Weltmeisterschaft Quali Langdistanz: Knapp vorbei ...
16.-23.August 2009 in Miskolc (Ungarn)
Am zweiten Wettkampftag der Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in Ungarn kam die Qualifikation über die Langdistanz zur Austragung. Bei diesem Wettkampf hatten die Damen 6,7 km Luftlinie mit 300 Höhenmetern zu bewältigen, die Herren 10,5 km mit 430 Höhenmetern.
Vor allem physische Stärke war bei den vielen Anstiegen an diesem Tag gefragt. Da die Zeitabstände erwartungsgemäß eher gering ausfielen, war auch klar, dass Österreichs Läufern/innen keine Fehler passieren durften, wollte man das Finale erreichen.
Österreichs Damen blieb leider aber auch heute ein Finalplatz verwehrt. Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld) kam in ihrem Vorlauf auf Platz 20, Anita Seeböck (HSV OL Wr. Neustadt) auf Platz 21 und Thea Lillehov (SU Klagenfurt) auf Platz 23. Die drei Vorlaufsiegerinnen hießen Minna Kauppi (FIN), Simone Niggli (SUI) und Marianne Andersen (NOR).
Bei den Herren landeten Österreichs WM-Debütanten Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf) und Wolfgang Siegert (WAT) auf den Rängen 23 und 24 in ihren Vorläufen und verpassten somit ebenfalls klar das Finale, für das sich wiederum die schnellsten 15 eines jeden Vorlaufes qualifizierten.
Markus Lang (HSV Pinkafeld) war lange Zeit auf Finalkurs, doch Fehler im letzten Streckendrittel kosteten ihm wertvolle Sekunden, die ihn schlussendlich auf den undankbaren 16. Platz zurückwarfen (65:14). In seinem Vorlauf war die schnellste Zeit von Graham Gristwood (GBR) 60:05. Um Platz 15 zu erreichen durfte man lediglich 5% verlieren. Mats Haldin (FIN) verbuchte diesen mit einer Laufzeit von 63:27 für sich.
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 Markus Lang
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Die beiden anderen Vorlaufsieger stellten die Schweiz mit Baptiste Rollier und Frankreich mit Thierry Gueorgiou, "the king of middle distance", der sich diesmal auch über die Langdistanz viel vorgenommen hat.
"Das ist ein bitterer Tag für uns heute. Alle unsere Läufer und Läuferinnen, haben alles gegeben, aber es hat leider nicht gereicht. Für Markus ist das sehr hart, aber im Sport liegen Sieg und Niederlage knapp beisammen", so das Betreuerteam.
Am Mittwoch werden mit dem Finallauf über die Mitteldistanz die ersten Medaillen vergeben.
Resümee der einzelnen Läufer:
Karin Leonhardt:
Vom Gefühl her war es heute viel besser als gestern, ich konnte mich gut auf meine technischen Ziele konzentrieren – große Fehler blieben aus, was fürs Gefühl sehr gut war. Einige kleinere Fehler passierten leider trotzdem, zum Finale hätte ich einen wirklich perfekten Lauf gebraucht, der mir nicht gelang. Trotzdem bin ich deutlich zufriedener als gestern und gehe mit einem guten Gefühl in den Sprint am Donnerstag.
Thea Lillehov:
Mein Ziel war die A-Finale zu erreichen, was mir nicht gelungen ist. Trotzdem bin ich mit dem Lauf zufrieden, da es technisch OK war und physisch sehr gut war. Ich konnte Heute mein Konzept durchführen und die Konzentration den ganzen Lauf hochhalten, was mich sehr freut. Dass es mir im läuferischen Bereich nach der langwierige Verletzung im Frühjahr noch an einiges fehlt, war mir schon klar, ich bin aber froh, dass die Form trotzdem stimmt. Das stimmt mich für den Sprint und die Staffel zuversichtlich.
Anita Seeböck:
Der Lauf verlief für mich, aus technischer Sicht, besser als die Mittel- Distanz. Größere Fehler blieben aus, aber die kleinen Fehler summierten sich. Körperlich ging es mir nicht ganz so gut, ich fühlte mich, vom Start an, nicht ganz fit. Das Finale hätte ich wahrscheinlich auch ohne den Fehlern nicht erreicht.
Markus Lang:
Über das Endergebnis bin ich etwas enttäuscht, die läuferische Form war heute sehr gut, leider hatte ich aber ein paar Fehler. Die erste Hälfte war ich sehr gut unterwegs, in der zweiten Hälfte schlichen sich einige Fehler ein, was schlussendlich nur den undankbaren 16. Platz bedeutet.
Christian Wartbichler:
Grundsätzlich bin ich natürlich etwas enttäuscht, wollte ich doch bei meinem einzigen WM-Einsatz das A-Finale erreichen. Trotz gutem Konzept - am Ende leider fehlerhaft ausgeführt - verlor ich bei Posten 1 schon enorm viel Zeit. Eine weitere kleine Unsicherheit zu Posten 2 und mein zweiter großer Fehler am heutigen Tag zu Posten 7. Ein kleiner Fehler zu Posten 19 und eine sehr schlechte Route (Anfang) zu Posten 20 komplettierten die technischen Patzer. Selbst ohne der Fehler hätte es vermutlich nicht für einen Finalplatz gereicht. Es gibt viel zu verbessern und zu lernen, dennoch war es eine tolle Erfahrung bei einer WM starten zu können!
Wolfgang Siegert
Trotz anfänglichem Fehler beim 2.Posten konnte ich einen guten Rhythmus finden und weitere Fehler vermeiden. Leider konnte ich heute physisch nicht das Tempo der Schnellsten mithalten und werde nun versuchen mich bestmöglich auf das Mittel Final vorzubereiten.
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Mit Sportgruß aus Miskolc
Richard Schuh
0664/3815500
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