MTB-O EYOC + JEC: gute Nachwuchsarbeit ist bestätigt
Danzig (Polen) vom 4.-6. Juni 2010
Parallel zu den Masters und zum Elite-Weltcup fanden in Danzig auch 4 Jugend- und Junioren-Europacup-Bewerbe statt.
Für das leider dezimierte Juniorenteam (H/D 18-20) war dies der letzte internationale Vergleich vor der Anfang Juli in Portugal stattfindenden Junioren-WM. Die Bewerbe waren aber auch gleichzeitig Selektionsmöglichkeit für das Juniorenteam. So startete z.B. Junioren-WM Staffel-Medaillengewinner Gert Wallas, der in Portugal wieder einen Diplomplatz als Ziel sieht, erstmals in der Eliteklasse im Weltcup, sodass die Startplätze gut ausgenutzt wurden.
Für das Jugendteam (H/D15-17) war dies heuer der höchstrangigste Wettkampf des Jahres und wird auch von der IOF selbst in deren Medaillen-Statistiken wie eine EM geführt.
In jedem Fall waren die allerstärksten MTBO-Nationen im Nachwuchsbereich mit Topteams dabei, währenddessen es keine "schwachen Nationen" zum Auffüllen der Ergebnislisten gab. Leider mussten etliche Leistungsträger schulisch bzw. ausbildungsmäßig bedingt passen, fiel dieser Event doch in die finale Semesterphase mit den letzten Prüfungen und Schularbeiten, u.a. auch Matura, was natürlich wichtiger zu bewerten ist als dieser Sportevent.
Das Team wurde vorzüglich betreut durch die beiden Nachwuchskaderchefs Klaus Wallas (LZ Süd-West) und Toni Haindl (LZ Ost-Nord). Neben den Jugendkaderfahrern nahmen auch Fahrer(innen) der MTBO-Leistungszentren an diesen Bewerben teil.
Als erster Bewerb stand am 3.6. der Sprint am Programm. Die Bahnen waren teilweise ident mit den Masters-Bahnen. Und gleich bei diesem ersten Bewerb durfte sich unser Team über einen Diplomplatz freuen. Die ersten 6 erhielten IOF-Diplome, die ersten 3 Medaillen und für den Sieger wurde natürlich die Nationalhyme gespielt: alles in Allem ein sehr würdiges Ambiente.
Für dieses Diplom sorgte Tamara HAINDL (SU RLV Sparkasse Aspang) mit ihrem 5 Platz in der Juniorenklasse D18-20. Ihr fehlten in diesem sehr selektiven Sprintrennen mit ca. 25 Minuten Fahrzeit, nur 24 Sekunden auf die Bronzemedaille. In der D17 sowie in der H20 waren aus obgenannten Gründen leider keine Österreicher am Start.
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 Tamara Haindl
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In der männlichen Jugendklasse H15-17 – eine der am stärksten besetzten Kategorie – kämpften 3 Österreicher stets um gute Platzierungen: beim Sprint war Matthias Pletzer (NF Villach) als 16. Bester unseres Teams. Schöner Erfolg auch für unsere H-14 Schüler des LZ Ost: Lukas Fuchs als 2. und Markus Finder als 3. holten sich beim Pommeria-Schüler-Cup ihre ersten Podestplätze.
Am 2.Tag stand die Langdistanz am Programm: ca.18km+400Hm Luftlinie für die Jugend H15-17 sind – national gesehen – ungewohnt brutale Distanzen, die man von heimischen MTBO-Veranstaltungen nicht gewöhnt ist. Bei internationalen Großveranstaltungen merkt man v.a. an einer Langdistanz, wie das Leistungsniveau in einem Land ist. Bei unserem Nachwuchs kann man sagen: je länger die Distanzen, desto extremer steigt die Rückstandskurve an. Auch wirkt sich gerade hier das Trainingsalter augenscheinlicher aus, hat doch ein 15-jähriger kaum eine Chance gegen einen gut trainierten 17-Jährigen.
Mit Krystof Bogar (Tschechien / Sieger Lang) und Cedric Beill (Frankreich / Sieger Middle + Sprint) starten in der Jugendklasse 2 Ausnahmeathleten, wobei z.B. der 4.Platzierte auf der Langdistanz bereits 20 Minuten Rückstand auf den Sieger aufwies.
Bester unseres Trios auf der Langdistanz Markus Seppele (NF Villach) auf Platz 17. Die Juniorinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag, machten bedeutende Routenwahlfehler. So platzierte sich Christina Traint (HSV OL Wr.Neustadt) als 10. in ihrem ersten internationalen Großeinsatz.
Einen Sieg gab es an diesem Tag in der H-14-Klasse durch Raphael Haindl vom LZ Ost.
Als dritter Bewerb fand am Samstag die Middle-Distanz statt. Von der Charakteristik her war dies ein langgezogener Sprint in flachhügeligem Gelände mit vielen Wegen und auch vielen schnellen Routenwahlentscheidungen. In der weiblichen Juniorenklasse hatten unsere beiden Starterinnen leider keine Chance gegen die starken "Ostblockfahrerinnen". So rangierte Tamara Haindl als beste auf Platz 9.
Bei den Burschen (H-17) war diesmal der dritte im Bunde - Bernhard Finder (SU RLV Sparkasse Aspang / HSV Graz) - bester Österreicher auf Platz 17.
Zu viele kleine Umwege und Steher summierten sich zu entsprechenden Rückständen. Der direkte Zug zu einem Posten ist durch versteckte Routenwahlen im MTBO nicht immer möglich, dennoch scheint hier noch Einiges an Potential zu schlummern.
Erfreulich dafür wieder unser Schülerteam, das mit Platz 2. durch Raphael Haindl und Platz 3. durch Markus Finder wieder am Podest vertreten war.
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 Schülerteam
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Am Schlusstag, dem 6.Juni, fand im gleichen Gelände wie der Elite-Weltcup bzw. die Masters-Verfolgung die Staffelbewerbe der Jugend und der Junioren statt.
Von den 4 Kategorien hatte Österreich leider nur in der H15-17-Klasse ein vollständiges Team dabei, daher galt hier die volle Konzentration ein gutes Abschneiden zum Abschluß der Bewerbe zu erreichen.
Dies gelang auch in der Aufstellung Markus Seppele, Matthias Pletzer und Bernhard Finder. Man kam zwar als 5.Staffel ins Ziel, da bei IOF-Events jedoch nur die bessere Nationenstaffel gewertet wird und dadurch Polens 2.Staffel noch aus der Wertung fiel, war dies der 4. Staffelplatz hinter den Topnationen Russland, Polen und Frankreich und noch vor unseren Konkurrenten aus Ungarn. Mitfavorit Tschechien ließ seine Jugendlichen eine Kategorie höher starten (H-20) und gewann auch dort.
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 H17-Staffel: Finder, Seppele, Pletzer
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Die Belohnung des hoffnungsvollen Nachwuchstrios ein Diplom bei der abschließenden großen Siegerehrung und ein mehr als versöhnlicher Abschluß der Bewerbe.
Bei den kommenden MTBO-Bewerben in Grafenschlag geht es für einige des Nachwuchsteams noch um den letzten freien Startplatz für die Junioren-WM Anfang Juli in Portugal.
Fotos
Homepage Weltcup Polen
Bericht Masters
Michael Melcher
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