Weltmeisterschaft Sprint: Qualifikation und Finale
16.-23.August 2009 in Miskolc (Ungarn)
Am Donnerstag, dem 20. August 2009, stand für alle Teilnehmer beim Sprintbewerb der OL-Weltmeisterschaften in Miskolc (HUN) ein harter Tag am Programm. Denn es wurden Qualifikation und Finale am selben Tag ausgetragen. Die Sprintläufe wurden in einem Waldstück mit mehreren Gräben und steilen Hängen ausgetragen. Auch Dickichtpassagen prägten beide Wettkämpfe.
Das österreichische Team schnitt in der Qualifikation sehr gut ab und brachte drei Athleten ins Finale. Bei den Damen durfte Ursula Kadan (TV Fürstenfeld) bei ihrer ersten Elite-WM mit dem 12. Platz über einen Finalplatz jubeln. Die je schnellsten 15 der drei Vorläufe kamen weiter. Karin Leonhardt (TV Fürstenfeld) scheiterte mit dem Platz 17 ebenso wie Thea Lillehov (SU Klagenfurt) mit Platz 20.
Bei den Herren kam Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) mit dem vierten Platz ganz klar weiter. Martin Binder (HSV Pinkafeld) musste bis zum Schluss zittern, schaffte aber mit dem 15. Platz gerade noch den Sprung ins Finale. Tobias Killmann (TV Fürstenfeld), ebenfalls im ersten Elitejahr, belegte Platz 28.
Der Finallauf am Nachmittag wurde zu einem guten Teil in Miskolcs Zoo ausgetragen. Zwischen Bären, Elefanten und anderen Tieren, die zum Glück brav im Gehege dem munteren Treiben beiwohnten, gingen die TeilnehmerInnen auf Postenjagd. Und dieser Teil hatte es in sich. Es gab viele Durchgänge die sich aber manchmal als Sackgasse entpuppten. Viele kurze Teilstrecken, mit einer Bahnlegung, die kreuz und quer verlief, führten dazu, dass man in diesem Streckenabschnitt schnell den Überblick verlor bzw. nicht die Idealroute erwischte. Dies wurde auch Martin Binder zum Verhängnis, denn er überlief einen Posten und wurde disqualifiziert.
Gernot Kerschbaumer zeigte ein passables Rennen, aber ein paar (Routenwahl)-fehler kosteten ihm eine bessere Platzierung. Schlussendlich belegte er den 23. Gesamtrang.
Kerschi meinte zu seinem Wettkampf: "Nach dem Qualilauf vom Vormittag fühlte sich wohl kaum einer frisch, aber ich vermisste dennoch von Anfang an schnellere Beine. Leider fand ich auch nicht in den gewünschten Rhythmus, so wie es mir beim Qualilauf gelang. Platz 23 (16:57min) bei einer WM ist nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr erhofft."
Der Sieg ging an den Titelverteidiger Andrey Khramov aus Russland, der mit einer Laufzeit von 15:10 die beiden Schweizer Fabian Hertner (15:36) und Daniel Hubmann (15:38) auf die Plätze verwies.
Bei den Damen schlug sich Ursula Kadan bei ihrem ersten WM-Finale ganz tapfer und belegte den tollen 30. Platz (17:53min). "Ich war schon überglücklich im Finale dabei sein zu können. Der Finallauf gelang mir ganz gut und ich blieb ohne größere Fehler. Mit Platz 30 bin ich sehr zufrieden, das sind gleich 11 Weltcuppunkte", war Ursi sichtlich zufrieden.
Bei der Entscheidung um die Goldmedaille ließ Helena Jansson (SWE) ihre Gegnerinnen nicht mitreden. Sie lief ein exzellentes Rennen von Beginn an und krönte sich deutlich zur Weltmeisterin (15:07). Silber ging an ihre Landsfrau Linnea Gustafsson (15:49) und Bronze an Simone Niggli (15:54) aus der Schweiz.
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 Gernot Kerschbaumer
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 Ursula Kadan
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Verschnaufpause wird den Athleten keine gegönnt. Bereits am Freitag steht die Staffelentscheidung am Programm. Österreichs Herren werden mit Martin Binder, Markus Lang und Gernot Kerschbaumer an den Start gehen und versuchen ihren 11. Platz vom Vorjahr zu verteidigen. Ursula Kadan, Thea Lillehov und Anita Seeböck bilden Österreichs Damenstaffel.
Resümee Martin Binder:
Qualifikation: "Der Lauf war wieder gut. Nicht perfekt aber ich
konnte große Fehler vermeiden und das Glück war diesmal auch auf
meiner Seite. Ohne den beiden kleineren Fehlern von jeweils ca. 15
Sekunden, wäre es nicht so viel zu zittern gewesen, aber mit dem
Erreichen vom Finale war ich wirklich glücklich."
Finale: "Das Ziel war aggressiv und mit einem guten Gefühl zu
starten, was mir auch gut gelang. Ein Fehler vom fünften zum sechsten
Posten brachte mich dann aber aus dem Rhythmus. Zur Draufgabe hab ich
dann in der Aufregung auch vergessen den sechsten Posten überhaupt
anzulaufen. Natürlich war ich sehr enttäuscht, aber die Freude auf
die Staffel macht das schnell vergessen."
Resümee Tobias Killmann:
"Nach anfänglicher Nervosität vor dem Start konnte ich gut in mein erstes WM Rennen starten und traf den ersten Posten ohne Probleme. Auch der mittlere eher technische Teil verlief ohne große Probleme und als ich dann den letzten Teil des Rennens mit der großen Steigung auf mich nahm merkte ich, wie meine Beine immer saurer wurden. Von Anfang an fühlte ich mich nicht so leichtfüßig wie ich es gewohnt war und so verlor ich über die ganze Strecke läuferisch zu viel Zeit um einen Finaleinzug zu schaffen. Im Nachhinein bin ich mit meiner mentalen und technischen Vorstellung durchaus zufrieden, obwohl ich zu Posten 12 eine zu direkte Route wählte."
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 Martin Binder und Gernot Kerschbaumer mit ihren WM-Fans
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Richard Schuh
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