Trainingskurs in Portugal mit neuem Nationaltrainer
Alljährlich zieht es zahlreiche europäische Orientierungsläufer auf die iberische Halbinsel um in wärmeren Gefilden Techniktrainings im schneefreien Raum durchzuführen. So nahmen auch das österreichische Orientierungslaufteam vom Heeresleistungssportzentrum Seebenstein sowie einige Läufer vom österreichischen Orientierungslauf Nationalkader die Möglichkeit wahr, an der portugiesischen Atlantikküste an ihrer Orientierungstechnik zu feilen. Als Betreuer waren Juniorentrainer Markus Kössler und erstmals der neue Nationaltrainer Rolf Gemperle um das Wohlergehen und die Weiterentwicklung der Athleten bemüht.
Nun, etwas wärmer könnte es ruhig sein, aber immerhin liegt kein Schnee. Das Gelände ist durch weichen Waldboden, teilweise sandig, und unzählige kleine Hügeln und Senken gekennzeichnet. Die dichten, kleinen, teils stacheligen Büsche sorgen dafür, dass kein Unter- oder Oberschenkel unzerkratzt bzw. "unpunktiert" aus dem Wald kommt.
Nach einer Woche intensiven Techniktrainings in den Wäldern um Marinha Grande erhielten die Athleten durch die Teilnahme am Mehrtagelauf "Portugal Orienteering Meeting" eine erste Standortbestimmung in der neuen Saison, denn sowohl bei den Damen als auch bei den Herren, waren Weltklasseläufer am Start zu sehen: Daniel Hubmann, Thierry Gueorgiou, Emil Wingstedt, Simone Niggli, Helena Jansson, um ein paar zu nennen. Gesamt sind in der Herren Elite ca. 250 Läufer gemelet und in der Damen Eliteklasse ca. 110 Läuferinnen.
Aus den Ergebnissen der ersten Etappen zu schließen, brauchen die Österreicher den Vergleich nicht zu scheuen. Bei den Junioren konnte Robert Merl (ASKÖ Henndorf) sogleich die erste Etappe für sich entscheiden. Daraufhin ließ er auch am zweiten Tag nichts anbrennen.
In der Eliteklasse zählte die Mitteldistanz am Sonntag zum World Ranking, wo ein Großteil der Top-100 Läufer am Start waren. Die Siege gingen an Thierry Gueorgiou bzw. Simone Niggli. Kerschi landete mit 2min 13 Sek Rückstand auf dem sehr guten 15. Platz.
Die, die nicht genug hatten, also alle Österreicher, nahmen auch beim Nachtsprint teil, der in der Nacht auf Sonntag stattfand. Robert Merl siegte abermals bei den Junioren, in der Elite liefen Kerschi bzw. Warti auf die Plätze 3 bzw. 13.
Natürlich motivieren gute Ergebnisse zu Saisonbeginn, aber "abgerechnet" wird später im Jahr.
Alle Kursteilnehmer zeigten sich vom Trainings- und Wettkampfangebot begeistert und freuen sich auf die weiteren Kaderaktivitäten.
Homepage POM2010
Gruß aus dem Karneval verliebten Portugal
Gernot Kerschbaumer
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