ÖM Nacht Nachtrag Damen Elite
Heimschuh am 03.11.2006
Am Freitag 3.11. fand nun wirklich der letzte ÖFOL-ÖMS-Bewerb des Jahres 2006 statt. Und zwar handelte es sich um den Nachtrag der Nacht-MS der Damen-Elite-Klasse. Dieser Nachtrag wurde notwendig, nachdem der erste Nachtlauf wegen schwerer technischer Probleme annuliert werden musste. Aber nicht die Tatsache daß es eine falsche Postenbeschreibung gegeben hat, war für die Annulierung aufgrund eines durchgegangenen Protests bei der regulären ÖMS-Nacht in Graz Ragnitz am 14.10. ausschlaggebend, sondern die ungleichen Bedingungen für alle Läuferinnen!
Allerdings muß noch festgehalten werden, daß es in Graz auch in einer anderen Meisterschaftsklasse dasselbe Problem gegeben hat (unterschiedliche Postenbeschreibungen), doch dort wurde kein Protest eingebracht (alle Läufer waren scheinbar wunschlos glücklich), folglich musste diese Klasse nicht mehr nachgetragen werden! D.h.: 2 Mal das gleiche Problem, jedoch 1 Mal annuliert (aufgrund Protest) und 1 Mal gewertet (kein Protest).
Nach Ermittlung von möglichen Veranstaltern sowie kurzer Umfrage im ÖFOL-Vorstand blieb dann nur mehr der Leibnitzer AC "im Rennen" um die Durchführung dieser Nachtrags-MS. Franz Hartinger und sein Team vom Leibnitzer AC hatten sich bereits am Tag nach der gescheiterten Nacht-MS in Graz um die Neuaustragung beworben und erhielten dann mit großer Mehrheit auch den Zuschlag. Und im Nachhinein kann man getrost sagen, der ÖFOL hat eindeutig die richtige Wahl getroffen.
Das Wettkampfzentrum, Start und Ziel befand sich direkt vor der Volksschule in Heimschuh. Als Laufkarte wurde die Karte: "Heimschuh" aus dem Jahr 2000 verwendet. Auf den ersten Blick erscheint zwar eine über 6 Jahre alte Karte für eine österr. MS als fragwürdig, doch der "Zahn der Zeit" scheint hier in der südlichen Steiermark kaum am Gelände, an der Besiedlung und an der Vegetation genagt zu haben. Andererseits spricht es auch für die Qualität der für die "Championsweek 2000" gezeichneten Karte (und deren Vorgängerkarten), dass man diese Karte zumindest ohne große Veränderungen noch verwenden kann. Es wurde für diese Nachtrags-MS keine neue Karte gedruckt, sondern die bereits bestehende und gedruckte Karte in wenigen notwendigen Bereichen händisch korrigiert und auch die Bahnen auf gute alte Weise manuell eingezeichnet. Dies war zwar für die Kontrolle ein wenig Mehrarbeit, aber für die geringe zu erwartende Teilnehmerzahl doch ausreichend. Außerdem zeigt dies deutlich, mit welchem Engagement die Leibnitzer Veranstalter hier am Werk waren. Auch der Umstand, dass hier heuer schon steirische Meisteschaften durchgeführt wurden, war für keine der Meisterschaftsteilnehmerin ein Vorteil, war doch keine einzige der jetzigen Teilnehmerin davor am Start (es nahm keine an jenem Bewerb teil). Auch wurde der Fairness halber die bestehende Karte sowohl im Internet veröffentlich, als auch vor dem Start aufgehängt und konnte so von jeder Starterin studiert werden.
Insgesamt kamen etwa 20 Nacht-Freaks (inklusive Direktbahnen) zu diesem spätherbstlichen Event, davon 9 Damen in der Eliteklasse, die sich allesamt Chancen auf den Nachtitel oder zumindest auf eine Medaillie ausrechnen konnten.
Zur Erinnerung soll hier das Ergebnis der ursprünglichen Nacht-MS in Erinnerung gerufen werden. In Graz wäre Lisi Hohenwarter vor Uschi Polzer und Eva Ponweiser vorne gewesen; und nur Vierte Michi Gigon. Die Tagesschnellste allerdings wäre der schnelle "Schwedenexport" der Sportunion Schöckl: Emma Johansson gewesen, die ein Studienjahr in Graz verbringen wird.
Da es im Alpenraum von den Tauern bis zum Wechsel an diesem Tag heftigst geschneit hatte, gingen im Laufe des Tages beim Veranstalter etliche Telefonanrufe ein, ob dieser Lauf wohl auch stattfinden würde. Doch die Südsteiermark war wieder einmal vom Wetter begünstigt, trotzdem ließen sich einige Damen durch das drohende Winterwetter von einer Teilnahme abhalten.
Erst pünktlich zur Nullzeit um 18.00 Uhr abends begann es rund um die Leibnitzer Weinberge leicht zu schneien und teilweise dicke Flocken sorgten dann für eine vorweihnachtliche Stimmung. Trotzdem waren die Laufbedingungen zumutbar, der Waldboden war trocken und auch durchwegs gut belaufbar (es gab keine "Schlammschlacht" im Wald). Sehr gut war auch die Stimmung bei den Starterinnen, die scheinbar viel Freude an diesem doch sehr selektiven aber fairen Nachtlauf hatten. Die Bahnlänge betrug 5,7km+210Hm+20Posten.
Die Startauslosung ergab, daß die stärksten Läuferinnen zum Schluß ins Rennen gingen, und man konnte sich ausrechnen, daß es zu einigen "Teamläufen" kommen würde. Einzig die zu Beginn gestartete Emma Johansson und die als Letzte gestartete Thea Lillehov mussten ihr Rennen allein zu Ende bringen. Die beiden Favoritinnen dieses Laufes Michi Gigon (OLT Transdanubien) und Lisi Hohenwarter (Leibnitzer AC) starteten unmittelbar hintereinander. Aufgrund eines Totalausfalles bei Michi Gigons Lampe ca. 2 Minuten vor ihrem Start, war ein schleunigst durchgeführter Lampenwechsel notwendig, was etliche Minuten in Anspruch nahm, wertvolle Wettkampfzeit verging und tatsächlich kam Michi dann nur etwas mehr als 1¼ Minuten vor Lisi in den Wald. Es war also fast nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich beide trafen und miteinander Tempo machten.
Schließlich wurden noch Eva Ponweiser, Uschi Polzer, Sabine Fuchs und ganz zum Schluß auch Karin Leonhardt eingeholt, die drei Posten vor dem Ziel zu lange suchte und so vielleicht die Bronzemedaillie verlor. Dem Zielteam bot sich beim Zieleinlauf jener Damen ein kleines Lichtermeer, so imposant war dieser Umstand, daß fast alle zugleich ins Ziel kamen.
Imposant war dann auch die abschließende Siegerehrung, wo jede Starterin noch ein typisches südsteirisches Erinnerungspräsent bekam. Auch der Bürgermeister von Heimschuh Siegfried Innerhofer, sowie der Nationalratsabgeordnete Muchitsch ließen es sich nicht nehmen, zusammen mit Franz Hartinger persönlich die Siegerehrung durchzuführen.
Als Siegerin konnte schließlich Lisi Hohenwarter (LAC) in 51:15 geehrt werden, die Silbermedaillie ging diesmal in 54:19 an Michi Gigon (OLT Transdanubien) und über die Bonzemedaillie konnte sich Eva Ponweiser (HSV Wr.Neustadt) in 58:24 freuen.
Nach dieser makellos durchgeführten Nacht-Nachtrags-MS, kam dann von Leibnitzer AC-Seite eine betrübliche Nachricht, denn eigentlich hätte diese ÖMS ein Probelauf für einen nächstjährigen Großevent sein sollen, doch daraus wird nun leider nichts.
Die für 9.+ 10.Juni 2007 geplante Doppelveranstaltung (ÖM-Sprint + ÖM-Nachw.& Sen.) muß aufgrund unüberbrückbarer Probleme mit einem Großgrundbesitzer in Wildon zurückgelegt werden, weswegen der ÖFOL nunmehr wieder auf der Suche nach einem geeigneten Ersatzveranstalter ist.
Ergebnis
Karte
Michael Melcher
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So sah es davor aus .............!

... und so am Morgen danach!

OK-Team und Ehrengäste: Jürgen Egger,
Bgm. Innerhofer, Franz Hartinger, Stefan Hartinger, Abg.z.NR Muchitsch
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