JWOC-Eine Nachlese
Aalborg (Dänemark) vom 4.-10.Juli 2010
In Aalborg(DEN) wurden vom 4. bis 10. Juli 2010 die Weltmeisterschaften der Junioren (JWOC) ausgetragen, bei denen rund 120 Damen und 150 Herren aus 37 Nationen um die Medaillen kämpften.
Der Sprint wurde am Universitätscampus in Aalborg ausgetragen. Dabei war das Kriterium, die vielen kleinen Durchgänge beim Kartenlesen überhaupt wahrzunehmen. Die Langdistanz in Svinklov an der Westküste enthielt alles, was für OL in Dänemark typisch ist: halboffene Sanddünen, überraschende Steilstufen, ausreichend Grün mit kratzendem Gestrüpp und darin feine Geländeformen (Äquidistanz: 2,5 m!). Ähnlich, aber doch deutlich freundlicher, gestalteten sich die Mitteldistanz-Läufe im benachbarten Kollerup, was sich durch unglaublich schnelle Km-Schnitte äußerte. Zurück im Binnenland dann ein gänzlich anderes Gelände mit vielen steilen, oft offenen Hügeln und einen Meter hoch überwachsenem Untergrund, verschärfend kam die Gluthitze an diesem Tag dazu, sodass bei dieser Staffel die Grenzen der physischen Leistungsfähigkeit ausgelotet wurden.
Schweden, Norwegen, Finnland und Gastgeber Dänemark sowie die Mitteleuropäer Schweiz und Tschechien waren die stärksten Nationen. Das dänische Team sicherte sich nicht weniger als vier Goldmedaillen, die Schweden eroberten unter anderem fünfmal Silber und stellten überhaupt die meisten Top 6-Platzierungen. Das brachte ihnen schließlich in der Teamwertung den Sieg vor Dänemark und der Schweiz ein.
Aus österreichischer Sicht schlug sich vor allem das Herrenteam hervorragend und erzielte mit Abstand die besten Ergebnisse aller JWOC-Teilnahmen. Bei den jungen Damen konnte Marlene Habenicht auf der Langdistanz (Platz 36) zeigen, was sie physisch drauf hat. Die Herrenstaffel (Helmut Gremmel, Robert Merl, Simon Arbter) imponierte mit einem 7. Platz, wobei "Robi" Merl das Team zwischenzeitlich auf Platz vier katapultiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er aber die österreichischen JWOC-Rekorde schon gelöscht: Platz 17 im Sprint und sensationeller Achter auf der Mitteldistanz, gerade einmal 12 Sekunden hinter dem Diplom und 29 Sekunden hinter einer Medaille!
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Helmut Gremmel
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Robert Merl
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Simon Arbter
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Die solide Aufbauarbeit im Jugendbereich scheint nun auch in höhere Alterskategorien durchzuschlagen. Dazu der Vizepräsident Leistungssport Günter Kradischnig: "Österreich hat nicht nur die historisch besten Ergebnisse erreicht, sondern sich auch in der Teamwertung um einige Plätze auf Rang 13 verbessert (Burschen 11., Mädchen 17.). Damit rückt unser langfristiges Ziel (Top 10 im Teambewerb ab dem Jahr 2012) erstmals näher. Vielen Dank an die Kadertrainer für die gute Arbeit."
JWOC-Homepage
Gerald Mayrhofer
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