WOC Mitteldistanz
Weltmeisterschaft im OL vom 11.-20.Juli 2008 in Olomouc (Tschechien)
Nach der Entscheidung über die Sprintdistanz und der Qualifikation über die Langdistanz durften die AthletenInnen am Donnerstag, den 17. Juli 2008, ihr Können über die Mitteldistanz unter Beweis stellen. Wie beim Sprint wurden auch hier Qualifikation und Finale an nur einem Tag ausgetragen.
Am Vormittag wurde bei den Damen und Herren um die jeweils 45 Finalplätze gekämpft. In den drei Vorläufen kamen jeweils die schnellsten 15 weiter. Der Bahnleger machte es den AthletenInnen nicht einfach waren doch einige Posten in Steingebieten und viele im dicht bewachsenen Wald versteckt. Tiefe Sümpfe erschwerten zusätzlich die Belaufbarkeit.
Österreichs LäuferInnen gingen guter Dinge in den Wettkampf und versuchten alles um möglichst viele Finalplätze zu erreichen. Bei den Damen blieb das nötige OL-Glück leider aus und so scheiterten als jeweils 22. Ursula Polzer und Anita Seeböck. Michaela Gigon verfehlte als 17. knapp das Finale.
Bei den Herren konnten Felix Breitschädel als 13. und Gernot Kerschbaumer als 6. dank sehr guten technischen Leistungen ins Finale einziehen. Markus Lang fehlten als 21. lediglich eine Minute auf Platz 15, was zeigt, wie knapp die Entscheidungen waren.
Nach nur wenigen Stunden Pause wurde um 15 Uhr das Herrenfinale gestartet. Es war ein WM-würdiges Finale mit enormen technischen Herausforderungen, vor allem die vier Posten in der "Steinstadt", wo sich ein Stein an den anderen reihte und hohe Felsabbrüche das Gelände durchzogen, brachten manchen Athleten und später auch Athletin an den Rande der Verzweiflung. Zusätzlich galt es die kleineren Postenstandorte im Dickicht möglichst auf Anhieb zu finden.
Felix Breitschädel (ASKÖ Henndorf) ging relativ früh ins Rennen. Er legte einen grandiosen Start hin und war bei Posten 6 noch auf Rang 6 klassiert. In den Steinen, wo wohl kaum ein Athlet fehlerlos blieb, schlichen sich bei ihm zwei Fehler ein, die ihm jeweils eine Minute kosteten. Danach zeigte er einen sehr guten Lauf und konnte dank einer guten zweiten Hälfte schlussendlich noch den 33. Platz erlaufen, womit einige Weltcuppunkte auf seinem Konto landeten.
Mit Startnummer 28 startete Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) in dieses Mitteldistanz-Finale. Er zeigte von Anfang an einen guten Wettkampf und nahm in den technisch schwierigen Passagen das Tempo zurück, um lediglich wenige Sekunden anstatt mehreren Minuten zu verlieren. Bei den Zwischenzeitposten war er mit den bis dahin Führenden stets auf Tuchfühlung und konnte nach einem beherzten Schlussteil an dritter Stelle liegend ins Ziel einlaufen. Danach setzte sich der spannende Rennverlauf fort, bis es schlussendlich feststand. Der Sportler vom Heeresleistungssportzentrum Seebenstein hat wiederum eine hervorragende Leistung erzielt und mit dem 11. Endrang eine weitere internationale Spitzenplatzierung erreicht. Mit Platz 9 im Sprint und 11 über die Mitteldistanz hatte er alle Erwartungen übertroffen.
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 Felix Breitschädel
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 Gernot Kerschbaumer
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"Kerschi" meinte zu seinem Lauf: "Mit Qualifikation und Finale an einem Tag, einmal 26 und einmal 36 Minuten am Limit laufen, ist man am Ende physisch schon ziemlich kraftlos und erschöpft. Bis auf ein paar kleine Unsicherheiten in der "Steinstadt" gelang mir wieder ein technisch super Wettkampf. Bei Posten 9 konnte ich den Vize-Europameister überholen was mich zusätzlich motivierte. Vor allem im zweiten Streckenabschnitt blieb ich annähernd fehlerlos und versuchte alles aus meinen Beinen rauszuholen. Mit dem 11. Platz bin ich äußerst zufrieden."
Wie knapp die Entscheidungen waren zeigt die Tatsache, dass der Siebte nur 16 Sekunden vor Kerschbaumer und die drei Läufer ex aequo auf Platz 14 nur 14 Sekunden hinter ihm lagen.
Zum Weltmeister über die Mitteldistanz krönte sich abermals der Franzose Thierry Gueorgiou, vor dem Tschechen Michal Smola und dem Russen Valentin Novikov. Bei den Damen gab es einen überlegenen Sieg für die Finnin Minna Kauppi. Silber ging an die routinierte Schweizerin Vroni König-Salmi, Bronze an die Tschechin Radka Brozkova.
Resümee vom Trainerteam Dosek, Nilsson und Schuh: "Das Plansoll wurde bereits erfüllt. Über die Finalqualifikationen von Felix und Gernot waren wir sehr erfreut, schade dass Michaela und Markus relativ knapp scheiterten. Der 11. Platz von Gernot im Finale stimmte uns sehr glücklich. Wir sind stolz einen Weltklasseathleten in unseren Reihen zu haben. Auch Felix lief großteils ein tolles Rennen und holte Weltcuppunkte."
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Helmut Freitag, Agoston Dosek, Felix Breitschädel, Gernot Kerschbaumer, Richard Schuh, Gunnel Nilsson mit ÖFOL-Präsident Erich Simkovics
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Am Samstag steht das Langdistanzfinale am Programm, wo Markus Lang und Michaela Gigon die Ehre haben Österreich zu vertreten.
Ergebnisse, Splits & Karten
WM-Homepage
Mit Sportgruß aus Tschechien
Richard Schuh
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