1.ÖFOL-Bundesländer-Jugendstaffel
Am Sonntag 19.August fand – quasi als Abschluß des Jugendtraining-Camps – zum ersten Mal eine Bundesländer-Jugendstaffel statt. Insgesamt waren 35-Dreier-Staffeln am Start, davon etwa 20 Jugendstaffeln und der Rest "Offene Teams" (bunt gemischt – auch Erwachsene zum Auffüllen der Jugendstaffeln)
Dieser Bewerb fand heuer zum ersten Mal statt und hat natürlich die Original BL-Staffel zum Vorbild. Das stetig steigende Interesse des BL-Staffelbewerbes sowie von Teambewerben allgemein hat den ÖFOL dazu bewogen nach einem neuen zusätzlichen Teambewerb zu suchen, der die Jugend in den Vordergrund stellt. Bei diesem Bewerb sind nun die Jugendläufer die Hauptdarsteller; alle Anderen (Eliteläufer, Senioren) können nur im Rahmenbewerb starten. Diesen Bewerb mit dem offiziellen ÖFOL-Jugend-Trainings-Camp zu kombinieren ergab sich fast von selbst. U-23 Nationaltrainer Markus Buchtele hatte das Regelwerk zu dieser Jugendstaffel im Laufe dieses Frühjahrs erarbeitet. Nachdem sich die leitenden ÖFOL-Funktionäre positiv zu diesem neuen Bewerb geäußert hatten, war der Weg frei zu einem ersten "Probegalopp".
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Start zur Staffel
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Gemäß Regelwerk besteht eine solche Jugendstaffel aus 3 Läufern, wobei mindestens ein Läufer weiblich sein muss. Es gibt 3 Strecken in der Reihenfolge Mittel > Kurz > Lang, wobei je ein(e) Läufer[in] aus der Kategorie: -14 / -17 / -20 stammen muss. Die Durchschnittszeit pro Staffelbahn sollte ca. 20 min betragen, sodass ein kurzes und spannendes Rennen garantiert ist. Auch gibt es – um den Staffelcharakter für Alle zu erhalten – spätestens 10 Minuten nach Übergabe der schnellsten Staffeln einen Massenstart für die restlichen Teams.
Markus Buchtele als Wettkampfleiter hatte mit Franz Nagele einen der erfahrensten Bahnleger des Landes engagiert, um diese diffizile Aufgabe bewerkstelligen zu können. Das schwierige an dieser Bahnlegung war sicherlich eine adäquate Gabelungsmöglichkeit von verschieden langen und auch verschieden schweren Bahnen zu finden. Franz Nagele bot all sein Können auf, um diese komplexe Aufgabe bestens zu erledigen. Es war ein guter Mix aus schnellem Laufen und zielsicherem Orientieren auf einer "Sprint-Staffel-Distanz". Der intensive Gegnerkontakt – als zusätzliches Kriterium – trug zusätzlich zur Spannung bei. Auch das selektive, flache (überall gleich aussehende) Gelände war keineswegs zu unterschätzen. So wie das ganze Trainingscamp wurde auch hier auf der Karte "Eberndorf-Dobrowa" von Reinhold Pototschnig gelaufen. Viele undeutliche Pfade und Lichtungen verleiteten zu so manchem Parallelfehler; Moosboden und Heidelbeersträucher machten das Querlaufen umso anstrengender.
Als schnellste Staffeln entpuppten sich nicht die offenen Teams, sondern die BL-Jugendstaffeln, da ja die stärksten Läufer in diese Staffeln gesetzt wurden. Das stärkste bunt zusammengewürfelte Team belegte im Endeffekt dann mit über 6min Rückstand den 5.Platz in der Gesamtreihung.
Auf der Startstrecke (H/D-17) wurden die Positionen noch nicht klar bezogen, und es war daher auch noch keine Tendenz abzulesen. Die Länge betrug 2,6km mit 16 Posten, und es waren höchstens 30Hm zu absolvieren. Die späteren Sieger und Medaillenplätze kamen nach ca. 17Minuten mit dem führenden "Läuferpaket" zur Übergabe. Dazu gehörten neben den "Offenen": Florian Exler /16:38 und Sebastian Palme /16:39, auch die schnellsten Damen: Marlies Berger /16:30, Elisa Elstner /16:35, Clarissa Kradischnig /16:41 und Marlene Habenicht 16:47.
Die 2.Läufer (H/D-14) brachten bereits eine kleine Vorentscheidung, denn die schnellsten H-14-Läufer setzten sich trotz einer komplett flachen Bahn mit 11 Posten auf 1,5km deutlich ab. Es entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Salzburg1 (Laurenz Elstner > schnellste Teilzeit mit 9:47), Oberösterreich1 (Xander Berger / 9:56) und Steiermark1 (Bernd Prach / 9:52). Bereits 1 Minute dahinter folgte Wien1 (Florian Schiel / 10:18).
Auf der 3,5km langen Schlußstrecke mit 20 Posten gab es dann immerhin 70Hm, – d.h. 2 selektive Hangposten – für die H/D-20 Läufer(innen) zu überwinden. Vielfach wurden hier deutlich jüngere Läufer als erlaubt eingesetzt (15-18), da die besten Junioren international unterwegs waren.
Zwischen den Staffeln aus Salzburg (reine ASKÖ Henndorf Staffel) und der Steiermark (OLC Graz-LeibnitzerAC-Mix) entbrannte ein spannendes Duell um den Tagessieg. Robert Merl [18:45] konnte seinen Gegner Christian Pfeifer knapp auf Distanz halten [18:41] und brachte den knappen Vorsprung bei der Übergabe erfolgreich ins Ziel. Somit gewann Salzburg in einer Gesamtzeit von 45:07 diese erste BL-Jugendstaffel knapp vor der Steiermark [45:14]. Eine tolle Aufholjagd startete Erik Simkovics mit der schnellsten Teilzeit aller Schlussläufer [18:03]. Knapp vor dem Ziel konnte er die bis dahin am Podestplatz gelegene OÖ-Staffel mit Schlußläufer Markus Obermüller [19:41] überholen und brachte somit Wien [45:46 / reine OLC Wienerwaldstaffel] auf den 3.Endrang. Nur undankbare Vierte, aber dennoch weit vor dem 5.platzierten wurde das Team aus Oberösterreich [46:07] das wiederum ein reines NF-Linz-Team war.
Interessantes Detail am Rande: Gleich drei der besten 4 Teams {s.o.} waren reine Vereinsstaffeln (nur die Steiermark fiel hier aus der statistischen Reihe), ebenfalls gab es hier gleich 3 Geschwisterpaare [Laurenz+Elisa Elstner > ASKÖ Henndorf-Sbg / Erik+Anna Simkovics > OLC Wienerwald-W / Marlies+Xander Berger > NF Linz-OÖ] in den besten Teams.
Bei der Siegerehrung – die ÖFOL-Präsident Thomas Hlosta persönlich vornahm – wurde die Bedeutung eines solchen Jugendstaffelbewerbes hervorgehoben, der zu einer ständigen Einrichtung im ÖFOL-Kalender werden sollte (eventuell kombiniert mit einem Sommer-Austria-Cup??). Auch der Ferientermin im Rahmen eines ÖFOL-Jugendcamps (Anfang-Mitte August) sollte beibehalten werden. Mit der nötigen Werbung und entsprechender Terminkoordination sollte dies dann sicherlich auch gelingen.
Derzeit gibt es diesbezüglich immer noch Skepsis einiger Entscheidungsträger im ÖFOL, mit der Hintergrundfragestellung: "Was bringt´s dem ÖFOL?". Besser wäre der Gedankengang: "Was bringt´s der Jugend?" - Antwort: "Viel", v.a. ein wertvolles Staffel-Wettkampf-Training, zu dem es in Österreich leider immer noch zu wenig Gelegenheiten gibt.
Fotos (©Kolar)
Ergebnis
Karte 1.Strecke
Karte 2.Strecke
Karte 3.Strecke
Michael Melcher
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