MTB-O Weltcup Ungarn: gelungener Saisonauftakt für Österreichs MTB-O Nationalteam
Sieg für Michaela Gigon und 2 Top 6 Plätze für Tobias Breitschädel
Nach einer mehrjährigen Pause wurde wieder der MTB-O Weltcup in den IOF-Kalender aufgenommen und sollte ab jetzt wieder jährlich durchgeführt werden. Es hat sich herausgestellt, dass eine internationale Rennserie für die weitere Entwicklung und Verbreitung der Sportart enorm wichtig ist. Das Österreichische Team fuhr mit hohen Erwartungen nach Ungarn, die schließlich auch voll und ganz erfüllt werden konnten.
Nach einem souveränen Auftaktsieg für Michi Gigon im Sprint gelang Ihr die Mittel-Distanz nicht so gut, wo Sie "nur" Platz 7 belegte. Der Abstand nach vorne war aber sehr gering. Bei der Langstrecke, die durch einen Massenstart und 3 Schleifen sehr interessant angelegt war, fuhr Michi immer um den Sieg mit. Erst knapp vor dem Ende verlor Sie den Podiumsplatz bei einem kniffeligen Posten, der auch vielen anderen Nerven und Zeit kostete. Die Form von Michi stimmt ganz sicherlich, einmal passt es von der Tagesverfassung etwas besser, ein anderes Mal eben weniger und kleine Fehler werden sofort mit einigen Platzverlusten bestraft.
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 Michaela Gigon
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Mit den Plätzen 11 (Sprint), 18 (Middle) und 13 (Long) platzierte sich Sonja Zinkl konstant im Vorderfeld. Ihr fehlt jedoch noch etwas zur Form vom Vorjahr. Da war Sonja fast schon auf einer Augenhöhe mit Michi.
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 Sonja Zinkl (li. im Bild) beim Start der Langdistanz
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Bei den Herren war ich als Betreuer sehr stolz, dass wir Österreicher jederzeit auch ganz vorne in der Weltspitze mitfahren können. In Punkto Schnelligkeit am Rad fehlt fast gar nichts mehr, was noch etwas abgeht ist die O-technische Konstanz über die ganze Renndistanz. Der erste Weltcup in diesem Jahr war mit knapp über 80 Startern sehr stark besetzt und bis auf Australien hat kein Spitzenteam gefehlt. Extrem gut in Form zeigt sich bereits Tobias Breitschädel, wo bei ihm offensichtlich die kürzeren Strecken noch etwas besser liegen. Zwei 6. Plätze im Sprint und auf der Mittel-Distanz waren Weltklasseleistungen, wo nur noch wenige Sekunden auf das Podium gefehlt haben. Hier dürfen wir uns sicherlich auf die nächsten internationalen Einsätze freuen. Aufgrund dessen, was ich in Ungarn von Tobias gesehen habe, bin ich mir sicher, dass er diese Leistungen in diesem Jahr noch verbessern kann. Bei der Langdistanz wurde Tobias leider Opfer eines Zaundrahtes der seine Kette und Schaltwerk für lange Zeit blockierte.
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 Tobias Breitschädel
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Andi Rief war in Ungarn weit besser, als es die Platzierungen (2 mal Platz 15 in Mittel- und Langdistanz) in der Ergebnisliste schließlich aufzeigen. Bei beiden Wettkämpfen war er zwischenzeitlich bereits deutlich unter den Top10 zu finden. Bei der Mitteldistanz erzielte er nach 2/3 der Distanz trotz Patschen und einer defekten Kette eine der besten Zwischenzeiten. Weitere tolle Teilzeiten zeigen, dass er sicherlich zu den schnellsten im Feld gehört.
Extrem schnell unterwegs war auch unser Youngster Kevin Haselsberger. Im Sprint noch Opfer seines Tempos und Übermutes war die Leistung mit Platz 35 auf der Mitteldistanz schon besser. Beim Massenstart auf der Langstrecke war Kevin vor der letzten kürzeren Schleife noch mit Abstand bester Österreicher, ehe er derart viel Gestrüpp und Gras ins Schaltwerk bekam, sodass dann auch noch die Kette abriss. Laufend und schiebend auf den letzten Teilstrecken erreichte er dann immer noch Platz 19!
Aus beruflichen Gründen waren Bernhard Schachingers Rahmenbedinungen im Wintertraining sicherlich weniger günstig als beim Rest der Mannschaft. Bernhard platzierte sich mit den Plätzen 27 und 22 trotzdem souverän im ersten Drittel des Feldes.
Nach dem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall von Christian Gigon wurde ein Startplatz frei für Martin Moser, der damit etwas früher als geplant zu seinem Weltcup-Einsatz im Elite Team kam. Seine Einstandsleistung auf der extrem anspruchsvollen Langstrecke mit einer Siegerzeit von knapp 2 Stunden war beeindruckend. Er fuhr als wäre er schon öfter in der Elite im Einsatz gewesen und hielt mit den restlichen Teamkameraden ausgezeichnet mit. Platz 28 ist weit mehr als man beim ersten Elitewettkampf erwarten durfte, besonders bei diesem Starterfeld.
Uwe Sandrisser belegte auf der Mitteldistanz Platz 62 und musste beim Massenstart mit erheblichen Knieproblemen aufgeben.
Die nächste Weltcuprunde findet gemeinsam mit den Senioren-World-Masters Anfang Juni in Polen statt.
Karte Sprint Herren Elite
Karte Middle Damen Elite
Ergebnisse
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Thomas Wieser
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