Ski-OL-Austriacup Bilanz 2006
„Cupsiege – eine Familienangelegenheit"
Der Ski-OL-Austria-Cup 2006 ist geschehen! Diese Ski-OL-Saison kann nun eigentlich in die Sporthistorie eingeordnet werden.
Nicht ganz, denn alle theoretischen Entscheidungen sind nämlich noch nicht gefallen, obwohl die eigentliche Rennserie bereits zu Ende ist!
Insgesamt gab es im heurigen Ski-OL-Winter 3 Wettkampfwochenenden mit insgesamt 7 Bewerben. Davon 2 Doppelveranstaltungen und erstmals 1 Dreifachveranstaltung. 4 neue bzw. neu aufgenommene, erweiterte und überarbeitete Ski-OL-Karten bildeten die Basis für die Bahnleger (Gnadenalm, Altenmarkt, Innerrosenau und Hohentauern). Am Werk waren aber nur 2 Organisationsteams, einmal der OLG SKV Deutsch Kaltenbrunn mit seinen beiden Wettkampfleitern Fritz Marth und Gerald Ruckenbauer, sowie eine NF Linz -HSV Kremstal Co-Produktion unter der Leitung von Alois Mair und Johannes Schenk. Als TDs zeichneten heuer Wolfgang Pötsch, Michael Melcher und Karl Lex für den reibungslosen Verlauf verantwortlich. Auch der vom ÖFOL neu eingesetzte permanente Chef der Jury: Erich Simkovics war bei allen Rennen mit dabei und hatte mehr Arbeit als man sich wünschte. Dies reichte von der Betreuung des Dopingkommitees der BSO bei der ÖMS-Long in Altenmarkt, bis hin zur Bearbeitung von „a posteriori" Einsprüchen gegen die Rangliste.
Einen neuen Rekord gab es bei den Teilnehmerzahlen; mit 227 in der Rangliste gewerteten österreichischen OLern wurde das Rekordergebnis aus dem Jahr 2002 (202 gewertete OLer) übertroffen. Mit 240 Teilnehmern (ca. 135 Österreicher + 105 Deutsche) war sowohl der 3.als auch der 4. Ski-OL-Cuplauf in der Rosenau am Hengstpass, der größte Ski-OL der je in Österreich stattgefunden hat. Erstmals wurde die 200er-Schallmauer bereits in Altenmarkt übertroffen (ca. 150 Österreicher + 55 Ausländer). Beide Male jedoch nur Dank der vielen ausländischen Teilnehmer.
Österreichische Cupsiege wurden in insgesamt 15 Kategorien vergeben : H/D-14, H/D15-18, H/D Kurz, H/D Elite, H/D 35-, H/D45-, H/D55- sowie H65-. Von den 6 durchgeführten Einzelbewerben wurden die 4 besten Resultate gewertet. Wertungssystem im Ski-OL-Austria-Cup ist das alte Ski-WC-System (25,20,15,12,11,10,9,………,1).
Interessantes Faktum: keinem Läufer bzw. keiner Läuferin gelang es, alle 6 Einzelbewerbe zu gewinnen. Jedoch gab es zumindest 4 OLer(innen) die 5 Cupläufe gewinnen konnten, und somit einen Sieg als Streichresultat hernehmen konnten. Immerhin in 8 Klassen wurde der(die) Sieger(in) mit der maximalen Punkteanzahl von 100 möglichen Cuppunkten ermittelt.
Die Cupsieger der beiden Hauptkategorien (HE + DE) stammen von einem BOLV-Verein. Sonja ZINKL (DE) und Stephan VARGA (HE) heißen die heurigen Elitesieger. Mit je 4 Siegen bewiesen beide recht eindrucksvoll ihre Vormachtstellung. Zweiter bei den Herren war der Vorjahressieger Johann Kugler (LZ OMAHA) und der 3.Platz ging an Dieter Mikula (SU Klagenfurt). Bei den Damen ging der 2.Platz an Regina Habenicht (SU Klagenfurt) und der 3.Platz an Ursula Varga (LZ OMAHA).
Der LZ OMAHA ist heuer sicherlich der erfolgreichste Ski-OL-Verein, gehen doch gleich 6 Ranglistengesamtsiege nach Buchschachen; Vereinschef Willi Grabenhofer darf sich freuen.
Der BOLV erhält mit insgesamt 7 Cupsiegern auch den „Bärenanteil" der diesjährigen Sieger. 4 Siege gehen übrigens an den KOLV, 2 an den StOLV, je 1 an den NOLV und an den OÖ-OLV. Insgesamt 7 Läufer konnten ihre Vorjahrescupsiege erfolgreich verteidigen (D Elite Zinkl, D-14 Pacher L, H15-18 Mallweger, D35- Pacher G, H35- Habenicht M, D45- Krauland R, D55- Venhauer D)
Einen 3-fach Familienerfolg feierte im heurigen Jahr die Familie Pacher aus der Steiermark. Im Sommer für die SU Schöckl startend geht’s im Winter mit den „schmalen Brett´ln" für den burgenländischen Ski-OL-Erfolgsverein LZ OMAHA über die Loipen.
Lisa Pacher konnte die D-14-, Gerhild Pacher die D35- und Hannes Pacher die H45-Klasse für sich verbuchen. Bemerkenswertes Detail am Rande: die H45- war diejenige Klasse, wo der Sieger die geringste Punkteanzahl aller Kategorien erreichen konnte (75Pkte). 3 Starts – 3 Siege reichten hier zum Cupsieg. Die H45- war mit 28 gewerteten Läufern auch die Klasse mit den meisten Teilnehmern und der breitest gefächerten Punkteaufteilung.
Einen weiteren kleineren Familienerfolg konnte in den höchsten Seniorenklassen auch das Ehepaar Otto (H65-) und Dietlinde (D55-) Venhauer vom OLCU Viktring feiern.
Auch im Hause Varga kann man sich über 2 Cupsiege freuen. Neben Stephan in der Eliteklasse kann auch die jüngere Schwester Julia über einen Cupsieg in der D15-18-Klasse (im letzten Rennen) jubeln.
In 2 Kategorien haben die ersten Beiden des Austria-Cups gleich viele Punkte erreicht, weswegen die Streichresultate die Siegerermittlung bringen musste.
In der jüngsten Nachwuchsklasse hatten sowohl Florian Wilfinger (HSV Pinkafeld) als auch Tobias Habenicht (SU Klagenfurt) 95 Punkte erreicht (je 3 Siege und 1 zweiter Platz). Florian Wilfinger hatte einen 3.Platz als besseres Streichresultat aufzubieten und gewann dadurch die heurige Cupwertung.
Ebenfalls zweimal 95 Punkte stehen in der H55-Klasse für Karlheinz Meidinger (HSV Kremstal) als auch für Curt Maier (HSV Klagenfurt) zu Buche. Auch hier sollte ein 3.Platz gegenüber einem 4.Platz bei den Streichresultaten das bessere Ende für Karlheinz Meidinger bedeuten. Allerdings ist in dieser Klasse das letzte Wort noch nicht gesprochen, da ein Protest beim ÖFOL gegen den 4.Austriacuplauf in der Rosenau eingebracht wurde. Hier wird wohl der ÖFOL in seiner Sitzung Anfang März am „grünen Tisch" noch eine entgültige Entscheidung treffen müssen.
Aufgrund dieses anhängigen Verfahrens kann auch das Ergebnis des diesjährigen Vereinscups nur unter Vorbehalt veröffentlicht und als vorläufig bezeichnet werden.
1 ganzer Punkt trennt die beiden besten Vereine: den LZ OMAHA und den HSV Wr.Neustadt in dieser vorläufigen Endwertung. Das bedeutet, daß jede nachträgliche Änderung in den Ergebnissen auch eine Änderung in der Vereinswertung bedeuten kann. Daher muß in jedem Fall die bis Ende März laufende Einspruchsfrist abgewartet werden.
Erfahrungsgemäß muß am Ende dieser Frist immer wieder der eine oder andere Läufer wegen Nichtbezahlens des ÖFOL-MG-Beitrages aus der Cupwertung gestrichen werden, was zumindest heuer eine signifikante Veränderung in der Vereinswertung bedeuten könnte.
Auf die Bundesländerwertung hat dies alles keinen Einfluß mehr. Hier zeigt sich neuerlich, das das Burgenland mit seinen 3 Top-Ski-OL-Vereinen: LZ OMAHA, HSV Pinkafeld und SKV Deutsch Kaltenbrunn überlegen diese Wertung anführt. Kärnten und Niederösterreich folgen auf den Plätzen 2 und 3.
Zum Schluß noch ein interessanter Aspekt am Rande: die heurige Ski-OL-Cupserie war so früh wie nie zuvor zu Ende. Sämtliche 3 Jännerwochenenden konnten Dank des Schneereeichtums klaglos über die Bühne gebracht werden. Im Jahr 2005 begann die Ski-OL-Saison am letzten Jännerwochenende mit dem Sprintbewerb in Aigen i. E., im heurigen Jahr ging die Ski-OL-Saison mit dem letzten Jännerwochenende bereits zu Ende!
Im kommenden Jahr 2007 wird es lt. Auskunft des Ski-OL-Referates zumindest 4 Wochenenden, also wieder mindestens 7 Einzelbewerbe und 1 Staffel geben; diese Events werden dann von Dezember bis Anfang März den ganzen Winter über gut aufgeteilt sein.
für die Auswertung
Michael Melcher
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