Weltmeisterschaft Staffelbewerb
16.-23.August 2009 in Miskolc (Ungarn)
Gleich am Tag nach den Sprintwettkämpfen wurde bei den Orientierungslaufweltmeisterschaften in Miskolc der Staffelbewerb ausgetragen. Wie erwartet wurde es zu einem physisch extrem herausfordernden Rennen, weil es ständig steile Anstiege zu bewältigen gab und der Bodenbewuchs mit Unterholz das Ganze weiter verschärfte. Da es aber auch orientierungstechnisch gesehen viele schwierige Kontrollposten anzulaufen gab, war bis zum Ende, bei Damen und Herren ein spannender Rennverlauf mitzuverfolgen. Bis zum Schluss gab es ständige Positionswechsel.
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 Staffelstart
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Österreichs Herren gingen mit Martin Binder ins Rennen. Die Starschleife betrug rund 6 km, die Strecken zwei und drei 8,7 km. Für den Startläufer ist es entscheidend den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen und das gelang Binder ganz gut. Unter 38 Staffeln kam er als 20 zur Übergabe an Markus Lang, aber der Rückstand betrug nur knapp drei Minuten. Markus Lang konnte bis zum Zuschauerposten bereits ein paar Plätze gutmachen, aber genau bei diesem blieb er bei den Ästen hängen und stürzte schwer und zog sich eine starke Schulerprellung zu. Unter starken Schmerzen meisterte er aber die Schlussschleife und schickte Gernot Kerschbaumer auf die dritte Strecke. Er blieb nicht ganz fehlerfrei womit am Ende Platz 13 herausschaute.
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 Markus Lang
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Markus Verletzung blieb leider nicht die einzige. Dem Schlussläufer der Schweden, Martin Johansson, der sich von Platz vier bereits an die Spitze gekämpft hatte, bohrte sich vor den Augen seiner drei Verfolger aus Tschechien, Frankreich und Norwegen ein Ast zentimetertief in den Oberschenkel und blieb schwer verletzt im Wald liegen. Smola, Gueorgiou und Nordberg zögerten keine Sekunde und gaben ihren Lauf für Johannson auf bzw. beendeten ihn erst ca eine Stunde später, nachdem dieser versorgt wurde. Die Teams dahinter bekamen von dem Vorfall nichts weiter mit und so wurde der Weltmeistertitel dem Schweizer Team verliehen. Silber ging an Russland und Bronze an Finnland. So wirklich darüber freuen konnte sich aber keiner.
Das Damenrennen verlief bis zum Schluss extrem spannend. War nach der zweiten Läuferin Finnland vor Schweiz in Führung, wendete sich nach mehreren Fehlern noch das Blatt zu Gunsten von Norwegen und Schweden. Am langen ansteigenden Zieleinlauf konnte die Norwegerin ihren knappen Vorsprung gegenüber der Schwedin Helena Jansson behaupten und sicherte den norwegischen Damen die Goldmedaille. Silber ging an Schweden und Bronze doch noch an Finnland, somit alle Medaillen in skandinavischer Hand.
Österreichs Damen, Ursula Kadan, Thea Lillehov und Anita Seeböck zeigten drei konstante Läufe und waren nach jeder Teilstrecke auf Platz 20.
"Das war heute ein ereignisreicher Staffelwettkampftag. Das Ergebnis war nach Markus Sturz nebensächlich. Wir sind froh, dass nichts gebrochen ist. Ob bei den Sehnen alles ganz ist, wird sich erst zeigen. Erstdiagnose im Spital in Miskolc : starke Prellung sowohl des Ober-, als auch Unterarmes. Am Montag am Nachmittag folgt eine weitere Kontrolle durch unseren Sportarzt Dr. Krammer in Neufeld. Platz 13 wäre zufrieden stellend, aber die vier führenden Teams sind ja weit zurückgefallen. Wir wissen wieder wo wir stehen und woran wir arbeiten müssen", so das Betreuerteam.
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 Richard Schuh, Gunnel Nilsson, Maria Kormann, Dosek Agoston
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WM-Homepage
Mit Sportgruß
Richard Schuh
0664/3815500
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 Martin Binder
 Markus Lang
 Gernot Kerschbaumer
 Ursula Kadan
 Thea Lillehov
 Anita Seeböck
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