EOC: Qualifikation Mitteldistanz
7. Europameisterschaft im OL vom 25.Mai-2.Juni 2008 in Ventspils (Lettland)
In Jaunupe direkt am Meer ca. 20 km nördlich von Ventspils wurde am Freitag die Qualifikation für die Mitteldistanz bei der OL-EM ausgetragen.
Die Kriterien dieses Rennens waren exakt die Richtung zu halten, volles Tempo zu laufen, in Postennähe immer zu wissen, wo man sich genau befindet, und sich den Postenraum schon während dem Laufen vorstellen. Die Sicht war überraschender Weise sehr gut und die eingezeichneten Sümpfe waren zum Großteil ausgetrocknet.
Leider schaffte heute vom Österreichischen TEAM niemand den erhofften Finaleinzug. Alle machten Fehler deshalb blieb allen der erhoffte A-Finaleinzug verwehrt. Morgen nützten alle unsere AthletenInnen das B-Finale zu Trainingszwecken.
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 Thea Lillehov
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 Karin Leonhardt
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Kommentar unserer Athleten:
Felix Breitschädel:
Ich konnte mich nicht wie von mir erwartet vor dem ersten Posten bei der Hügelkette auffangen und kreiste daraufhin mehr als 1:30. Danach war aber die Konzentration voll da, die Beine umso schneller und der Lauf sehr gut. Ich habe bis ins Ziel an meine Chance geglaubt und dafür gekämpft, allerdings waren 3:05 Rücktand auf den Vorlaufsieger (Matthias Müller) rund 35 Sekunden zuviel. Schade. Positiv war, dass die Geschwindigkeit im Wald hoch war, das passt jedenfalls für die Staffel!
Gernot Kerschbaumer:
Ich startete voll konzentriert und motiviert in dieses Rennen. Bis Posten elf klappte alles ganz gut. Es schlichen sich zwar kleine Unsicherheiten ein, aber nichts Gröberes. Ich hatte meist gute Ablaufpunkte, von denen es keine Probleme bereitet hat die Posten zu finden. Jedoch verrutschte ich auf dem Weg zu Posten 12 mit dem Kompass auf der Karte und orientierte von 13 auf 14, anstatt von 11 auf 12. Beide Teilstrecken waren ca. gleich lang, gingen in die ähnliche Richtung und bei beiden war zuerst ein Sumpf zu durchqueren, danach eine Hügelkette und dann sollte bald der Posten auftauchen. Ich kam zwar auch bei Posten 12 vorbei, aber ich suchte nach der Kontrollnummer von Posten 14 und außerdem war Posten 14 ein Hügel und Posten 12 eine Senke. Egal, nach ca 4-5 Minuten hatte ich es endlich überrissen. Somit hieß es A-Finale adé. Ein großer Fehler schlich sich als Draufgabe noch ein und somit war auch der große Rückstand perfekt. Abhaken und an die Staffel denken.
Markus Lang:
Bis kurz vorm ersten Posten war die Welt noch in Ordnung. Das Lauftempo stimmte und ich wusste auch ganz genau wo ich war. Leider wieder einmal nur bis kurz vor dem Posten. Auch die nächsten Posten waren alles andere als optimal. Der nächste größere Fehler schlich sich zum Sechser ein. Danach folgte ein paar Posten wo alles so klappte wie ich es mir vorstellte. Ich wusste immer wo ich bin und die Posten flogen mir förmlich entgegen. Dieses Vergnügen endete wiederum zum vorletzten Posten. Ein leichter Richtungsfehler und das Suchen begann erneut.
Thomas Lang:
Die beiden anderen mit mir gleichzeitig Startenden liefen zwar mehr als 30° in eine andere Richtung, was mich etwas zum Nachdenken brachte, aber ich war doch richtig und fand den ersten Posten gleich. Das Rennen ging auch bis zum fünften Kontrollpunkt relativ gut weiter, aber beim sechsten suchte ich leider schon etwas zu früh, weil es schon so aussah, wie ich es mir im Postenraum vorstellte. Nach dem ersten Fehler merke ich immer wie schwere Beine ich eigentlich schon habe, aber ich konnte das Tempo mit Anstrengung noch aufrecht halten. Jedoch lief es technisch weniger gut und es schlichen sich einige kleinere und auch größere Fehler ein. Zum vorletzten Posten ist mir noch ein dummer Fehler unterlaufen, weil ich beim richtigen Posten war, aber eine andere Kontrollnummer im Kopf hatte.
Thea Lillehov:
Ich habe mich sehr auf dieses Rennen gefreut und bin mit Freude, aber zu viel Vorsicht in den Wald gegangen. Zum ersten Posten lief ich sehr langsam um ja keine Fehler zu machen und verlor hier schon einiges an Zeit. Den zweiten Posten suchte ich eine knappe Minute, was in diesem Gelände einfach zu viel ist. Auch bei zwei weiteren Posten zögerte ich bzw suchte kurz, was wiederum Zeitverluste mit sich führte. Die restlichen Posten lief ich ohne Probleme an. Im Grunde genommen war es kein schlechtes Rennen, ich machte keine großen Fehler, aber in diesem schnellen Gelände ist die Zeit schon beim Zögern sofort weg. Physisch war das Rennen okay.
Karin Leonhardt:
Ich ging leider mit einer ganz falschen Einstellung in dieses Rennen. Ich startete viel zu schnell für dieses irre schwere Gelände. Schon beim 2. Posten nahm ich vom Ablaufpunkt nicht die Richtung und wusste nicht mehr wo ich genau war – es sah alles gleich aus und obwohl ich hinaus auf den Weg rannte konnte ich mich ewig (!) nicht auffangen. Total unmotiviert von diesem riesigen Fehler (es hatten mich schon unzählige Leute überholt) kämpfte ich das restliche Rennen mit meiner Motivation nicht gleich aufzuhören aber rannte es nicht besonders schnell aber ohne größere weitere Fehler fertig.
Ergebnisse & Fotos
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Mit Sportgruß aus Ventspils
Richard Schuh
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