SKI JWOC-EYOC 2007: Noch 3 Tage bis zur Junioren-WM in Salzburg!
200 Wettkämpfer aus 19 Nationen laufen vom 12. bis 17. Februar im Land Salzburg bei der Junioren- WM und Jugend-EM im Ski-Orienteering
um Gold, Silber und Bronze. Austragungsorte sind nach einigen Wetterkapriolen jetzt Sportgastein und die Postalm bei Strobl.
Vom 12. bis zum 17. Februar 2007 finden erstmals in
Österreich die Junioren-WM und die Jugend-EM im Ski Orienteering
statt. Nach der erfolgreichen Austragung der Jugend-EM im
Orientierungslauf 2004 wurde der ASKÖ HENNDORF ORIENTEERING auch
diesmal vom Österreichischen Fachverband für Orientierungslauf
beauftragt, die so genannte SKI JWOC-EYOC 2007 im Bundesland Salzburg
durchzuführen und erwartet nun 200 Teilnehmer aus 19 Nationen am Start.
JWOC ist eine Abkürzung für "Junior World Orienteering
Championships", EYOC steht für "European Youth Orienteering
Championships". Und Ski-Orienteering ist gewissermaßen
Orientierungslauf im Winter. Die Basis-Sportart dafür ist der
Langlauf in der Skating-Technik. Beim Ski Orienteering geht es
allerdings darum, mit Hilfe einer am Start ausgehändigten Karte die
dort eingetragene Punkte im Gelände auf einem dichten Loipennetz in
der richtigen Reihenfolge anzulaufen. Und das natürlich möglichst
schnell. Einzige weitere Hilfsmittel sind ein Kompass und ein
elektronischer Speicherchip, der zur Kontrolle und Zeitnehmung dient.
Wenn die Wettkämpfer diese Karte am Start zum ersten Mal sehen, läuft
bereits die Zeit.
Zu wenig Schnee - zu viel Sturm: Der Veranstalter trotzt erfolgreich
den widrigen Umständen.
Das erfahrene OK-Team aus Henndorf hatte in diesem verrückten Winter
einige zusätzliche Hürden zu nehmen. Am vergangenen Sonntag wurde
aufgrund der aktuellen Wetterlage, vor allem aber auch wegen der
durch den Orkan "Kyrill" geschaffenen Tatsache, dass die Karten in
manchen Gebieten nicht mehr ganz exakt die Realität abbilden (Bäume
versperren geplante Verbindungsloipen), folgende Entscheidung
gefällt: Die in Faistenau und Abtenau geplanten Bewerbe werden nach
Sportgastein verlegt. Betroffen sind der Sprintbewerb am Montag, dem
12. Februar, und die Mitteldistanz am Dienstag, dem 13. Februar. Die
Bewerbe auf der Postalm bei Strobl werden wie geplant durchgeführt.
Selbst wenn in der nächsten Woche noch unerwartet der Winter in
Abtenau und der Faistenau einkehren sollte, die Entscheidung ist fix.
Grund ist die im Vergleich zu einem normalen Langlauf-Rennen recht
aufwendige Vorbereitung für einen Ski-Orienteering-Wettbewerb: Neben
den vorhandenen Loipen wird für Ski-Orienteering ein Netz von vielen
großen und kleinen Parallel-, Quer- und Verbindungsloipen mit
Pistenraupe und Skidoo angelegt. Gewissermaßen ein Labyrinth von
Möglichkeiten, das diesen Sport erst attraktiv macht. Die Loipen
müssen rechtzeitig gespurt, und vor allem während des Spurens exakt
mit GPS vermessen werden. Das ist die Grundlage für den Kartendruck,
der im Digitalverfahren erst kurz vor dem Wettkampf durchgeführt
wird, um noch aktuellste Entwicklungen im Laufgebiet zu
berücksichtigen. Dazu gehört unter anderem auch die Erfassung der
Vegetation, wie zum Beispiel markante Einzelbäumen, oder
Wurzelstöcke. Ein Windbruch wie von "Kyrill" verursacht kann da
sowohl für den Bahnleger, als auch für die Kartenzeichner sehr viel
Zusatzaufwand bedeuten.
Dazu OK-Chef Christian Breitschädel: "Der ASKÖ HENNDORF ORIENTEERING
freut sich jedenfalls, dass Dank der unermüdlichen Arbeit vieler
fleißiger Helfer auf allen Ebenen des Organisationsteams die SKI JWOC-
EYOC 2007 trotz widrigster Umstände WM-würdig über die Bühne gehen
wird!"
3 Salzburger im österreichischen Team - die Kärntnerin
Wasalaufsiegerin Sara Habenicht mit den besten Chancen.
Im Nationalteam stehen mit Christian Wartbichler (M20), Elisa Elstner
(W20) und Robert Merl (M17) auch 2 Salzburger und eine Salzburgerin.
Die drei Läufer vom durchführenden Verein ASKÖ HENNDORF ORIENTEERING
sind sind zwar als mehrfache österreichische Meister und erfolgreiche
Teilnehmer bei internationalen Jugend- und Junioren-Orienteering
Events bereits bekannt und erfolgreich - allen voran Jugend-
Europameister Christian Wartbichler - aber nur im Sommer. Auf
Langlaufskiern ist es für alle drei die erste WM bzw. EM und wird
wohl dem Erfahrung sammeln dienen. Ein Platz im Mittelfeld wäre für
die drei frischgebackenen österreichischen Vizemeister im Ski-O auf
der Langdistanz bereits eine solide Leistung.
Mehr ist da schon der Kärnterin Sara Habenicht (W20) zuzutrauen. Sie
ist eine extrem schnelle Langläuferin (Wasalaufsiegerin 2006, W18),
hat 2006 das bekannte Ski-Orienteering Gymnasium Mora in Schweden
besucht und letztes Jahr bei der EM in Russland einen 9. Platz auf
der Langdistanz (W17) erlaufen. Heuer muss Sie allerdings als jüngste
in der WM-Kategorie W20 starten. Zumindest eine Top-20 Platzierung
sollte bei optimalen Verhältnissen aber möglich sein. Gespannt darf
man auch auf die Staffel-Ergebnisse der Österreicher sein. Es ist das
erste Mal, dass das sehr junge Ski-O Team überhaupt genügend
Läuferinnen und Läufer hat, um eine Staffel aufstellen zu können. So
gesehen wird diese Heim-WM wirklich eine erste internationale
Standort-Bestimmung für den österreichischen Nachwuchssport in dieser
Disziplin.
SKI JWOC-EYOC 2007-Programm:
Sprint: 12. Februar, 14:00 Uhr in Sportgastein
Mitteldistanz: 13. Februar, 11:00 Uhr in Sportgastein
Eröffnung: 13. Februar, 20:00 Uhr in der Wallerseehalle Henndorf
Langdistanz: 15. Februar, 11:00 Uhr auf der Postalm/Strobl
Staffel: 16. Februar, 11:00 Uhr auf der Postalm/Strobl
Schlussfeier: 16. Februar, 20:30 Uhr in der Wallerseehalle Henndorf
Das Österreichische Team:
Damen -17:
Marlene Habenicht (SU Klagenfurt)
Eva-Maria Farkas (HSV Pinkafeld)
Julia Varga (LZ OMAHA)
Verena Aschacher (HSV Wr.Neustadt)
Herren -17:
Helmut Gremmel (HSV Pinkafeld)
Tobias Habenicht (SU Klagenfurt)
Robert Merl (ASKÖ Henndorf Orienteering)
Lukas Steurer (OLC Schwaz)
Damen -20:
Sara Habenicht (SU Klagenfurt)
Isabell Hechl (NF OLG Kitzbühel)
Elisa Elstner (ASKÖ Henndorf Orienteering)
Herren -20:
Thomas Lang (HSV Pinkafeld)
Thomas Schuh (HSV Pinkafeld)
Raphael Mallweger (NF Villach)
Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf Orienteering)
Die Streckencharakteristik:
Sprint:
die jüngste Disziplin, Spannung durch Minutenstart-Intervall, offenes
und leicht kupiertes Gelände im Talkessel von Sportgastein. Aufgrund
des überhöhten Starts schon sehr hohes Tempo zu Beginn, das benötigt
noch mehr Konzentration als sonst, um nicht schon zu Beginn durch
falsche Routenwahl gleich einmal 10-20 Sekunden zu verlieren, die
dann kaum mehr aufholbar sind. Es gibt viele Richtungsänderungen,
starken Gegnerkontakt, Laufzeiten 12-15 min, sowie höchste
Zuschauerfreundlichkeit - man sieht viel vom Laufgelände, viel Action
im Ziel - und der Bewerb ist aufgrund der Laufzeiten sehr kurz.
Mitteldistanz:
Laufzeiten um die 30min, dichtes bestehendes Loipennetz, hohes Tempo
und auch hier ist hohe Konzentration gefordert bei voller
Geschwindigkeit nicht die falsche Abzweigung zu nehmen. Das Gebiet in
Sportgastein ist größtenteils offen, viele Posten sind durch die
feinen Kuppen teilweise auf Entfernung sichtbar und verschwinden dann
wieder aus dem Sichtfeld. Feinorientierung und Micro-Routenwahl
zwischen den Kuppen ist gefragt. Ein steiler Anstieg und eine
schnelle Abfahrt sorgen für zusätzliche erhöhte Pulsfrequenz.
Langdistanz:
Auf der Postalm liegt der Schwerpunkt auf den Routenwahlen. Längere
Teilstrecken mit fein verspurten Geländepartien erschweren die
Aufgabe dabei ebenso, wie knifflige Waldposten und super-schnelle
Abfahrten. Die vielen zu bewältigenden Höhenmeter sind physisch sehr
fordernd. Laufzeiten: 50 bis 60 Minuten.
Staffel:
Die Staffel wird auf einem Teilabschnitt des Langdistanz-Gebietes
(Postalm) ausgetragen. Der Start bergauf erfordert viel Kraft. Die
Laufzeiten liegen bei 25 bis 30 Minuten. Häufiger Gegnerkontakt und
viele Gabelungen kennzeichnen den Bewerb.
Bericht über Verlegung
Fotos
SKI JWOC-EYOC 2007-Blog
SKI JWOC-EYOC 2007-Homepage
Florian Elstner
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