CISM: Staffelbewerb
Zagreb (Kroatien) vom 2.-8.9.2007
Zum Abschluss der 40. Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf in Zagreb kam das Staffelrennen zur Austragung. Wie bei den Einzelrennen wurden die Athleten durch jede Menge Gräben geschickt, wo auf der 7,2km langen Strecke 350 Höhenmeter angesammelt wurden. Jeder der drei Läufer pro Team hatte 17 Kontrollposten anzulaufen. Bei den Herren waren 55 Staffeln am Start vertreten, weil jede Nation zwei Teams ins Rennen schicken durfte.
Markus Lang (HSV Pinkafeld) eröffnete für Österreich 1, zählte zu Posten zwei aber einen Graben zu wenig, wodurch er wertvolle Sekunden liegen ließ. Der Anschluss zur Spitze war somit weg, danach verlor er aber kaum und schickte Wolfgang Siegert (WAT), der anstelle des verletzten Michael Stroi in die Einsermannschaft aufgerückt war, an 15. Stelle liegend auf die zweite Strecke. Wolfgang lief wiederum ein technisch sauberes Rennen, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass die Gegner läuferisch eine Nummer zu groß waren. Ein paar Athleten zogen an ihm vorbei, andere konnte er überholen. Schlussendlich übergab er auf Position 16 an Schlussläufer Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld). Kerschi lief ein gutes einsames Rennen und beendete den Staffelbewerb auf Platz 15.
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 Wolfgang Siegert, Gernot Kerschbaumer und Markus Lang
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Das Team Österreich 2 mit Martin Pongratz (HSV Pinkafeld), Pierre Kaltenbacher (HSV Wr. Neustadt) und Trainer Markus Kössler (HSV Pinkafeld), der für Michael Stroi eingesprungen war, klassierte sich auf Rang 34.
Den WM-Titel sicherte sich wie bei der zivilen Weltmeisterschaft in der Ukraine das Team aus Russland, vor Schweiz und Frankreich. Bei den Damen feierten abermals die Russinnen, vor den Damen aus Litauen und Estland.
"Unsere Burschen haben heute alles gegeben, leider verlor Markus gleich zu Beginn den Anschluss. Wolfgang ist noch jung, hat aber gesehen, wo er in Zukunft zulegen muss. Gernot spulte seine Leistung ab, nach vorne war aber nicht mehr möglich", so das Resümee der Trainer Braun, Kössler und Schuh.
Markus Lang:
"Gleich vom Start weg ging es richtig rasant zur Sache. Zum ersten Posten ging es ziemlich lange auf einem Weg dahin und ich konnte mit dem „Packerl“ ziemlich gut mithalten. Dann zum zweiten Posten war eine kurze Zeit unaufmerksam und suchte meinen Posten bereits einen Graben zu früh und musste daher viele Läufer passieren lassen. Danach hatte ich einen guten Lauf und konnte mich wieder etwas nach vor kämpfen. Meine Mission als Startläufer, mit dem Packerl mitlaufen, habe ich damit aber leider verfehlt und Wolfi musste dadurch schon der Meute hinterher hetzen."
Wolfgang Siegert:
"Nachdem ich als Ersatz für den verletzten Michael Stroi einspringen musste, nahm ich mir vor ein sicheres Rennen zu laufen. Ich startete in einem Paket von Läufern, musste jedoch gleich zum ersten Posten einsehen, dass das gelaufene Tempo zu schnell für mich war. Im Anschluss hatte ich insgesamt 1,5 Minuten Fehler und Unsicherheiten auf der gesamten Strecke zu verzeichnen. Mehr war für mich nicht möglich, da mir in diesem schnellen leichten Gelände noch das Tempo fehlt."
Gernot Kerschbaumer:
"Den knapp vor mir gestarteten Dänen konnte ich gleich zum ersten Posten überholen, danach war es bis zum Ziel ein einsames Rennen. Ich schenkte mir nichts, weil jeder vor mir Fehler hätte machen können, aber im Endeffekt war der Abstand schon zu groß. Ein Platz zwischen 10 und 15 ist unser Level, wenn es gut läuft sind wir 10. andernfalls 15., das ist die Realität."
Martin Pongratz:
"Technisch war es heute großteils ein guter Lauf, einmal bin ich mit dem Packerl falsch mit geschwommen und habe ca. zwei Minuten verloren. Physisch bin ich zurzeit nicht besser – der Rest ist Geschichte."
Pierre Kaltenbacher:
"Nachdem Pongo vor mir ein solides Rennen ablieferte, ging ich als 31. auf die Strecke. Da wir nur noch 5 Läufer waren, sprang nach mir Max Kössler ein. Nichts desto trotz versuchte ich ein optimales Staffelrennen zu laufen. Abgesehen von ein paar kleineren Schwenkern, allem in allem vielleicht 2 min, gelang mir ein sehr gutes Staffelrennen. Somit konnte ich auch Läufer um Läufer überholen und Max als 19. auf die Schlussstrecke schicken."
Bericht CISM Mitteldistanz
Bericht CISM Langdistanz
CISM-Homepage
Mit Sportgruß
Richard Schuh
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