CISM: Mitteldistanz
Voru (Estland) vom 14.-20.September 2009
Am zweiten Wettkampftag der Militärweltmeisterschaften im Orientierungslauf in Estland stand die Mitteldistanz am Programm. Dabei hatten sich die Männer über 5,4km mit 20 Kontrollposten und die Damen über 4,5km mit 17 Kontrollposten durch dicht bewachsenen estischen Wald zu kämpfen, der aber auch viele kleine Hügeln und Senken zu bieten hatte. Anders als bei der Langdistanz waren auch unzählige Sümpfe über den Wald verteilt, wo man durchaus bis zu den Knien einsinken konnte. Dort wo dichter Bewuchs war bzw. viel Fallholz den Waldboden säumte, war auch die Sicht stark eingeschränkt und umso wichtiger war es genauestens die Richtung mit dem Kompass zu halten. Hat man einmal die Orientierung verloren, ist es in diesem Gelände, wo alles sehr ähnlich aussieht, schwierig seine Position wieder zu bestimmen wodurch Sekunden bzw. Minuten verloren gehen. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren blieb kaum jemand fehlerfrei, wodurch ein spannender Rennverlauf gesichert war.
In einem Sekundenduell setzte sich bei den Herren abermals Daniel Hubmann aus der Schweiz (27:30) nur fünf Sekunden vor dem Russen Valentin Novikov (27:35) durch. Platz drei ging an den Schweizer Fabian Härtner (27:56). Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) startete sehr gut, zu Posten sieben unterlief ihm aber ein Zweiminutenfehler, wobei ihn auch Hubmann überlief. Danach passte wieder alles, aber die Topplatzierung war verloren und so kam er auf Platz 20 (30:38). "Das war heute ärgerlich. Es lief alles nahezu perfekt, bis auf den einen Posten. Aber so passiert das nun mal beim OL", meinte Kerschi nach dem Lauf.
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 Gernot Kerschbaumer auf Platz 20
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Die Abstände waren generell sehr knapp. Wolfgang Siegert (WAT) zeigte sich mit seinem Lauf zufrieden (33:06), der ihn auf Platz 38 brachte. Ebenso Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf), der Rang 57 belegte (35:08). Beide sind im ersten Elitejahr. Markus Lang (HSV Pinkafeld) verzeichnete den einen oder anderen Fehler und erreichte den 62. Endrang (37:03). Bei Thomas Lang (HSV Pinkafeld) schlichen sich leider auch größere Fehler ein, die ihn auf den 118. Rang (55:23) zurückwarfen. Emanuel Braun (HSV OL Wr. Neustadt) kam bei seinem CISM Debüt auf den 119. Rang (56:18).
Bei den Damen gab es mit Aija Skrastina (30:54) eine lettische Siegerin. Dahinter klassierten sich die Russinnen Julia Novikova (31:28) und Galina Vinogradova (31:58). Michaela Gigon (OLT Transdanubien) landete nach zwei großen und mehreren kleinen Fehlern auf dem für sie enttäuschenden 30. Rang (46:52).
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 Michaela Gigon auf Platz 30
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"Das Spitzenresultat blieb heute leider aus, aber mannschaftlich gesehen waren die Leistungen bei den Herren gut. Für die Mannschaftswertung, wo bei jedem Einzellauf die besten vier einer Nation gewertet werden, kamen wir auf den 9. Platz, was wir schon lange nicht mehr geschafft haben", resümierte das Betreuerteam.
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Mit Sportgruß
Richard Schuh
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 Christian Wartbichler
 Wolfgang Siegert
 Markus Lang
 Thomas Lang
 Emanuel Braun bei seinem CISM-Debüt
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