Weltmeisterschaft Quali Mitteldistanz: 2 Plätze im A-Finale
16.-23.August 2009 in Miskolc (Ungarn)
Zum Auftakt der Orientierungslaufweltmeisterschaften in Miskolc (HUN) wurden am Sonntag, 16. August 2009 die Qualifikationsläufe über die Mitteldistanz ausgetragen. Das Damen- und Herrenfeld wurde in je drei Vorläufe aufgeteilt, wobei aus jedem die schnellsten 15 ins Finale aufsteigen, das am kommenden Mittwoch über die Bühne geht. Nach den vielen Trainings in der Vorbereitungsperiode waren alle ÖsterreicherInnen orientierungstechnisch gut eingestellt.
Großteils spielte sich der Wettkampf im gut belaufbaren Hochwald ab, aber laufentscheidend waren die wenigen Posten im Dickicht, wo man über eine längere Strecke ohne Anhaltspunkte in den Postentraum orientieren musste. Da kam man schnell von der idealen Richtung ab und somit vergingen auch die Sekunden bzw. Minuten bis man wieder die genaue Position lokalisiert hatte.
Das Ziel einer/s jeder/en war es ins Finale zu kommen, was bekanntermaßen kein leichtes Unterfangen ist. Österreichs Damen konnten über weite Strecken gut mithalten, verloren aber hauptsächlich im Dickicht die entscheidenden Minuten.
Ursula Kadan (TV Fürstenfeld) kam auf Platz 19, Anita Seeböck (HSV OL Wr. Neustadt) auf Platz 23 und Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld) auf Platz 24.
Bei den Herren schaffen zwei Österreicher den Einzug ins Finale. Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) kam mit Platz 9 weiter und Wolfgang Siegert (WAT) belegte bei seiner ersten WM den rettenden 15. Platz. Martin Binder, seit Ende Juni erstmals wieder fit nach einer Knieverletzung, war lange auf Finalkurs, ein Fehler schmiss ihn schlussendlich aber auf Platz 17 zurück.
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 Kerschbaumer
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 Siegert
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Resümee der Trainer: "Natürlich hätten wir uns auch über mehr Finalplätze gefreut, aber realistisch betrachtet widerspiegeln diese beiden Finalplätze unseren Level. Wir sind optimistisch, dass wir auch bei der Langdistanz und im Sprint Finalplätze schaffen können."
Kerschi zu seinem Lauf: "Ich versuchte einen kontrollierten Lauf hinzulegen, wo ich bei den schwierigen Passagen das Tempo herausnehme. Aber da ich bei Posten 5 bereits zwei kleine Fehler zu verbuchen hatte, war es mit der Lockerheit etwas vorbei. Der Rest vom Rennen war dann aber nahezu perfekt und ich war im Ziel sehr erleichtert, dass ich den Finaleinzug geschafft habe."
Karins Resümee: "Ich durfte mit Startnummer 301 das Frauenrennen eröffnen. Der Anfang gelang mir recht gut und ich konnte die ersten drei Posten schnell ohne Probleme finden.
Für den vierten Posten - eine Senke nach einem langen "Grün" - fehlte mir leider das Konzept und ich suchte viel zu früh lange. Nach diesem großen Fehler ging es ein paar Posten lang bergauf und ich brauchte einige Zeit, um mich wieder zu fangen. Am Schluss ging es wieder ganz gut - leider zu spät."
Ursis Resümee: "Ich fühlte mich gut gerüstet für diesen Wettkampf und startete vorsichtig, aber sicher in den Lauf. Die Schwierigkeit zum 4. Posten, zu dem es ein riesiges Dickicht zu durchqueren galt, erkannte ich und legte mir ein entsprechendes Konzept zurecht. Trotzdem war ich im schwammigen Grün bald verloren, suchte viel zu früh und fand keinerlei Anhaltspunkte mehr. Nur durch Glück fand ich irgendwann meinen Posten; das Rennen war aber in meinem Kopf längst gelaufen. Bis ins Ziel machte ich noch einen kleineren und einen größeren Fehler und hatte bergauf recht zu kämpfen."
Anita Resümee: "Mein Ziel für den Lauf war die Qualifikation für das A- Finale! Ich ging konzentriert ins Rennen, aber trotzdem passierte mir bereits im Anfangsteil ein großer Fehler im Grünen, der für das Erreichen des Finales zu groß war."
Wolfis Resümee: "Technisch hatte ich einen sehr guten Lauf mit nur kleinen Unsicherheiten und einem 20 Sekunden Fehler trotz leichten physischen Problemen.
Über das Erreichen des Finales bin ich überglücklich."
Bindi Resümee: "Nach der langen Verletzungspause bis kurz vor der WM, bin ich mit meinem Lauf zufrieden. Nach dem Zwischenzeitvergleich aber doch ein wenig enttäuscht, da ein Fehler mehr Zeit gekostet hat als ursprünglich gedacht. Die Quali war also drin, aber jetzt gilt die volle Konzentration dem Sprint."
Am Montag, dem 17.August, gibt es mit der Qualifikation über die Langdistanz bereits die nächste Gelegenheit in ein Finale aufzusteigen.
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Mit Sportgruß aus Miskolc
Richard Schuh
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