Weltcupfinale Langdistanz: eine Minute suchen ist kein Fehler!
Auvergne (Frankreich) vom 1.–8.10.2006
Wie erwartet wurde die Langdistanz beim Weltcup im Vulkangebiet rund um den Puy de Dome zu einem Rennen mit vielen großen Fehlern. Auch die Schnellsten der Schnellen waren in minutenlange Suchaktionen verwickelt. Die bis heute im Weltcup Führenden Daniel Hubmann und Emil Wingstedt können ein Lied davon singen. Nachdem Hubmann Wingstedt eingeholt hatte (bei Posten 19) meinten sie : "Thierry holen wir heute wohl kaum mehr ein"
Um nachvollziehen zu können, wie schwer es hier wirklich ist, muss man hier gelaufen sein.
Die Österreicher gaben ihr bestes, das Beste ist aber anscheinend nicht genug.
Gernot Kerschbaumer startete eigentlich nicht schlecht (Platz 14 bei Posten 4), danach folgte aber innerhalb von zwei Posten der Absturz auf Platz 56! "Nachdem ich Posten 5 nicht auf Anhieb gefunden hatte und ich nicht wirklich genau sagen konnte, wo ich war, blieb mir nichts anderes übrig, als den weiten Weg zum nächsten Fixpunkt zu laufen und dann den Posten von hinten anzulaufen. Somit benötigte ich eben knappe 18 Minuten statt 9-10 Minuten."
Dennoch versuchte er weiter motiviert zu laufen, denn die anderen machen ja sicherlich auch Fehler (was auch eintrat). Die Geschwindigkeit war dennoch zu niedrig um weiter vorne zu landen und wenige kleinere Fehler schlichen sich auch noch ein. Somit Platz 46 am Ende. Wenn man sagen würde, super nur ein Platz hinter Daniel Hubmann und 2 Plätze vor Emil Wingstedt, könnte man meinen der Lauf sei super gewesen. War er aber nicht.
HSV Pinkafeld-Vereinskollege Martin Pongratz ging mit einem guten Gefühl ins Rennen. Johan Modig, 2min hinter Pongo gestartet, überholte diesen aber bereits zu Posten 4 und setzte sich von Pongo ab. Wie es aber kommen soll, startete Modig bei Posten 19 eine 22-minütige!!!!! Suchaktion und Pongo war wieder bei ihm dabei. Bis dahin hatte Pongo leider auch mehrer Fehler gemacht, die seinen Rückstand erklärten. Im Endeffekt: Rang 59.
Verins- und HLSZ Kollege Martin Binder führte an diesem Tag einen ganz harten Kampf mit sich und dem Wald. Er dachte aber nie ans aufgeben, mögen die Fehler noch so groß sein. Zum Glück war er aber bestens mit Energy-Gel–Riegeln und Ähnlichem ausgestattet um die zwei Stunden und 56 Minuten zu überstehen. Platz 72 gab es in der Endabrechnung.
Eines hatten fast alle Läufer im Ziel gemeinsam. Sie lachten und freuten sich über die Tatsache, alle Posten gefunden zu haben und aus dem Wald heil herausgekommen zu sein. Somit kann jeder, der den Lauf mit allen Posten beendet hat, sich selbst als Sieger sehen.
Wer hatte in diesem Gelände die wenigsten Probleme?
Wie zu erwarten: Thierry Gueorgiou. Er sammelte zu Posten 4 Valentin Novikov ein, später auch Jani Lakanen. Die Plätze 1-3 war dem Trio nicht zu nehmen. Gueorgiou gelang das Kunststück die erwartete Siegerzeit von 98 Minuten um knappe 6 Minuten zu unterbieten.
Bei den Damen steckte Simone Niggli-Luder die "Niederlage" vom Vortag weg und dominierte ähnlich wie Gueorgiou. Minna Kauppi bedankte sich mit Platz zwei für die "Mitfahrgelegenheit".
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Gipfelstürmer
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Als Weltcup-Finallauf steht am Freitag die Mitteldistanz am Programm, nachdem sie am Dienstag abgebrochen wurde. Wir hoffen, dass sich unsere Suchaktionen in Grenzen halten…..
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Sportliche Grüße aus dem OL-Paradies
Gernot Kerschbaumer
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