5-Tage MTB-O Pilsen
Pilsen (CZE) vom 4.-8.Juli 2007
Das Bier war billig, das Leitungswasser so gelb wie ein isotonisches Getränk, Warmwasser gab es nur jeweils zwischen 7 und 9 in der Früh und am Abend, und da auch nicht immer. Da merkte man dass man vielleicht doch nicht bei O-Ringen in Schweden ist, sondern bei der MTBO-Version davon in Tschechien. Aber sonst ist fast alles perfekt organisiert: Als abendliches Kulturprogramm gab es Livebands, einen Vortrag von einem, der ein MTB-Rennen in Alaska gewonnen hat, Disco, einen Biertrinkwettbewerb und zum Abschluss einen professionell gestalteten Film von der ganzen Veranstaltung. Im Bierzelt waren Kartoffelpuffer problemlos bis um 3 Uhr Früh erhältlich. In der ersten Nacht konnte man sich auch gleich davon überzeugen, dass die Bungalows wasserdicht waren, denn das Wetter war wie in ganz Mitteleuropa in dieser Woche eher mäßig.
Ach ja, Wettkämpfe waren da auch noch. Über 400 Teilnehmer waren dabei, darunter auch einige österreichische Jugendliche, die ihre Eltern davon überzeugen konnten, dass 5-Tage MTBO wichtiger sind als die letzte Schulwoche. Für die Elite waren die Rennen auch gleich das offizielle WM-Trainingslager, denn die Veranstalter erklärten, dass die Etappen 1,2 und 5 sehr WM-Gelände-ähnlich waren. Davon ließen sich auch über 100 Elitefahrer aus 10 verschiedenen Nationen anlocken, darunter auch Michaela Gigon aus Österreich.
Kyrill hat diesen Winter in Tschechien gewütet und daher war das Gelände in den WM-relevanten Gebieten mit schwierigen Traktorspuren und viel Holz am Boden nicht so richtig schön. Aber darauf angesprochen, sagten die Organisatoren, dass es bei der WM noch weniger schön sein wird.
Für die dritte Etappe wurde in Pilsen ein ganzer Park gesperrt (der gleiche wie bei der Studenten-WM 2004). Dort warteten unzählige Posten und ein 1,2m hoher Tunnel auf die Fahrer. Vor dem Start konnte man an einem Tunnelmodell testen, ob es sich ausgehen würde und einige Fahrer mussten noch Modifikationen an ihren Rädern vornehmen, denn sonst wären sie stecken geblieben.
Beim Pilsner 5-Tage-OL darf natürlich auch der Triathlon nicht fehlen. Im Unterschied zum Triathlon in Faak, wird der Pilsner Triathlon immer als Staffel durchgeführt. Fast 50 Teams waren am Massenstart, was zu einigen Rangeleien im Wasser führte, vor allem, nachdem einer der mit leeren Getränkeflaschen gefüllten Posten begann, unterzugehen.
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 Noch im gelben Trikot: Michaela Gigon
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Jeden Abend bei der Siegerehrung wurde das gelbe Trikot des Gesamtführenden in der Elite weitergegeben oder behalten, je nachdem. Michaela Gigon musste ihr gelbes Trikot nach Siegen bei den ersten 3 Etappen am vierten Tag wegen eines verlorenen Chips an Päivi Tommola aus Finnland abgeben. Verschwitzt und ungewaschen. Martin Moser gewann das grüne Sprinttrikot für die Summe der besten Zieleinläufe. Nur beim Gewinnen des schwarzen Trikots versagten die Österreicher. Das schwarze Trikot gab es für denjenigen, der den größten Rückstand auf den Sieger hatte.
Jugendeuropameister Martin Moser gewann nicht nur das grüne Trikot, sondern auch die Gesamtwertung in der H-17 überlegen. Kevin Haselsberger (H-20) siegte in der vierten Etappe, die von den Wurzeln her etwas ähnlich wie daheim in Faak war. Er startete am letzten Tag im Jagdstart als vierter, holte den 7 Minuten vor ihm gestarteten Dritten ein und hatte genau dann einen Patschen, der ihn dann wieder auf den vierten Platz zurückwarf.
Generell kann man sagen, dass bei den österreichischen Jugendlichen die Burschen ab und zu mal größere Fehler machen, aber bei einem fehlerfreien Rennen ganz vorn dabei sein können. Bei den Mädels fehlt es eher an der Geschwindigkeit.
In 2 Jahren soll es wieder einen 5-Tage-MTBO in Pilsen geben und der wird sicher auch wieder eine Reise wert sein. Nächstes Jahr ist dafür 6-Numbers in Tschechien geplant: 6 Tage Score MTBO. Jeden Tag hat man 4 Stunden Zeit, auf einer 1:50 000er Karte Posten zu suchen. Auch natürlich mit Bierzelt und Kulturprogramm.
Ergebnisse
Fotos
Bericht Irk
Michaela Gigon
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Tunnelmodell

Das litauische Triathlonteam

Sektdusche

Gesamtsieger Martin Moser
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