Qualifaktion für das Langdistanzfinale
MTB-O WM vom 9.-14.Juli 2006 in Joensuu-Area (Finnland)
4 Herren und 3 Damen kämpften um den Finaleinzug auf der Langstrecke. Für die
Herren ein schwieriges Geschäft, schliesslich gab es 120 Anwärter auf 60
Finalplätze. Bei den Damen war es wesentlich einfacher: Nur 63 Damen standen
auf der Startliste. Die besten 20 aus jedem der 3 Herrenvorläufe und die besten
30 aus den beiden Damenvorläufen qualifizierten sich fürs Finale.
Die Damen hatten also ein gemütliches Rennen vor sich, eine Art zweiten Model
Event für die Mittelstrecke. Denn es ging lediglich um die Startreihenfolge fürs
Langstreckenfinale. Und nachdem keine der Trainingskarten eine Ähnlichkeit mit
den Wettkampfkarten hatte, war es ein erstes Hineinschnuppern in
wettkampfrelevanten Wald. Michi Gigon fuhr ein gemütliches Tempo, um
sich für die Mittelstrecke zu schonen und wurde in ihrem Vorlauf 5. Lisi
Hohenwarter und Niki Senft beendeten ihre Rennen als
14. bzw. 24.
Bei den Herren spielten sich dramatische Szenen ab: Leute, die sich schon im Finale wähnten, wurden disqualifiziert und andere, die schon alle
Hoffnungen aufgegeben hatten, durften doch noch Hoffnung schöpfen. Grund
dafür war ein schlecht markiertes Sperrgebiet am Kartenrand, durch das die
Idealroute ging. Auf den Damenkarten und auf den Männerkarten vor dem
Kartenwechsel war das Sperrgebiet noch recht gut ersichtlich, aber auf den
Männerkarten der 2. Runde konnte man die purpurenen Streifen auf dem
olivgrünen Untergrund kaum erkennen. Die Forststrasse durchs olivgrüne
wäre im Normalfall legal gewesen, aber durch das zusätzliche Einzeichnen
von Purpur-Schaffur wurde es verboten. Viele Männer drehten um, als sie am
Boden das Absperrband sahen, aber nachdem die Kinderfähnchenstrecke auch
mit am Boden liegenden Absperrbändern markiert war, dachten sich viele
nichts dabei. Ohne Absperrband wäre übrigens wohl kaum einer fürs Finale
qualifiziert. Erst am Schluss des Rennens wurde bekannt gegeben, wer von
der Disqualifikation betroffen war. Es gab Proteste aus mindestens 5
verschiedenen Ländern, die aber von der Jury abgewiesen wurden. Durch die
hohe Verkehrsdichte in der Gegend des Sperrgebietes verursacht durch die
hohe Anzahl von Wettkämpfern dort, gab mindestens einen Fall eines
Fahrers, der fälschlich disqualifiziert wurde und auch mindestens einen,
der fälschlich nicht disqualifiziert wurde. Der erstere Fall wurde
korrigiert, der zweitere lieber verschwiegen. Es handelt sich übrigens um
keinen Österreicher.
Karte (441kB)
Wie ging es also den Österreichern dabei? Einige kehrten am Absperrband
um, aber keiner fuhr durchs Sperrgebiet. Stefan Cerwenka schaffte es
trotzdem, sich zu disqualifizieren, in dem er einen falschen Posten
stempelte. Die anderen drei schafften den Einzug ins A-Finale. Andi Rief
als 12., Bernhard Schachinger als 17. und Peter Entenfellner profitierte
von den 10 Disqualifikationen in seinem Vorlauf und wurde noch 19.
Wir freuen uns also auf einen spannenden Finallauf mit 6 Österreichern auf
der Langstrecke. Michaela Gigons Ergebnisse bei den bisherigen WM-Langstrecken sind übrigens: 8-7-4. Wenn die Tendenz bleibt, kann man
auf eine Medaille hoffen.
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Peter Entenfellner
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MTB-O Karte
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MTB-O WM-Homepage
Michaela
Gigon
3-fache MTB-O Weltmeisterin
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Andi Rief

Bernhard Schachinger
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