Ski-O Tour Teil 3: Schweiz
Den Auftakt zur letzten Station der SkiO-Tour bildete der Sprint auf der Karte Langis (Nähe Luzern) in der Schweiz. Die Distanzen für die Herren und Damen bewegten sich um die 3km mit 120 HM. Dabei gab es 15 Posten für die Herren und 14 für die Damen. Leider hatten die Österreicher bei der Auslosung der Startreihenfolge kein Glück und wurden vorne ausgelost. Da ein Großteil des Wettkampfgebietes von der Aufwärmspur einsehbar war hatten die Läufer mit späteren Startzeiten nicht nur den Vorteil der bereits offenen Abschneider, sondern auch jenen der einfacheren Routenwahlen. Unbeeindruckt von der Benachteiligung lief Sonja Zinkl ein starkes Rennen. Raphael Mallweger musste den Sprint eröffnen, was aufgrund der vorher genannten Punkte ein großer Nachteil war. Stephan Varga hielt mit den früh gestarteten Läufern gut mit, verlor aber auf die spät gestartete Elite viel Zeit.
|
 |
Sonja Zinkl: "Während des Wettkampfes hatte ich keine Vergleichsmöglichkeiten, weil ich als erste DE-Starterin gestartet bin und auch hinter mir lange keine Läuferin nachkam. Ich machte eigentlich keine Fehler – eventuell einige kleine Routenwahlen, die nicht viel Zeit kosteten. Nachholbedarf habe ich auf den engen Spuren, die ich eher "gestolpert" als gelaufen bin. Sonst bin ich sehr zufrieden mit meinem Lauf."
Stephan Varga: "Bereits nach dem dritten Posten bin ich auf den vor mir gestarteten Tschechen aufgelaufen. Leider brachte mich dieser dann aus der Konzentration und ich machte einige Orientierungsfehler und blieb mit dem vor mir gestarteten Läufer bis ins Ziel zusammen.
Raphael Mallweger: Ein schwerer Sturz auf dem Weg zum ersten Posten brachte mich etwas aus dem Konzept. Im weiteren Verlauf des Rennens musste ich viele Abschneider "eröffnen", was mich sehr viel Zeit gekostet hat. Ein Fehler auf der ersten langen Routenwahl trug das seinige zu dem sehr großen Zeitrückstand bei. Außerdem hatte ich Probleme auf den sehr brüchigen Skooter-Spuren einen schnellen Rhythmus zu finden.
Am letzten Tag der Tour war ein Verfolgungsstart auf dem Programm. Hierzu wurden die einzelnen Laufzeiten auf eine Laufzeit von ca. 55 Minuten umgerechnet und addiert. Im daraus entstandenen Zeitrückstand wurde am letzten Tag gestartet. Leider war mit Raphael Mallweger nur ein österreichischer Starter in der Tour-Wertung und dieser hatte einen Rückstand von über einer Stunde. Sonja Zinkl und Stephan Varga hatten bereits bei der Langstrecke in Italien verstempelt und wurden daher disqualifiziert. Alle Läufer, die mehr als eine Stunde hinter dem Spitzenläufer waren, oder im Laufe der Tour ein ungültiges Ergebnis hatten, wurden im Minutenintervall losgeschickt.
Das Kriterium am letzten Tour-Tag war das Lesen der Karte. Auf einer Laufstrecke von ca. 7km waren 30 Posten (bei den Damen 28 Posten) zu bewältigen. Damit nicht alle Läufer dieselbe Strecke liefen, wurde ein Schmetterling eingebaut. Der bis zu diesem Zeitpunkt führende Tscheche Ondrej Vodrazka verletzte sich und musste aufgeben. Damit war der Weg frei für Eduard Khrennikov, der vor Erik Rost und Eiwind Tonna siegte. Bei den Damen ging der Sieg nach Schweden an Helene Söderlund vor Olga Novakova und Hannele Tonna. Als einziger Österreicher kam Raphael Mallweger in die Tour-Wertung.
|
 Varga, Zinkl, Mallweger |
Resümee: Die an der Tour gestarteten ÖsterreicherInnen waren mit den orientierungstechnischen Anforderungen der einzelnen Läufe sehr zufrieden. Die gesamte Tour war aus Sicht der Sportler ein voller Erfolg, und es wurden alle TeilnehmerInnen mit 2 Langstrecken, 2 Mittelstrecken und 2 Sprints sowohl körperlich, als auch orientierungstechnisch gefordert. Die nächste Tour ist für 2011 geplant. Sonja Zinkl und Stephan Varga konnten diese Woche als gute Vorbereitung für die bevorstehende WM Anfang März in Japan nutzen.
Ergebnisse
Sonja Zinkl
|