MTB-O EM & JWOC: Rückblick auf ein Dänisches Sommermärchen!
Hillerode (DEN) vom 22.-28.Juni 2009
Leider konnte ich bei den für den Österreichischen OL-Verband erfolgreichsten internationalen Meisterschaften nicht dabei sein. Zu gerne hätte ich da mit unseren Athleten in Dänemark mitgefeiert. Ich war nicht direkt vor Ort, ziehe daher meine erste Bilanz nur aufgrund von Telefonaten und Ergebnissen aus dem Internet.
Die historische Dimension der Ereignisse der letzten Tage sind es wert, nocheinmal zusammengefasst und analysiert zu werden.
Das MTBO Nationalteam hat sich bei diesen Meisterschaften nochmals deutlich gesteigert, wobei die Messlatte durch die Erfolge der letzten Jahre schon außerordentlich hoch gewesen war. Mitunter gab es kritische Stimmen, dass viele Erfolge hauptverantwortlich nur auf eine Wettkämpferin zurückzuführen sind und das Herren Team nur vereinzelt Top-15 Platzierungen vorweisen konnte. Leider ist dann auch schon ein "Gewöhnungseffekt" dazugekommen. Jeder weitere WM-Titel von Michi Gigon wurde immer weniger gewürdigt und beklatscht, ja sogar gab es Entäuschung, wenn es nur Silber oder Bronzemedaillen wurden. Im alten ÖFOL Forum konnte man das ganz gut verfolgen und vergleichen. Rein quantitativ waren die Gratulationen und Rückmeldungen nach dem 4. Titel deutlich geringer als beim ersten Mal. Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Jeder weitere Titel macht die Bilanz noch einzigartiger, es gäbe noch viel mehr Grund das zu würdigen.
Trotz einer seit Jahren kontinuierlichen Steigerung, schafften die Herren durch den EM-Titel von Tobias Breitschädel erst im Vorjahr den Sprung in die internationale Spitze. Tobias konnte seinen Erfolg heuer durch Silber auf der Mitteldistanz sensationell bestätigen. Bernhard, Andi und Christian wissen, dass solche Erfolge auch für Sie realistisch sein können. Sie sind knapper dran denn je!
Das alleine hätte schon gereicht, zufrieden zu sein. Jetzt schafft dann noch Kevin bei der gleichzeitig ausgetragenen Junioren WM den Titel auf der Langdistanz. Kevin hat sich heuer im Vergleich zum Vorjahr noch deutlich gesteigert. Am Bike ist er einer der besten. Zuletzt hat er aber auch enorme mentale Stärke bewiesen. Die technischen Fehler werden immer weniger, sein Potential kann er daher immer mehr umsetzen. Im direkten Vergleich kann er mit dem (sehr starken) Elite-Team schon mithalten.
Eine weitere positive Überraschung der EM in Dänemark war der kometenhafte Aufstieg von Sonja Zinkl. Zwei mal Platz 4, einmal Silber und einmal Staffel-Silber. Jetzt hat sogar Michi eine Mitstreiterin im eigenen Team um die Einzelmedaillen bekommen!
Gratulation an alle Sportler und an alle, die am Erfolg mithelfen konnten!
- Erstmals gab es für ein Österreichisches Team bei Internationalen Meisterschaften Medaillen in Einzeldisziplinen für 4 unterschiedliche Athleten, in Summe 6 Einzelmedaillen, davon 1 EM und 1 WM Titel! Die Damenstaffel musste sich nur äußerst knapp geschlagen geben.
- Das Österreichische Team gehörte zu den Top-Teams in der Medaillenbilanz.
- Bei den Damen gab es keine einzige Siegerehrung ohne Österreichische Beteiligung!
- Ausnahmslos jeder im nominierten Team ist zu internationalen Spitzenleistungen fähig, es gibt niemanden der leistungsmäßig abfällt!
- Erfolge bei Jugend und Junioren sichern die weitere zukünftige Entwicklung!
- Die Erfolgesmeldungen gelangten zeitgerecht nach Österreich und erreichten in Tageszeitungen, Hörfunk und Teletext die Bevölkerung!
- Der Österreichische OL-Verband bekommt in nur einer Woche eine Vielzahl von Erfolgen, die für die Kommunikation mit Förderstellen und Sponsorpartnern extrem wichtig und wertvoll sind!
Ich bin am heutigen Tag sehr stolz, dass die in Dänemark erfolgreichen Sportler des Österr. Nationalteams schon frühzeitig erkannt haben, welcher Weg für einen internationalen Erfolg eingeschlagen werden muss und dass diese Hartnäckigkeit und Konsequenz nun endlich auf breiter Basis belohnt werden konnte.
Thomas Wieser
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