Offenes Trainingslager in Kumberg und Jugendkaderkurs in Doksy/Tschechien
Für die österreichische OL-Jugend war heuer ein äußerst aktiver Sommer. An die internationalen Titelkämpfe EYOC und JWOC schlossen sich Teilnahmen am schwedischen O-Ringen, der Jugend-Tio Mila, weiteren internationalen Wettkämpfen und an Trainingskursen in Finnland und Dänemark. Abgeschlossen wurde das Mammut-Angebot mit dem nun schon traditionellen Offenen Sommertrainingslager des ÖFOL und einem Auslandskurs des Jugendkaders. Wenn nun ausgiebig regeneriert wird, sollte einer erfolgreichen Herbstsaison nichts mehr im Wege stehen.
Unter der organisatorischen Leitung von Hannes Pacher und der fachkundigen Aufbereitung der Trainingseinheiten von Wolfgang Pötsch absolvierten die etwa 100 Teilnehmer beim Offenen Sommerlager in Kumberg und Umgebung fünf Einheiten und zwei Wettkämpfe.
Gabi Finder und Michael Melcher betreuten die Anfänger und mäßig Fortgeschrittenen, Hannes Pacher die OL-Kundigen, Gislind Berger, Günter Kradischnig und Gerald Mayrhofer den Jugendkader. Das Programm bestand aus Postennetz, Fun-Duathlon (sicher ein Highlight), Team- und Downhill-OL, Auffangübungen in mehreren Formen und einer Abschlussstaffel.
Da auch der Wettergott trotz mehrfach bedrohlichen Grollens nur eine einzige Gratis-Dusche schickte, konnten Teilnehmer und Veranstalter am Ende durchaus zufrieden bilanzieren. Selbstverständlich soll es auch nächstes Jahr wieder ein solches Trainingslager geben (Veranstalter gesucht!), bei dem LäuferInnen aller Könnensstufen und Altersgruppen spannende Tage miteinander verbringen können.
Schon ein paar Tage später machten sich LäuferInnen des Jugend- und Juniorenkaders nach Tschechien auf, um der OL-Technik im anspruchsvollen und landschaftlich beeindruckenden Sandsteingebiet den letzten Schliff zu geben. Für den Juniorenkader war es gleichzeitig eine spezifische Vorbereitung auf den JEC, der Ende Oktober südlich von Dresden in ähnlichem Terrain stattfindet. Der Kurs in Doksy wurde von Radek Novotny, dem tschechischen Nationaltrainer, organisiert, womit höchste Qualität gewährleistet war. Nach dem Motto "Enorm schwierig, dafür aber lang und steil" wurde den Teilnehmern physisch und technisch alles abverlangt. Mehrere Wettkampfformen für das Orientieren bei höchster Geschwindigkeit, garniert mit Schmetterlingsschlaufen, Gabelungen, Micro-Posten und reduzierten Kartenteilen zeigten recht deutlich, was man als SpitzenläuferIn so alles beherrschen sollte.
Neben den üblichen Vor- und Nachbesprechungen stellte Radek Novotny sein Wissen in zwei Vorträgen über Orientieren im Sandsteingebiet einerseits und Voraussetzungen (vor allem mentaler Art) für erfolgreiche OrientierungsläuferInnen andererseits zur Verfügung. Nach der Staffel in Zweier-Teams konnte mit der sehr positiven Bilanz: viel geplagt, viel gelernt, keine ernsthaften Verletzungen die Youth Team-Flagge eingeholt und die Heimreise angetreten werden.
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 Jugendkaderkurs in Tschechien
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Bericht Pötsch
Gerald Mayrhofer
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