Weltcupfinale Sprint: Gueorgiou will es wissen!
Auvergne (Frankreich) vom 1.–8.10.2006
Mit seinem ersten Sprintsieg im Orientierungslauf-Weltcup zeigte der Franzose Thierry Gueorgiou deutlich, dass er den Gesamtweltcup noch nicht abgeschrieben hatte. In beeindruckender Manier legte er eine souveräne Zwischenbestzeit hin, die das Publikum in Staunen versetzte. Nur der noch im Gesamtweltcup führende Daniel Hubmann (SUI) machte es noch spannend, musste sich aber dann dennoch mit Platz zwei zufrieden geben. Somit ist vor den letzten beiden Läufen (Lang- und Mitteldistanz) für Hochspannung gesorgt, wer sich nun heuer die Weltcupkrone aufsetzen darf.
Der dritte Rang ging an den Finnen Jarko Houvila, bereits mit 40 Sekunden Rückstand auf Gueorgiou.
Bei den Damen hieß die Siegerin diesmal nicht Simone Niggli-Luder. 90 Sekunden Rückstand bedeuten den elften Endrang für sie. Ganz oben stand diesmal Heli Jukkola (FIN), vor Emma Engstrand (SWE) und Sara Gemperle (SUI).
Die Herren hatten 3,3km und ca. 150 Höhenmeter zu bewältigen. Ein Großteil der Strecke führte durch einen Waldhang, der mit vielen großen Steinblöcken versehen war. Einige Routenwahlen und viele kurze Teilstrecken forderten die Athleten aufs Äußerste.
Wie erging es den österreichischen Vertretern bei diesem Sprint?
Am besten kam Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) mit den Bedingungen zurecht. Von den 25 Posten "baute" er nur einen ein, womit ungefähr 15 Sekunden verloren gingen. Die eine oder andere Routenwahl hätte er auch noch besser erwischen können.
Martin Pongratz, Vereinskollege und Trainingskollege im HLSZ von Kerschi, suchte zwischendurch etwas länger und beendete das Rennen auf Rang 51. Knapp vor Vereins- und HLSZ-Kollegen Martin Binder, der sich mit Rang 56 unter 83 Teilnehmern zufrieden geben musste. Auch ihm passierten zu große Fehler, um in die Weltcuppunkteränge zu laufen.
Für Kerschi bedeutete der 26. Rang 15 Weltcuppunkte.
Aufgrund des Unwetters vom Vortag wurde die Sprint-Qualifikation gestrichen und alle Teilnehmer waren automatisch im Finale mit dabei.
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Gernot Kerschbaumer
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