Weltcup Schweden - Thea Lillehov und Felix Breitschädel live dabei
Im Rahmen von O-Ringen fanden auch heuer wieder 3 Weltcup Läufe statt. Sprint, Lang und Mitteldistanz bildeten ein dichtes, aufregendes und sehr technisch anspruchsvolles Programm. Anpruchsvolle Bahnen, tausende Zuschauer und eine eindrucksvolle Kulisse in den Bergen rund um den Startort vom Vasalauf machten diese Woche zu einem Erlebnis.
Sonderstatus Weltcup Sprint
Den Anfang machte am Dienstag Abend der Sprint. Als Zielgebiet diente ein Skizentrum, das den ca. 10000 Zuschauern perfekten Überblick über die ersten 7 Laufminuten bot. Damen wie Herren starteten am Gegenhang und konnten so leicht im baumfreien Gelände beobachtet werden, so sah man unterschiedliche Routenwahlen und jeden Fehler. Trotz der technisch wie physisch anspruchsvollen Strecke gab es in beiden Klassen eine enorme Dichte. Thea verlor bei einem bergab Posten die Kontrolle und benötigte einige Minuten zum Auffangen - der 55. Rang (62 Starter) kam zum Schluss heraus. Bei Felix lief ein solides Rennen ohne gröbere Fehler und kam mit 2:18 Rückstand auf den ähnlichen 54. Endrang (96 Starter). Sieger bei diesem unvergesslichen Weltcup Sprint in der wohl spektakulärsten Naturarena wurden Peter Öberg (SWE) und Anne Margrethe Hausken (NOR).
Rauf und Runter -Langdistanz
Die Langdistanz am Mittwoch wird wohl als einer der landschaftlich schönsten in die Geschichtsbücher eingehen. Während leider ein Grossteil der übrigen O-Ringen Kategorien es nicht über die Baumgrenze schafften durften beide Weltcupklassen auch einen Teil im baumfreien Gelände genießen. 10.8km bzw 15.8km mit jeweils über 550HM verlangten den Teilnehmern alles ab. Viele Posten in feinen Grabensystemen - im offenen wie im weissen Wald waren neben den langen Routen die Rhythmusbrecher und forderten ständige Konzentration. Felix konnte ein fast perfektes Rennen abliefern - 50m Fehler bei einem Posten kann man durchaus entschuldigen - und wurde dafür mit 8 Weltcup Punkten belohnt. Es war dies der zweite 33. Rang (87 Starter) im Weltcup innerhalb einer Woche. Die Laufzeit von Felix betrug mit 1h 41 kapp 12' mehr als vom Sieger Tero Föhr(FIN). Bei Thea liesen die Kräfte schon nach, dennoch gab sie alles und kam auf den 49. Platz. Ann Margrethe Hausken bestätigte ihre weltmeisterliche Form und siegte erneut.
Einzigartige Mitteldistanz
Den Weg zum Start legten die meisten Teilnehmer mit dem Sessellift zurück, war dieser doch für alle Klassen 250HM über dem Zielgebiet auf einen offenen Plateau. Neben den detailreichen Gräbensystemen stellten tausende andere Läufer und zahlreiche 'falsche' Posten die Konzentrationsfähigkeit auf die Probe. In den Weltcupstrecken waren 6.1 bwz 6.9 km mit rund 190 positiven und 430 negativen Höhenmetern zu bewältigen. Daniel Hubmann unterbot die schon sehr niedrig erwartet Siegerzeit von 32 sportlichen Minuten um 22 Sekunden und verwies damit den Mitteldistanz Weltmeister Thierry Gueorgiou um kappe 3 Sekunden auf Rang 2. Die Dichte in diesem Rennen nahm neue Dimensionen an - lagen doch bis zu 19 Athleten in der gleichen Minute. Felix kam wiederum mit einem technisch perfekten, aber physisch zähen Rennen zu 4 hart erkämpften Weltcuppunkten. Er landete am 37. Rang (von 83.) mit rund 4 min Abstand zum Sieger. Auch Thea genoss den letzten Tag und konnte sich trotz leeren Batterien weiter steigern. Mit dem 45. Platz fehlte nicht viel auf die ersten WC-Punkte. Ein weiteres Mal demonstrierte Ann Margrethe Hausken dass der Sieg momentan nur über sie führt mit dem dritten Streich in Folge.
Resümee von Felix: Alle drei Rennen waren technisch sehr sauber. Mit ca. 80sek Fehler bei mehr als 2,5h Laufzeit (alle 3 Läufe zusammen) in diesem anspruchsvollen Gelände bin ich sehr zufrieden. Dass einem an der Weltspitze jedoch gar nichts geschenkt wird, sieht man, wenn man sich die engen Zeitabstände in der Ergebnistliste ansieht. Selten, dass es so eng hergegangen ist. Nach diesen zwei Wochen kommen jetzt erst einmal einige Tage Urlaub :)
Ergebnisse
Wettkampfkarten (Webseite von Østein Kvaal Østerbrø)
Felix Breitschädel
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