MTB-O: Michaela Gigon ist Europameisterin
MTB-O EM vom 30.August - 3.September 2006 in Warschau (Polen)
Jetzt ist mir etwas gelungen, was noch niemand geschafft hat. Bin Europameisterin im MTB-O geworden. Bis jetzt hat es noch niemand geschafft, weil es die erste MTBO-EM ist. Sie findet übrigens in Warschau statt. Ich habe noch selten eine so hässliche Stadt gesehen, aber die Wälder sind perfekt für MTB-O geeignet. Es gibt ein sehr dichtes Wegenetz und die Wege sind etwas sandig, was sicher nicht gut für die Bikes ist.
Gestern gab es einen Sprint als Einstimmung. Keiner der Österreicher nahm den Sprint sehr ernst, nachdem er sowieso keine Meisterschaft war.
Bei der Langstrecke heute gab es auch eine Novität: Massenstart. Ursprünglich war nur bekannt, dass es 2 bzw. 3 Schleifen bei den Herren sein sollten. Ich war sehr skeptisch, ob das wirklich funktionieren würde. Aber die Strecken waren zwischendurch sehr gut gegabelt und das Feld teilte sich sehr gut auf.
Am Start fuhren alle ziemlich schnell weg. Ich nahm mir vor, mich von diesem Geschwindigkeitsrausch nicht anstecken zu lassen und fuhr mein eigenes Tempo. Schon auf dem Weg zum ersten Posten merkte ich, dass einige der Fahrerinnen das Tempo nicht halten konnte. Ich stempelte als 4. und hatte die drei Führenden noch im Blickfeld, als sie eine andere Route zum zweiten Posten wählten. Diese andere Route führte aus der Karte und somit war ich allein in Führung beim 2. Posten. Dann sah ich auf der ersten Runde fast nur mehr Männer, die 5 Minuten vor den Damen gestartet waren. Nachdem die Männer praktisch die gleichen Runden wie wir hatten, sah ich sie immer wieder. Aber nachdem es diejenigen waren, die schon 5 Minuten länger im Wald waren als ich, war O-technisch nicht wirklich Verlass auf sie. Erst am Ende der ersten Runde sah ich wieder einige Damen. Da waren aber einige dabei, wo ich mir dachte: "Die sollten aber nicht in meiner Nähe sein". Allerdings war bekannt, dass die Gabelungen sehr unterschiedlich lang sein sollten. Als ich die Karte wechselte, war mir klar, dass meine Leistung nicht so schlecht war, denn meine 2. Runde war viel kürzer. Christine Schaffner hatte den ersten Teil der 2. Runde gleich wie ich, aber ich wusste, dass die letzte Gabelung anders sein müsste. Sie war etwas vor mir beim letzten gemeinsamen Waldposten, aber dann hatte ich die viel kürzere Gabel zum letzten Posten und im Ziel war ich dann um 3 Minuten vorne. Zweite wurde Christine, 3. Maija Lang aus Finnland.
Regina Habenicht fuhr zum 2. Posten auch aus der Karte, hatte dann aber einen ganz guten Lauf und wurde 33. und Kerstin Wieser 36. Zur Abwechslung waren die Siegerzeiten diesmal etwas zu lang angegeben. Statt 120 Minuten fuhr ich nur 91 Minuten.
Didi Dörfler war für das beste Herrenergebnis zuständig. Mit seinem 28. Platz war er recht zufrieden. Christian Gigon konnte das nicht von sich behaupten und wurde 45. Klaus Lagler und Bernhard Wadsak hatten mit Orientierungsschwierigkeiten zu kämpfen und finishten als 47. bzw. 74.
Morgen findet die Mittelstrecke statt und ich hoffe wieder auf eine Medaille und die anderen auf Leistungsverbesserungen.
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Michaela Gigon
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Europameisterin
Michaela Gigon
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