. Wir hoffen aber, dass sich sein konsequentes Wintertraining in den nächsten beiden Einzelläufen bezahlt macht!
Thomas Lang, der "Langzeitwarter" lief zwar ein makelloses Rennen, hatte aber ständig das Gefühl nicht schnell laufen zu können. Drei Stunden zu warten zerrten doch sehr an seiner "Spritzigkeit". Sehr wichtig aber war, dass er sicher unterwegs war, in den richtigen Momenten stehen geblieben ist und sogar den Fehler des ihn einholenden Norwegers bemerkte und richtig zum Posten lief! Wenn er diese Konsequenz auch in der Langdistanz aufbringt, kann man einiges erwarten. Sein 48. Platz geht absolut in Ordnung.
Fotos
JWOC-Homepage
Weitere JWOC-Berichte
Markus Buchtele & Hans Kolar
|