Weltcupfinale Mitteldistanz: Hattrick von Gueorgiou, Platz 18 für Kerschi
Auvergne (Frankreich) vom 1.–8.10.2006
Mit seinem dritten Sieg im dritten Rennen diese Woche demonstrierte der Franzose Thierry Gueorgiou nicht nur seine Dominanz in diesem Gelände, sondern sicherte sich auch den Gesamtweltcup in der Saison 2006. Platz zwei ging an den Russen Valentin Novikov. Ohne den Fehler gegen Ende des Rennens hätte er für die Überraschung heute sorgen können. (Platz drei für ihn im Gesamtweltcup). Daniel Hubmann (SUI) sicherte sich heute Platz drei und im Gesamtweltcup Platz zwei.
Bei den Damen landete heute nach einem packenden Rennverlauf die Norwegerin Marianne Anderson das erste Mal in ihrer Karriere ganz oben am Weltcup-Treppchen. Nur sechs Sekunden dahinter stempelte Minna Kauppi (FIN) den Zielposten, dicht gefolgt von Landsfrau Heli Jukkola. Simone Niggli-Luder kam bei dieser Mitteldistanz nicht über Platz 9 hinaus. Dennoch kein Grund zum Traurigsein für sie, da sie ja den Gesamtweltcup für sich entschied. Platz 33 hätte heute genügt.
Da die Mitteldistanz am Dienstag abgebrochen wurde, wurde sie heute als Weltcup-Finallauf ausgetragen. Somit waren wiederum alle Läufer (maximal 6 pro Nation) startberechtigt.
Allgemein kann zum heutigen Lauf gesagt werden: Die Konturen waren wiederum sehr fein, die Belaufbarkeit war aber überraschenderweise deutlich besser als erwartet. Heute war es auch möglich die Lupe einzusetzen (höhere Temperatur und geringere Luftfeuchtigkeit), wodurch das Kartenlesen um einiges erleichtert wurde.
Auf der Langdistanz und im Sprint gab es heuer bereits Weltcuppunkte für das österreichische Team. Nur auf der Mitteldistanz fehlten sie noch. Das sollte sich heute ändern...
Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) lief ein sehr gutes Rennen. Kurze Unsicherheiten schlichen sich lediglich zu Posten 1 und 12 ein. Ansonsten war er mit seiner Taktik "zuerst genau! schauen, dann laufen" gut beraten. Am Ende kam für ihn Platz 18 heraus, ein passables Resultat. Nach seiner langwierigen Verletzung nach der WM in Japan ein deutliches Lebenszeichen.
Vereins- und HLSZ-Kollege Martin Binder steckte seine Ausritte von der Langdistanz gut weg und holte heute seine ersten Weltcuppunkte überhaupt. Mit Platz 37 heimste er 4 WC-Punkte ein.
Martin Pongratz (HSV Pinkafeld) hatte seine Problme auf den längeren Teilstrecken und musste sich mit Rang 63 begnügen.
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Gernot Kerschbaumer
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