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Selbstbewusst und offensiv: Tiomila
15-19.April 2009 in Schweden
Ein großer Höhepunkt der unter dem Motto "Selbstbewusst und offensiv" angebotenen Trainingskurse war die Teilnahme an der Tiomila, die alljährlich in Schweden stattfindet und heuer von 18.-19. April in Perstorp/Skåne veranstaltet wurde. Um uns optimal auf das schwedische Gelände vorbereiten zu können, reisten wir – Ursula Kadan, Stephanie Killmann, Marlene Habenicht, Gislind Berger, Agnes Harreither und Damentrainerin Gunnel Nilsson, zusammen mit Ursula Polzer, die für OK Ravinen am Start sein würde, und Martin Binder (Helsingin Suunnistajat) – schon am Mittwoch vor der Tiomila an.
Zunächst blieben wir eineinhalb Tage in Göteborg, wo wir noch am Mittwochabend gemeinsam mit dem schwedischen Verein Göteborg Majorna OK ein recht schnelles Training (OL-Intervalle) absolvierten. Bei diesem Training waren außer uns noch einige andere Österreicher mit dabei, die ebenfalls bei der Tiomila liefen: Erik Simkovics, Henrik Sulz, Sandro Schachner und Christian Wartbichler. Stephi Killmann verletzte sich leider gleich zu Beginn und musste deshalb nicht nur das Training abbrechen, sondern konnte auch die ganze restliche Woche nur zuschauen. Am Donnerstagvormittag trainierten wir auf der Karte, auf der bei der JWOC 2008 die Mitteldistanz stattgefunden hatte. Das war zwar ein komplett anderer Geländetyp als uns bei der Tiomila erwartete, aber zweifelsohne ein technisch anspruchsvolles und sehr interessantes Training.
Danach verließen wir Göteborg und machten uns auf den Weg in den Süden Richtung Perstorp, besichtigten unterwegs den Ort und die Festung Varberg und kamen schließlich am späteren Nachmittag bei unserem Quartier in Ljungbyhed an. Auch hier standen wieder zwei OL-Trainings am Programm, diesmal schlossen sich uns Wolfgang Kampel und Manuel Gassner an. Der erste Eindruck vom Wald: nicht unbedingt typisch schwedisch, eher wie eine Mischung aus Schweden und Wienerwald (nur nicht so steil wie im Wienerwald, sondern eben viele kleinere Hügel). Am Freitagnachmittag fuhren Ursula (Kadan), Agnes, Gislind und Gunnel zum Elitseriesprint nach Helsingborg, bei dem Ursi in Elite 2 und Agnes in einer offenen Kategorie starteten. Die anderen legten währenddessen noch eine weitere Trainingseinheit im Wald ein.
Noch ein letztes Mal schlafen ...
Endlich war es so weit. Der große Tag begann schon einmal vielversprechend: ein sonniger und für schwedische Verhältnisse vorerst auch angenehm warmer Samstag. Dass die Atmosphäre allgemein etwas angespannter war als in den letzten Tagen, konnte man aber bereits beim Frühstück spüren. Gegen Mittag brachen wir voller Motivation und Vorfreude zum Wettkampfzentrum auf und machten es uns auf der Wiese mit bester Sicht auf Zuschauerposten und Zieleinlauf gemütlich.
Die Schweizerin Lucie Babel sprang für Stephi Killmann ein, sodass die endgültige Aufstellung unserer Staffel, OK Wien 1, folgendermaßen aussah:
1. Ursula Kadan (7,5km)
2. Marlene Habenicht (7,5km)
3. Gislind Berger (5,0km)
4. Lucie Babel (7,5km)
5. Agnes Harreither (9,5km)
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 Start Damenbewerb
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Um 13:45 fiel der Startschuss zum Damenrennen. Ursi lief ausgezeichnet und kehrte mit nur geringem Rückstand auf die führenden Staffeln zurück. Auch die weiteren Läuferinnen zeigten ausnahmslos sehr gute Leistungen, sodass wir letzten Endes alle überaus zufrieden sein können. Die Stimmung war unbeschreiblich, wir konnten den Wettkampf ebenso wie das Zuschauen wirklich genießen.
Ergebnis:
130 641 OK Wien 1 05:00:33
Ursula Kadan 0:49:07 60 AAAAB 00:49:07 60
Marlene Habenicht 0:58:46 156 BBBBA 01:47:53 109
Gislind Berger 0:44:52 135 02:32:45 124
Lucie Babel 0:58:35 106 1BBB 03:31:20 105
Agnes Harreither 1:29:13 221 2AAA 05:00:33 130
Nachdem auch unsere Schlussläuferin wieder im Ziel war, fuhren wir schnell zum Duschen ins Quartier, um nur wenig später rechtzeitig zum Start der Herrenstaffeln wieder zum Ort des Geschehens zurückzukehren. Mittlerweile war es deutlich kälter geworden, in der Nacht fielen die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt.
Pünktlich um 21:30 erneut ein lauter Knall, danach stürmten die Startläufer der weit über 300 Staffeln in den Wald. Zurück kamen sie schneller als erwartet, wobei natürlich besonders erfreulich war, dass Gernot Kerschbaumer (Helsingin Suunnistajat) als erster ins Ziel zurückkehrte.
Während es für die Männer jetzt erst richtig losging, konnten wir uns schon erholen und schlafen gehen, aber die Nacht war nur kurz: um 5:00 saßen wir wieder im Bus, um uns noch den Zieleinlauf der 9. und 10. Läufer anschauen zu können, bevor wir uns wieder auf die Heimreise machten.
Alles in allem war es eine ausgesprochen schöne, erlebnisreiche und intensive Woche, aus der ich – und ich denke, auch alle anderen – sehr viel mitnehmen können. Vielen Dank an Gunnel, die sich so engagiert um das Damenprojekt "Selbstbewusst und offensiv" bemüht und uns die Teilnahme an der Tiomila ermöglicht hat.
Weitere Tiomila-Berichte:
Bericht Gernot Kerschbaumer (engl.)
Bericht Erik Simkovics
Bericht O-Freaks (engl.)
Fotos
Agnes Harreither
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 Stephanie Killmann



Zieleinlauf
Gernot Kerschbaumer auf der Vidiwall
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