EOC Langdistanz Finale
7. Europameisterschaft im OL vom 25.Mai-2.Juni 2008 in Ventspils (Lettland)
Nach der Langdistanz Qualifikation vom Vortag wurde am Mittwoch, dem 28. Mai, das Finale über die Langdistanz in Liepene, Lettland, ausgetragen. Im A-Finale waren bei den Damen und Herren jeweils 51 LäuferInnen startberechtigt.
Sowohl körperlich als auch orientierungstechnisch wartete eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. Obwohl generell flach, war das Laufgebiet mit unzähligen Hügeln und Senken übersät. Zusätzlich waren große Teile der Laufstrecken durch stark bewachsene Flächen gelegt. An den Kräften zerrten vor allem die teilweise extrem tiefen und weiten Sümpfe. Des Öfteren fand man sich bis zu den Hüften im Wasser. Viele Betreuer waren sich einig. Diese Langdistanz war eine der schwierigsten die jemals ausgetragen wurde.
Die Herren hatten im A-Finale 16,9km mit 33 Kontrollposten zu bewältigen. Den besten Wettkampf legte an diesem Tag der Russe Dimitry Tsvetkov hin. Er gewann in 89 Minuten, 30 Sekunden vor dem Schweizer Daniel Hubmann, der den Drittplatzierten, Emil Wingstedt aus Schweden, um eine Sekunde distanzierte.
Felix Breitschädel (ASKÖ Henndorf) und Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) hatten sich als einzige Österreicher für das A-Finale qualifiziert. Beide zeigten einen guten aber nicht optimalen Lauf. So landete Kerschi auf Rang 41 und Felix auf Platz 44. Will man weiter vorne landen, darf man sich bei dieser starken Konkurrenz kaum Fehler erlauben.
Bei den Damen holte sich die Sprinteuropameisterin Anne Margrethe Hausken auch den Titel über die Langdistanz. Silber ging an die Russin Tatiana Riabkyna, Bronze an die Schwedin Emma Engstrand.
Nach dem wohlverdienten Ruhetag am Donnerstag werden Österreichs AthletenInnen alles versuchen um bei der Mitteldistanz Qualifikation am Freitag wieder A-Finalplätze zu erreichen.
Stimmen nach dem Wettkampf:
Gernot Kerschbaumer: "Das war heute wirklich eine enorme Herausforderung. Ich ging gut vorbereitet ins Rennen und fand auch einen guten Rhythmus. Eine gute Stunde blieb ich beinahe fehlerfrei. Als im letzten Viertel die Konzentration etwas nach lies, unterliefen mir leider zwei eher größere Fehler, was schon sehr ärgerlich war. Damit war eine bessere Platzierung futsch. Jetzt heißt es sich erholen und Kräfte für die ausstehenden Wettkämpfe sammeln."
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 Gernot Kerschbaumer
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Felix Breitschädel (O-Ton): "16.9km; Komplexe Geländeformen; tiefe Sümpfe; dichter Wald; frühe Startzeit. Die Beine waren in Ordnung, das Mittagessen zwar noch nicht verdaut, aber der Kopf war bereit. Mein Rennen fing gut an. Alles zusammen machte ich nur einen 40" Fehler im Postenraum bei 17. Der Rest war einwandfrei. Trotzdem wieder einmal nicht Europameister :-) . Die ersten ~10km lief ich einfach nicht offensiv genug. In diesem Gelände muss man permanent attackieren um das Tempo hoch zu halten. Ab Posten 18 bekam ich tschechischen Besuch (Jan Prochazka-17. und Jan Mrazek), von dort an war das Tempo höher. Dabei dachte ich mir: "Warum rennst ned alleine auch dieses Tempo?! Es geht ja!" Im Endeffekt bin ich mit meiner Orientierungsleistung sehr zufrieden – ich hatte Kontrolle und ein gutes Konzept. Für die nächste Langdistanz weiß ich, dass ich von Anfang an ein höheres Tempo anschlagen muss, selbst wenn's fast 17 km sind. ... Die Mitteldistanz erfordert allerdings wieder eine andere Taktik, aber die kommt am Freitag."
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 Felix Breitschädel
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Mit Sportgruß aus Ventspils
Richard Schuh
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