MTBO-WM Sprint: Silber für Michaela Gigon
Dichtes Wegenetz, hohes Tempo, Unmengen von Posten - die idealen Voraussetzungen für einen Traumstart in die WM-Woche.
Nur 4 Sekunden ist Michi Gigon an der Goldmedaille vorbeigeschrammt. Hana Bajtosová aus der Slowakei holte sich den Sieg, Dritte wurde Martina Tichovská aus Tschechien - ein Resultat, das auch aus der Ergebnisliste eines tschechischen Cups stammen könnte. Aber auch mannschaftlich waren die österreichischen Damen stark: Sonja Zinkl wurde 13. und Lisi Hohenwarter knapp dahinter 14.
Die Herren überzeugten ebenfalls. Andi Rief wurde 14., Tobias Breitschädel 15. und Christian Gigon 38. Die Goldmedaille holte sich Lasse Brun-Pedersen aus Dänemark, Silber ging an Jiri Hradil (Tschechien) und Bronze an Tönis Erm aus Estland.
Niemand blieb in dem anspruchsvollen Gelände fehlerfrei, auch nicht Silbermedaillengewinnerin Michi Gigon: "Ich bin gut gestartet und habe schon beim fünften Posten Christine Schaffner, die eine Minute vor mir gestartet ist, eingeholt. Dann war ich etwas unaufmerksam und habe zwei Fehler mit je über einer halben Minute gemacht. Nach dem Kartenwechsel war ich mit Christine Schaffner und Renata Paulicková im Nacken fast perfekt unterwegs."
Andi Rief zu seinem Lauf: "Der erste Posten war gleich mal der falsche, aber genau das hat mich zurück auf den Boden geholt. Zum Glück war der nicht weit vom richtigen und mit diesem Neustart quasi hörte ich auf schneller zu Fahren als zu Orientieren. Kurz vor dem Kartenwechsel wurde ich dann auch noch von Beat Schaffner eingeholt und konnte mich ihm anhängen, Busfahren ist zwar nicht nett, aber man kann ja trotzdem nicht einfach stehenbleiben und warten."
Tobias Breitschädel: "Angesichts des Ergebnisses sollte ich eigentlich zufrieden sein aber mein großes Ziel war ein Top Ten Platz, den ich ohne Fehler (davon einer mit 50 Sek.) leider locker erreicht hätte. Aber der Hättiwari is schon lang tot. Den Ruslan Gritsan hab ich in dem brutal schnellen Rennen zum 4. Platz gezogen und weiß jetzt dass ich körperlich mit den Besten mithalten kann. Morgen ist ein neuer Tag und da werd ich schon noch was auspacken können."
Ebenfalls einen guten Einstand lieferte das Juniorinnen-Team: Andrea Grün errang Platz 16, Tamara Heindl wurde 24. und Helena Reinisch holte Platz 34.
Sämtliche österreichische Junioren hingegen litten an diesem Tag leider an Leseschwäche und verwechselten die zwei sehr knapp beieinanderstehende Posten 31 und 61. Lukas Helminger und Martin Moser kostete dieser Fehler jeweils eine Top-10 Platzierung.
Sprint-Karte Damen 1.Teil
Sprint-Karte Damen 2.Teil
MTB-O WOC & JWOC Homepage
Lisi Hohenwarter und Hannes Irk
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