SkiOL Austria Cup 2009: ein Rückblick
Resümee:
Die heurige Saison begann Mitte Dezember mit einem Nachtragsbewerb (ÖM Lang'08) und endete Mitte Februar mit einer Absage (Ski-OL-Staffel´09). Insgesamt gab es also 7 Einzelevents aufgeteilt auf 4 Wochenenden, durchgeführt von 3 Vereinen, da die NF Linz 2 Wochenenden organisierten (Tauplitzalm und Ulrichsberg). Dazu kommen noch die NF Steiermark (Ganz-Mürzzuschlag) und der ASKÖ Henndorf (Postalm). Demnach wird die kommende Saison wieder mit einem Nachtragsbewerb beginnen.
Insgesamt gab es heuer 209 Austria Cup-Starter in 6 Einzelbewerben. Im Durchschnitt starteten heuer 109 Läufer pro Bewerb, im Vorjahr waren dies noch 122! Obwohl die heurige Ski-OL-Saison in puncto AC-Teilnehmer [TN] nicht an die tollen Teilnehmerzahlen [TNZ] der Jahre 2008 [241 TN - Rekordmarke] und 2006 [228 TN] herankam, gab es dennoch einige Meilensteine, die in diesem Winter gesetzt wurden.
Zum einen die World-Masters auf der Postalm organisiert vom ASKÖ Henndorf: hier waren ca. 430 Teilnehmer aus 23 Nationen gemeldet und dann auch ca.400 Läufer[innen] wirklich am Start der 3 Bewerbe: SkiO-Tour 3 / World-Masters / Austria-Cup.
Zum anderen 405 Meldungen beim 3-Länder-Event (3x Landes-MS: TCH, DEU, AUT) in Ulrichsberg durchgeführt von den Naturfreunden Linz mit ca. 380 Startern. Vor allem die Teilnehmerzahl bei den tschechischen Middle-Distanz-MS am 31.Jänner sticht ins Auge und lässt uns vor Neid erblassen: in der H21E 51 gewertete Läufer bzw. D21E 31 Läuferinnen!
Die meisten Österreicher (131 ÖFOL-Mitglieder) waren jedoch beim 3.AC – gleichzeitig vorgezogenen Jugend- & Junioren Langdistanz-MS – auf der Postalm/Sbg am 12.Jänner mit dabei. Jene Läufer[innen] fehlten dann leider auch beim SkiOL-Weekend im LL-Zentrum Schöneben/OÖ. Hier gab es beim 4.AC am 31.Jänner mit nur 85 Österreichern leider eine "Negativbestleistung". Nur bei Ranglistenbewerben im Ausland nahmen in der Vergangenheit ähnlich wenig Läufer[innen] teil. Mit ein Grund war natürlich auch die parallel stattfindende JWOC+EYOC in Schweden. Doch rechnet man die ca. 20 Jugendkaderläufer, mit Betreuern und Familien hinzu, kommt man auf höchstens 20 Personen. Diese zu den Meldungen hinzugezählt ergeben eine Summe knapp über 100 TN! Und hier fehlen auch nocheinmal ca. 30-40 Läufer auf das derzeitige Läuferpotential. Es stellt sich die Frage, wo sind diese Läufer bloß geblieben?
Gegenüber der Bestmarke des letzten Winters 2007/08 mit 168 Teilnehmern in Wald-Tregelwang (Dez.2007) bzw. 161 Teilnehmern in Altenmarkt (Jan. 2006) ist diese Zahl doch um vieles geringer. In Wald am Schoberpass waren damals beim Staffelbewerb bereits 140 Österreicher mit dabei, eine Teilnehmerzahl die heuer leider nie erreicht werden konnte! Für die SkiOL-Verantwortlichen gilt es als erstes einmal Ursachenforschung zu betreiben und diese Saison gründlichst zu analysieren. Vor allem stellt sich die Frage: "wo sind die ganzen Ski-OLer der vorangegangenen Saison geblieben?
Eine attraktive Terminplanung unter Ausnützung der beliebtesten Termine sollte in der kommenden Saison dazu beitragen, wieder mehr Ski-OLer zum Mitmachen zu motivieren. Zu diesen beliebtesten Terminen zählt ein Ski-Opening-Termin Anfang-Mitte Dezember und zumindest ein Wettkampfwochenende in den Weihnachtsferien. Wettkampf-Termine, die mit dem Beginn der Semesterferien in Wien+NÖ zusammenfallen (so wie heuer in Ulrichsberg), haben sich statistisch in der Vergangenheit schon immer als extrem teilnehmerhemmend erwiesen! Vielleicht liegt darin die wahre Ursache für die geringe TNZ bei der Langdistanz-MS im nördlichen Oberösterreich. Auch ist eine gute regionale Verteilung der Ski-OL-Bewerbe von wesentlicher Bedeutung.
Zum Sportlichen:
Auch heuer wurde wieder in 17 Kategorien um den Gesamtsieg im Austria Cup gekämpft. Von den 6 durchgeführten Bewerben zählten die 4 besten Resultate zur Gesamtwertung, der Rest waren durchaus wertvolle Streichresultate, die in zumindest einer Klasse den Ausschlag gaben. Die Sieger des Ski-OL-AC 2009 kommen heuer 6 verschiedenen Bundesländern.
Die meisten Sieger kommen aus dem Burgenland: der BOLV (4968 Pkt.) hat demnach auch die Bundesländerwertung vor Kärnten (4811 Pkt.) und der Steiermark (4155 Pkt.) gewonnen.
Von den 5 BOLV-Siegern stammen gleich 4 vom LZ OMAHA (Sonja Zinkl/DElite, Stephan Varga/HElite, Michaela und Simon Kugler H/D15-17] und einer vom HSV Pinkafeld (Helmut Gremmel/H18-20). Das heißt die beiden Elitesieger starten für den gleichen Verein. Für Sonja Zinkl ist dies bereits der vierte AC-Gesamtsieg, für Stephan Varga auch schon der dritte. Die beiden Geschwister Kugler haben in der Jugendklasse das siegreiche Geschwisterpaar 2008 Tobias + Marlene Habenicht somit interfamiliär abgelöst.
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 Stephan Varga und Sonja Zinkl
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Auch der HSV OL Wr.Neustadt bzw. der NOLV kann sich über 4 Cupsieger freuen. Dazu gehört Gisa Linhart/D18-20, Michael Stockmayer/H35-, Traude & ihr Sohn Roland Fesselhofer/ D55- bzw. H-Kurz. Interessant vor allem der knappe Sieg von Michael Stockmayer in der H35-Klasse. Er beendete die Saison zwar punktegleich mit dem Seriensieger der letzten Jahre Dieter Mikula (SU Klagenfurt), allerdings hat der Klagenfurter die schlechteren Streichresultate aufzuweisen. Da es gemäß SkiOL-Reglement keine ex aequo Platzierung in der Gesamtwertung gibt, geht der Sieg an den Niederösterreicher.
Trotzdem gehen 3 Gesamtsiege noch nach Kärnten: 2 an den HSV Klagenfurt-helvetia durch den Seniorenweltmeister Curt Maier/H65- und durch Willi Fischer/H45-. Der Sieg in der jüngsten Damenkategorie D-14 geht durch Lisa Pirker an die NF Villach.
Interessantes hierzu: während die Sieger in 7 Kategorien das Punktemaximum von 200 Punkten erreichen konnten, gab es in der H45- durch Willi Fischer einen Sieg mit absoluten Punkteminimum. Bemerkenswert ist auch, dass er der einzige AC-Sieger ist, der kein Einzelrennen gewinnen konnte! Erst mit einem 3.Platz im abschließenden Sprintbewerb konnte er die 4 nötigen Wertungsresultate zusammenbekommen. Mit 156 Punkten liegt er nur 2 Punkte vor Klaus Krischan (SU Seckau/ 154 Pkt.) der seine Siegeschancen mit 2 Disqualifikationen in den letzten beiden Bewerben vergab.
Auch der StOLV konnte zufrieden mit 3 SkiOL-Cupsiegern bilanzieren: Markus Finder (HSV Graz/H-14), Irmgard Spandl (NF Steiermark/D45-) und Sona Pötsch (DKurz/SU Schöckl).
In der H-14 kann man feststellen, dass hier nicht der beste Ski-OLer, jedoch der fleissigste Punktesammler gewonnen hat. D.h. nicht nur gewinnen, sondern auch teilnehmen ist wichtig, was vor allem unabdinglich für jeden Ski-OL-Veranstalter ist.
Das derzeit beste heimische SkiOL-Talent Rafael Dobnik (OLCU Viktring) gewann zwar 3 Bewerbe, war jedoch an 2 Wochenenden krank und hatte daher keine Gelegenheit den Gesamtsieg zu erringen. Dies wird er aber im kommenden Winter sicherlich nachholen, ist er doch auch im kommenden Jahr noch in der H-14 startberechtigt.
Je 1 Gesamtsieg geht noch in die Bundesländer Oberösterreich und Wien. Seniorenweltmeister Josef Hones (HSV Ried) in der H55- und Gabriele Finder (OLC Wienerwald) in der D35- holten sich hier den Gesamtsieg.
Leer geht diesmal Tirol aus, das ja im letzten Winter gleich 3 Sieger stellen konnte, vor allem wegen der geringen Teilnahme an den einzelnen Bewerben.
Spannend wie nie zuvor entwickelte sich der Ski-OL-Vereinscup. Zwei Vereine prägten diese Wertung, nämlich der LZ OMAHA und der HSV OL-Wr.Neustadt. Hier wurden alle 7 in diesem Winter durchgeführten Bewerbe gewertet und die errungenen Punkte aufsummiert. (6xAC-09 + Nachtrag Long'08). 4 mal waren die Niederösterreicher, hingegen nur 3 mal waren die Burgenländer bester Verein. Die Führung in diesem Bewerb wechselte mehrmals. Schließlich gaben 2 Dinge den Ausschlag zugunsten der Niederösterreicher und zulasten der Burgenländer.
Zum Einen waren 3 wichtige "Punktelieferanten" des LZ OMAHA nicht in Ulrichsberg (4.+5.AC) mit dabei (S.+M.Kugler + L.Pacher), da sie für Österreich bei der Jugend-EM in Grönklitt starteten, wogegen die Niederösterreichern derzeit leider keine SkiOL-Jugendkaderläufer aufbieten können.
Zum Anderen die Disqualifikation der beiden LZ OMAHA-Läuferinnen Zinkl + Hochwarter bei der abschließenden ÖM-Sprint. Auch hier gingen dadurch mind. 90 Punkte verloren. Dies alles bewirkte, dass der HSV OL Wr.Neustadt mit 3577 Punkten die Vereinswertung mit 78 Punkten Vorsprung auf den LZ OMAHA (3499 Pkt.) gewann.
Das fast unerschöpfliche Repertoire an Seniorenläufer[innen] gab hier zugunsten der NÖ den Ausschlag. Im Vergleich: der LZ OMAHA brachten insgesamt 20 Läufer in die AC-Wertung, die Wr.Neustädter scheinen mit gleich 31 Läufer in der Gesamtwertung auf. Am nächsten kommt hier noch der "Aufsteiger des Jahres"“ mit 16 Startern: der HSV Ried aus Oberösterreich. Der HSV Ried belegte in der Gesamtwertung mit 1795 Punkten den 3.Platz und das obwohl beim abschließenden Sprint in Mürzzuschlag kein einziger Rieder am Start war. Die Läufer zogen anscheinend einen Start beim "Böhmerwald-Ski-Langlauf" in Schöneben bzw. beim Volkslanglauf "Koasalauf" in Tirol vor. Auf den Plätzen 4. und 5. folgen noch der OLC Wienerwald (1693 Pkt.) und der HSV Klagenfurt (1545 Pkt.) als bester Kärntner Verein.
Endwertung Austria Cup
Ski-OL-Koordinator
Michael Melcher
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