Trotz einiger Fehler gute Platzierungen der
Österreicher
MTB-O WM vom 9.-14.Juli 2006 in Joensuu-Area (Finnland)
Drei Herren und alle drei Damen hatten sich erfreulicherweise fürs Finale
der Langstrecke qualifiziert. Allerdings reiste Peter Entenfellner am
Dienstag ab, denn: "Bei der Hitze kann ich nicht fahren." Somit fehlt
uns
auch der Ersatzmann für die Staffel, falls einem unserer Herren doch noch
was passiert, was wir nicht hoffen wollen. Michaela Gigon hoffte auf eine
Medaille und alle anderen wollten ihre Mitteldistanzergebnisse verbessern.
Schlechter als ein 60. Platz konnte es sowieso nicht werden, denn im
A-Finale durften ja nur mehr die Besten starten.
In der Früh waren Wolken am Himmel, die auf ein weniger heißes Rennen
hoffen ließen. Aber am Start brannte die Sonne vom Himmel genauso wie
alle Tage zuvor. Nur die später gestarteten kamen in den zweifelhaften
Genuss eines kurzen Regengusses während des Rennens.
Die Strecke war diesmal von Routenwahlen geprägt und das Feinorientieren
wurde in den Hintergrund gestellt. Laut Vorinformation sollten es 1000
Höhenmeter auf der 40km langen Herrenstrecke werden, was einen Sieg der
physisch stärksten erwarten liess. Allerdings habe ist keiner der Herren
in Wirklichkeit viel mehr als 700Hm gefahren. Bernhard Schachinger war
der
erste unserer Herren, der den Wald unsicher machte. Mit einem nicht ganz
lupenreinen Rennen wurde er am Schluss 34., womit er sich im Gegensatz zur
Mittelstrecke um 4 Plätze verbesserte. Andi Rief, unser zweiter Mann im
Spiel, verhaute die Route zum zweiten Posten, hatte aber sonst ein solides
Rennen. Leider wurde er im Ziel disqualifiziert, denn es fehlten zwei Posten
auf seinem Emit-Chip. Allerdings am Backupstreifen waren sie angeblich
drauf. Die endgültige Entscheidung in diesem Fall ist noch nicht bekannt. Sonst wäre er gleich hinter Bernhard Schachinger 35. Mika Tervala
(Finnland) holte sich Gold vor wem eigentlich??? Ruslan Gritsan
(Russland)
stand als 2. auf der Resultatliste, aber im Speaker wurde durchgesagt,
dass er doch disqualifiziert wurde. Wofür weiß noch keiner so genau. Allerdings im Internet ist er momentan auf der Resultatliste drauf.
Dritter/Zweiter war Matti Keskinarkaus (Finnland) vor dem Esten Margus
Hallik.
Bei den Damen fuhr Niki Senft zuerst in den Wald und wurde mit einigen
unglücklichen Fehlern 40. Lisi Hohenwarter übersah eine Route entlang
eines Sperrgebietes, verlor dort etwa 4 Minuten und landete am 22. Platz. Michi Gigon erwischte einige schlechte Routen, unter anderem die gleiche,
die Lisi nahm, und beendete ihr Rennen noch immer mit einem guten 7.
Platz. Mit einer Medaille wurde es somit leider nichts, aber einmal Gold
ist ja auch schön. Weltmeisterin ist jetzt Christine Schaffner
(Schweiz),
die nach einer silbernen im Vorjahr endlich Gold holte, zweite nur vier
Sekunden dahinter die physisch sehr starke Ksenia Chernikh (Russland),
und
dritte wie in der Mittelstrecke die Finnin mit dem schwedischen Namen
Ingrid Stengård.
Die Langstrecke war übrigens wirklich eine LANG-Strecke: Mit Siegerzeiten
von 101 Minuten bei den Damen und 123 Minuten bei den Herren hatten die
Wettkämpfer nicht gerechnet. Laut Bulletin: 85 bzw. 105 Minuten. Die Karte
war leider nicht wirklich auf einem besonders hohen Standard. Besonders
die Wegklassifizierung war teilweise recht abenteuerlich. Im Prinzip war
ich das von den finnischen Rennen, bei denen ich bisher teilgenommen habe
ja gewöhnt, denn die Finnen erachten es offensichtlich nicht für
notwendig, den Wald, in dem sie einen Wettkampf veranstalten, auch zu
begutachten, sondern konvertieren Wege von Fuss-OL-Karten ganz gern auch
in beliebige MTBO-Wege. Aber bei der Mitteldistanz wurden wir mit einer
perfekten Karte überrascht, und das sage ich nicht nur deswegen, weil ich
gewonnen habe.
MTB-O WM-Homepage
Michaela
Gigon
3-fache MTB-O Weltmeisterin
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Stefan Cerwenka
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