Weltmeisterschaft Mitteldistanz Finale
16.-23.August 2009 in Miskolc (Ungarn)
Die ersten Medaillen bei den 26. Orientierungslauf Weltmeisterschaften in Miskolc sind vergeben. Am Mittwoch, dem 19. August 2009, ging es im Bükker Gebirge im Mitteldistanzfinale zur Sache. 6,6 km, 300 Höhenmeter und 25 Kontrollposten für die Herren, 5,4 km, 250 Höhenmeter und 22 Kontrollposten für die Damen, standen am Programm.
Die gesamte Strecke zeichnete sich durch zahlreiche Dickichtpassagen aus. Zusätzlich erschwerte meist starker Bodenbewuchs das Laufen, wodurch auch die Sicht im Postentraum eingeschränkt war. Die Vegetation führte dazu, dass sich vor allem körperlich die Spreu vom Weizen trennte, orientierungstechnisch gesehen kam es zu dem erwartet knappen Ergebnis.
Bei den Herren hatten mit Wolfgang Siegert (WAT) und Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) zwei Österreicher den Einzug ins Finale der besten 45 geschafft.
Wolfgang, der als erster ins Rennen ging, setzte das körperlich fordernde Gelände besonders stark zu. Leider schlich sich auch ein größerer Fehler ein, wodurch er über Platz 44 nicht hinauskam. Aber für ihn war es in seinem ersten Elitejahr ein großer Erfolg im Finale dabei zu sein.
Kerschi kam vor allem orientierungstechnisch sehr gut mit dem Gelände zurecht und blieb nahezu fehlerfrei. Für ganz an die Spitze reichte es nicht, aber mit dem 17. Endrang (41:07 min) bei dieser WM gelang ihm abermals ein Spitzenresultat mit dem er zufrieden sein kann.
"Das war heute einer meiner besten WM-Läufe OL-technisch gesehen überhaupt. Läuferisch hatte ich sehr zu kämpfen, aber das ging eh allen so. Mit der Platzierung bin ich zufrieden", meinte Kerschi zu seinem Lauf.
Wolfgangs Resümee: "Leider erwischte ich heute physisch einen katastrophalen Tag und dazu kam noch ein 4 Minuten Fehler sowie ein 50 Sekunden Fehler. Das Resultat ist nur die logische Konsequenz daraus."
Titelverteidiger Thierry Gueorgiou (FRA) demonstrierte abermals seine Vormachtstellung über die Mitteldistanz und gewann mit einer Laufzeit von 37:14 seine sechste Goldmedaille über diese Distanz. Dahinter klassierte sich die Phalanx aus der Schweiz mit Daniel Hubmann (37:43), Matthias Merz (38:10) und Matthias Müller (38:45)
Bei den Damen, wo keine Österreicherin am Start war, ging es ebenfalls knapp zu Sache. Die Langdistanzweltmeisterin des Vorjahres, Dana Brozkova aus Tschechien, krönte sich mit einer Laufzeit von 37:09 zur Mitteldistanzweltmeisterin 2009. Silber bzw. Bronze gingen an Marianne Andersen aus Norwegen (37:19) bzw. Simone Niggli aus der Schweiz (37:58).
Das Betreuerteam resümierte: "Die Luft an der Spitze ist äußerst dünn. Kerschi hat abermals eine Spitzenleistung abgerufen, damit sind wir sehr zufrieden. Für Wolfgang lief es nicht wie gewünscht, aber er ist noch jung und für ihn war es ein tolles Erlebnis im Finale dabei sein zu können."
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Agoston Dosek, Gernot Kerschbaumer, Richard Schuh
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Am Donnerstag werden die Medaillen über die Sprintdistanz vergeben. Am Vormittag steht die Qualifikation am Programm und am Nachmittag (16:00 – 18:00) das Finale. Derselbe Qualifikationsmodus wie über Mittel- und Langdistanz: Pro Nation sind drei LäuferInnen startberechtigt, plus Titelverteidiger. Das gesamte Starterfeld bei Damen und Herren wird in je 3 Vorläufe aufgeteilt und von jedem Vorlauf steigen die schnellsten 15 ins Finale auf, womit die 45 Finalplätze zustande kommen.
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Mit Sportgruß aus Miskolc
Richard Schuh
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