CISM: Langdistanz
Zagreb (Kroatien) vom 2.-8.9.2007
Am Mittwoch den 5.9.2007 fand im angrenzenden Wald der Mitteldistanz der Wettkampf über die Langdistanz statt. Die Kriterien dieser zweiten WM-Entscheidung über die 13km lange und 470 Höhenmeter steilen Strecke waren ständige Richtungskontrolle, genaues Feinorientieren in den vielen steilen Gräben, aber genauso wichtig war es schnelle Beine bergauf und bergab zu haben. Ein kleiner Fehler von wenigen Sekunden konnte gleich mehrere Plätze in der Endwertung kosten, so knapp ging es wiederum zu.
Aufgrund der physisch anstrengenden Strecke war gegen Ende des Laufes die Konzentration oft nicht mehr hoch genug und der eine oder andere Fehler schlich sich ein. Das angestrebte Mannschaftsergebnis einer einstelligen Platzierung konnte nach kämpferischer Leistung aller Athleten mit dem neunten Rang erreicht werden.
Wie bereits über die Mitteldistanz rief Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) mit dem 19. Rang eine Klasseleistung ab und bestätigte dadurch zur erweiteten Weltspitze im Orientierungslaufsport zu gehören.
Durch einen Interpretationsfehler gleich zum ersten Posten und einem späteren Routenwahlfehler konnte Markus Lang (HSV Pinkafeld) seine Platzierung vom Vortag nicht halten und landete schlussendlich auf dem 51. Platz.
Lediglich kleinere Unsicherheiten schlichen sich bei Michael Stroi (HSV Ried) ein, der gute 52. Endrang ging an ihn. Pierre Kaltenbacher (HSV Wr. Neustadt) erreichte Platz 56 im Endklassement. Junior Wolfgang Siegert (WAT) beendete seinen ersten Langdistanz-Wettkampf bei einer Militär-WM auf dem 71. Platz. Martin Pongratz (HSV Pinkafeld) zeigte einen Aufwärtstrend und war auf Rang 76 auf der Ergebnisliste zu finden.
Der Sieg ging an den Titelverteidiger aus der Schweiz Daniel Hubmann vor dem Weltmeister über die Mitteldistanz Thierry Gueorgiou (Frankreich) und Martins Sirmais. Bei den Damen krönte sich wie am Vortag Tatiana Ryabkina (Russland) zur Weltmeisterin.
"Mit dem Ergebnis der beiden Einzelentscheidungen bei dieser 40. Militär-WM kann man wirklich zufrieden sein. Sowohl bei den einzelnen Platzierungen aller unserer Athleten als auch in der Mannschaftswertung konnte gegenüber den letzten Jahren eine Leistungssteigerung erreicht werden. Nun heißt es am morgigen Ruhetag so gut wie nur möglich zu regenerieren und alle unsere Staffelläufer auf ihre jeweilige Staffelaufgabe bestens einzustellen", so das Betreuerteam Braun, Kössler und Schuh.
Gernot Kerschbaumers Kommentar:
"Ich konnte heute von Anfang an ein gutes Tempo gehen. Auch technisch lief es in der ersten Hälfte ganz prima. Die Fehler auf der zweiten Schleife, ein Routenwahlfehler und zwei drei kleinere im Postenraum waren total unnötig, wahrscheinlich war bereits zu müde um die nötige Konzentration aufrecht zu erhalten. Mit dem 19. Platz habe ich bisher mein bestes Resultat bei einer Militär-WM erzielt, so gesehen passt’s schon."
Markus Lang kommentiert seinen Lauf folgendermaßen:
"Leider machte ich gleich zum ersten Posten einen Fehler und ließ dort einiges an Zeit liegen. Ich fand dann aber wieder relativ gut in meinen Lauf zurück und der Rest der Strecke ging, bis auf zwei falsche Routenwahlen und einen Richtungsfehler, ziemlich gut. Körperlich fühlte ich mich das ganze Rennen über sehr gut und ich konnte auch am Schluss noch richtig attackieren."
Michael Stroi meinte über sein Rennen:
"Trotz der Warnungen der Bahnleger bezüglich der mangelnden Kartenqualität der Startschleife hatte ich bei allen vier Posten Schwierigkeiten. Ab dem ersten Kartenwechsel konnte ich allerdings die Konzentration erneut zurückgewinnen und ein solides wenn auch nicht lupenreines Rennen Laufen. Leider habe ich mir, vermutlich durch eine Fehlbelastung beim Bergablaufen, eine Verletzung im linken Knie zugezogen und werde deshalb für die Staffel ausfallen."
Martin Pongratz:
"Nach dem gestrigen Debakel auf der Mitteldistanz nahm ich mir heute die nötige Zeit für meine Entscheidungen im Wald. Auf den ersten Posten bis kurz nach dem Durchlauf fehlte mir etwas die Sicherheit aber danach fand ich einen guten Rhythmus. Die vorbeilaufenden Stars konnte ich leider nicht lange halten weil die physische Form einfach nicht gut genug ist."
Pierre Kaltenbacher:
"Auf der Startschleife war ich auch heute wieder technisch nicht sauber genug, was sich in 2min Zeitverlust niederschlug. Danach ging es aber deutlich besser als gestern, ich konnte beide längeren Schleifen sehr sauber laufen. Auf der Schlussschleife habe ich dann noch einmal etwas Zeit verloren, mehrheitlich aufgrund läuferischer Defizite."
Wolfgang Siegert:
"Nach einem unsicheren Beginn passierte mir beim ersten Kartenwechsel ein schwerer Fehler, da ich von der Pflichtstrecke abkam und eine Minute in die falsche Richtung lief. So musste ich wieder komplett zurück und es waren mehr als 2 Minuten weg. Im Anschluss hatte ich einen sauberen Lauf mit nur kleinen Unsicherheiten und gegen Ende zwei 1 Minuten-Fehlern. Läuferisch war es heute für mich deutlich schlechter als gestern und ich war somit weit hinten. Hier muss ich noch um einiges stärker werden."
Bericht CISM Mitteldistanz
Bericht CISM Staffel
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Mit Sportgruß
Richard Schuh
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