Schi OL- Saison 2006 – Resümee
Mit den österreichischen Staatsmeisterschaften über die Sprint – Distanz und einem Austria Cuplauf ging am Wochenende in Hohentauern die nationale Schi OL- Saison zu Ende. Nach dem 3 Tage Schi OL in Altenmarkt und einer nur kurzen Verschnaufpause zeigte Fritz Marth wieder für ein wunderschönes SchiOL Wochenende verantwortlich. Aufgrund der vorgegebenen Infrastruktur gab es für einen Sprint ein recht ungewohntes steiles Gelände im Schlussabschnitt der Strecke. Hier spielte vor allem die physische Komponente eine große Rolle. Der Anfangsteil im Bereich der sogenannten „Märchenloipe“ erforderte schnelles Reagieren, sicheres Orientieren und genaues Kartenlesen, standen doch viele Posten nahe einander und die Gefahr einen falschen Posten anzulaufen immer gegeben. Zusätzlich erhöht wurde der Stress durch ein Minutenstartintervall, worüber man allerdings in Zukunft noch diskutieren wird. Die Läufer sind geteilter Meinung, die Eliteläufer freuen sich über die Anpassung an internationale Maßstäbe, ist es allerdings auch für die anderen Kategorien sinnvoll?? Wichtig beim Wettkampf auch die Einstellung auf den ungewohnten Kartenmaßstab, 1:7500. Von den Ergebnissen her gab es keine Überraschungen, bei den Damen hatte diesmal Sonja Zinkl wieder vor Regina Habenicht die Nase vorne, bei den Herren scheint Stephan Varga derzeit um das gewisse Etwas schneller als Johann Kugler zu sein.. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Steir. Schi OL Meisterschaften gab es Gold für Renate und Elmar Krauland. Erfreulich dass auch eine H14 Wertung durchgeführt werden konnte.
Am nächsten Tag gab es längere Bahnen, aufgrund der optimalen Loipenverhältnisse wieder sehr schnelle Siegerzeiten. Einzig der steile Schlussanstieg senkte den Kilometerschnitt. Tagesschnellste Regina Habenicht bei den Damen und wieder Stephan Varga.
Einen internationalen Anstrich gab dieser Veranstaltung die Teilnahme des bulgarischen Juniorennationalteams mit dem Jugendeuropameister Stanimir Belomazhev.
Unerfreulicher Aspekt der Veranstaltung, dass Wettkämpfer sich nicht an das Fair Play hielten und am Weg zum Start von der erlaubten Strecke abwichen und schon bei einigen Posten einen Besuch abstatteten. Als TD hatte ich erst einen Tag später davon erfahren, es hätte sicher eine Disqualifikation erfolgen müssen.
Die Schi OL -Saison wurde von Fritz Marth in Altenmarkt – Untertauern mit einem 3 Tage Schi OL eröffnet – ein neues weitläufiges Gebiet bietet auch für die Zukunft noch viele Varianten. Durch einen World Ranking Event motiviert nutzten auch Nationalteams aus Ungarn, Tschechien, Schweiz und Deutschland diese Startmöglichkeit und plötzlich gab es mehr als 200 Starter., eine noch kaum da gewesene Teilnehmeranzahl von über 200 Startern wurde erreicht. Die im Vorjahr modifizierte Kategorieneinteilung sorgte für spannende Rennverläufe.
Das zweite Veranstalterteam um Alois Mair und Johannes Schenk musste ihre in Ulrichsberg geplante Veranstaltung in die Innerrosenau verlegen. Im der Rahmen dieses SchiOL Wochenendes gelangten auch die Deutschen Meisterschaften über Lang- und Mitteldistanz zur Austragung. Die Österreicher hatten ihre Meisterschaft über die Mitteldistanz. Bahnleger Johannes Schenk bereitete anspruchsvolle Bahnen vor, die zur Zufriedenheit aller gelobt wurden. In der Nacht zum Sonntag starker Schneefall, aber in 3 Stunden konnten alles Spuren gefahren, aber die Spuren waren sehr weich und dadurch der Wettkampf sehr kräfteraubend. Sensationell das Teilnehmerfeld , durch unsere deutschen Freunde kamen wir auf ein Rekordergebnis von 240 Teilnehmern.
Was wird die neue Saison bringen ? Hoffentlich einmal viel Schnee. In wenigen Wochen hoffe ich als Kommissionsvorsitzender den nationalen Kalender präsentieren zu können. Es ist geplant die Schi OL Saison etwas mehr in die Länge zu ziehen. Ein SchiOL Opening um den 8.-10 Dezember mit Ranglistenläufen (Sprint Meisterschaf) und Trainings und anderen Aktivitäten für die ganze Familie in der Eisenerzer Ramsau soll den Anfang setzten und auch viele Sommer Oler zum SchiOL motivieren. Relativ konkrete Zusagen gibt es schon für die ÖM-Langdistanz in Ulrichsberg, auch besteht Interesse für Seckau , Hall bei Admont und die Faistenau im Salzburger Land. Auch Fritz Marth hat wieder für eine Doppelveranstaltung zugesagt. Die Karte Wald am Schoberpaß wurde erweitert. Allen SchiOL Veranstaltern gebührt meine tiefste Anerkennung. Es ist nicht leicht fern der Heimat etwas zu organisieren. Nicht immer gibt es uneingeschränkte Unterstützung von den Gemeinden, für die Benutzung des Loipengerätes muss oft gezahlt werden. Daher wurde seit heuer die finanzielle Unterstützung des ÖFOLs für Schi OL Veranstaltungen verdoppelt . Eine Erhöhung des Startgeldes muss auch erörtert werden.
Im Leistungssportbereich wird man sich auf die Suche nach einem neuen Trainer geben, der auch verstärkt die Jugend betreuen soll.
Wolfgang Pötsch
Bericht Hans Kolar
Ergebnis
Fotos
Vorläufiger Endstand Austria Cup
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