WUOC: Langdistanz
16.World University Orienteering Championship vom 28.Juli-3.August 2008 in Tartu (Estland)
Am zweiten Entscheidungstag der Orientierungslauf Studenten-WM in Estland durften sich die LäuferInnen bei der Langdistanz durch estisches Sumpf- und Buschwerk kämpfen. Man war auf dichten Bewuchs und zahlreiche Sümpfe eingestellt, aber von den tatsächlichen Verhältnissen waren wenige angetan. Deswegen war es auch so wichtig bis zum Ende alles zu geben, auch wenn Fehler passiert waren, weil niemand fehlerfrei blieb. Durch die eingeschränkte Sicht und den dichten Bewuchs war genaues Kompasslaufen sehr schwierig, aber umso wichtiger.
Die Damen hatten 9,1km und 19 Kontrollposten zu bewältigen. Anita Seeböck (HSV Wr. Neustadt) lief ein passables Rennen, ließ sich trotz manches Fehlers nicht zu sehr irritieren und beendete das Rennen auf Rang 35. Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld) erwischte keinen guten Start, kam nie richtig mit der Karte zurecht und landete auf dem 61. Endrang. Dramatische Momente erlebte Ursula Polzer (SU Klagenfurt), als sich eine Läuferin unmittelbar neben ihr schwer verletzte. Sie zögerte keine Sekunde, gab ihren Lauf auf, um Hilfe im Zielgebiet zu organisieren. Später kam Markus Lang (HSV Pinkafeld) an der Verletzten vorbei und trug sie zu einem nahe gelegenen Haus. Er lief sein Rennen danach noch zu Ende, an eine gute Platzierung war aber natürlich nicht mehr zu denken.
Unschlagbar an diesem Tag bei den Damen war die Finnin Bodil Holmström. Sie siegte überlegen vor der Lettin Una Arama und einer weiteren Finnin, Heini Wennman. Wie schwierig es war kann man daran erkennen, wenn man bedenkt, dass die Langdistanzweltmeisterin von Tschechien Dana Brozkova neun Minuten auf die Siegerin verlor.
Bei den Herren waren 13,2km mit 25 Posten zu bewältigen. Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) konnte nach Fehlern zu Beginn einige Platzierungen gut machen, vergab aber zum 22. Posten einen möglichen 10. Platz. Ein größerer Fehler schmiss ihn auf Rang 18 zurück. Markus Lang kam trotz Rettungsaktion noch auf Platz 49, Wolfgang Siegert (WAT Wien), hatte im schwierigen Gelände auch seine Probleme und beendete den Wettkampf auf Rang 56. Wolfgang Kampel (ASKÖ Henndorf) konnte nach Magen- Darmproblemen den Wettkampf nicht zu Ende laufen.
"Das war heute ein harter Kampf mit mir selbst, der Karte und dem Gelände. So oft gestolpert wie heute bin ich selten bei einem Wettkampf. Der 18. Platz ist zwar nicht schlecht, aber es wäre viel mehr möglich gewesen", sagte Kerschi zu seinem Lauf.
Zum Studentenweltmeister über die Langdistanz krönte sich zum dritten Mal in Folge der Tscheche Michal Smola vor dem Schweizer Fabian Hertner und dem Russen Yury Masnyy.
Nun gilt es sich voll und ganz auf den am Freitag anstehenden Mitteldistanzbewerb vorzubereiten.
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Flinke Grüße aus Tartu
Gernot Kerschbaumer
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