ISF-Schul-WM 2008 Mitteldistanz: Weitere Medaillen für Österreichs Schulteam
21.-27.April 2008 in Edinburgh (Schottland)
Bei etwas freundlicherem Wetter (Regen und Wind nur im letzten Drittel des Bewerbes) gab es bei der Mitteldistanz am 25.April weitere Medaillen für Österreich.
Ein besser belaufbares, aber orientierungstechnisch durchaus anspruchsvolles, meist halboffenes Gelände wurde von den Teilnehmer/-innen in ungeheurem Tempo bewältigt. Bei Siegerzeiten von etwa 5min/km Luftlinie bei den älteren Burschen und etwa 6min/km Luftlinie bei den älteren Mädchen wurde aus der Mitteldistanz eher ein etwas längerer Sprintbewerb.
Das konnte die Österreicher/-innen aber nicht erschüttern und Lucija Telisman und Julia Bauer holten zwei weitere (Bronze-)medaillen.
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 Lucija Telisman
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 Julia Bauer
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Wenn man bedenkt, dass Robert Merl (6. in der ganz starken H1 - Selected), Tobias Habenicht (8. in der H2 - Selected) und Sebastian Thier (7. in der H2 - Schulteams) auch lange Zeit auf Medaillenkurs lagen und dann trotz großer Fehler noch Top 10-Platzierungen erreichten, dann wäre noch viel mehr drinnen gewesen.
Weitere Top-20-Platzierungen erreichten Lisa Pacher (5. Schulteams D2), Anna Simkovics (8. Selected D2), Johannes Zechner (8. Schulteams H2), Marlene Habenicht (12. Selected D1), Eva Reisenhofer (12. Selected D2), Laurenz Elstner (13. Selected H2), Clarissa Kradischnig (14. Selected D1), Carina Thaler (14. Schulteams D2), Maren Herrgesell (14. Selected D2), Alexander Berger (15. Selected H2), Adrian Wickert (18. Selected H2) und Lena Grünberger (18. Selected D2). Hannah Lackner und Silvia Petritsch wären unter den ersten 10 gelandet, zogen aber beim letzten Posten den (langsamen) SI-Chip der Veranstalter zu schnell aus der Postenstation und mussten daher disqualifiziert werden.
Insgesamt eine klare Steigerung gegenüber der Langdistanz, aber es wird auch bei der Schul-WM immer schwieriger, ganz vorne zu landen. Sogar die Schwed/-innen mussten das nach Jahren der Überlegenheit zur Kenntnis nehmen und verloren ihre Spitzenposition an England. Österreich liegt erfreulicherweise nach wie vor im Spitzenfeld der Medaillengewinner, auch wenn diesmal keine Goldmedaille gelang.
Aber dennoch, mit drei weiteren Medaillen in den Teambewerben (2. Schulteams D2 - BG/BRG Kirchengasse Graz und jeweils 3. Selected D2 und H2) konnten wir insgesamt 7 Medaillengewinne verbuchen.
Schwierige Techniktrainings schon im Jugendalter und altersadäquate Entwicklung der Laufstärke sind die wichtigsten Schlussfolgerungen aus dem Vergleich mit den führenden Nationen im Schul-OL. Dass das durchaus leistbar ist, zeigten vor allem Julia Bauer und Robert Merl, die vom qualitativ hochwertigen Trainingskurs im Tessin in Höchstform zurückgekehrt in den beiden stärksten Kategorien zweimal unter die Top-6 laufen konnten (und dabei an beiden Tagen einen Großteil der schwedischen OL-Gymnasiasten hinter sich ließen).
Noch eine kritische Anmerkung zum Schluss: einerseits bot die Veranstaltung sowohl Karten als auch Bahnen vom Feinsten, die Infrastruktur (bei Regenwetter kein einziges Zelt für die Läufer/-innen im Start- und Zielbereich und bis zu zwei Stunden Wartezeit im Regen auf den Bustransport) erreichte allerdings nicht einmal das Niveau regionaler Wettkämpfe in Österreich. Da kann man nur hoffen, dass die Jugendlichen das Ganze als "Adventure" gesehen haben und sich nicht allzu viele erkältet haben.
Ergebnis
Fotos Mitteldistanz
ISF-Homepage
Günter Kradischnig
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