WOC Staffel
Trondheim (Norwegen) vom 8.-15.August 2010
Die 27. Orientierungslauf Weltmeisterschaften in Trondheim sind bereits Geschichte. Die Staffelbewerbe boten einen würdigen und spannenden Abschluss, sowohl bei Damen als auch Herren war das Rennen an Dramatik kaum zu überbieten. Vor allem die Schlussstrecken lieferten alles, was die tobende Zuschauermenge verlangte, denn die norwegischen Teams kämpften ständig in den Medaillenrängen mit.
Zunächst waren die Damen an der Reihe. Für Österreich startete Elisa Elstner. Leider verlor sie auf der Startstrecke den Anschluss, aber bei diesem starken Teilnehmerfeld ist dies schnell geschehen. Auf den Strecken zwei und drei folgten Ursula Kadan bzw. Thea Lillehov. Beiden gelang zum WM-Finale ein guter Lauf, mehr als Platz 21 sollte es aber dennoch nicht werden.
An der Spitze kristallisierte sich bis zum Ende ein skandinavischer Dreikampf um die Medaillen heraus. Die Schwedinnen sahen bereits als sichere Sieger aus, aber im dichten Vegetationsteil passieren auch Weltklasseläuferinnen Fehler und so kamen die Finninnen und Norwegerinnen wieder heran. Beiden gelang es sich am Schlussanstieg von der Schwedin Helena Jansson abzusetzen, bevor sich die Finnin Minna Kauppi am Weg zum letzten Posten von Marianne Andersen löste und die finnischen Damen zum WM-Gold führte.
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 Staffelstart der Herren
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Bei den Herren waren die führenden fünf, sechs Teams ständig in Blickkontakt. Auf der Schlussstrecke wollte Thierry Gueorgiou nach zwei glücklosen Jahren endlich Frankreich zum Staffelgold führen. Er schien auch die beste physische Form der Schlussläufer an diesem Tag zu haben, aber auch einem Topstar wie Gueorgiou kann es passieren, dass man einen Posten auf der Karte übersieht und genau dies sollte ihm bei der WM-Staffel unterlaufen. Zu spät bemerkt machte er kehrt und verlor alle Medaillenchancen für Frankreich. Der Russe Valentin Novikov nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Silber ging an die Norweger und Bronze schnappten sich im Endspurt die Schweizer, unmittelbar vor den Briten.
Österreichs Team hatte mit der Entscheidung wenig zu tun. Felix Breitschädel lief eine gute Startstrecke und übergab auf Platz 13 liegend an Markus Lang. Um die Platzierung zu halten wäre ein super Lauf notwendig gewesen. Aber ohne Fehler hier durchzukommen war unwahrscheinlich und so schickte er Schlussläufer Gernot Kerschbaumer auf Rang 17 auf die dritte Strecke. Auch er hatte einen guten, aber keinen außergewöhnlichen Lauf und verlor weitere zwei Plätze, womit am Ende der 19. Platz die magere Ausbeute blieb.
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 Breitschädel
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 Lang
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 Kerschbaumer
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"Die Staffelbewerbe brachten für unsere Teams ungefähr die Platzierungen mit denen wir rechnen durften. Bei jeweils drei super Läufen wäre auch eine etwas bessere Klassierung möglich gewesen, aber wir müssen unser Niveau akzeptieren. Wir haben wiederum gesehen, dass es unabdingbar ist professioneller zu arbeiten und neben dem technischen Bereich vor allem auch im physischen zuzulegen. Es arbeiten so viele Nationen auf hohem Niveau, da ist hartes Trainieren erforderlich, wenn man weiter vorne platziert sein möchte. Die vier A-Finalplätze, die wir vor der WM als realistisches Ziel festgesetzt haben, haben wir erreicht. Wir wollen aber mehr und somit ist jeder gefragt und hoffentlich motiviert sein Training bzw. seine Vorbereitung dementsprechend zu adaptieren", so Nationaltrainer Rolf Gemperle.
Nach der WM ist vor der WM. Ein Teil des Nationalteams bzw. des Heeressportzentrums ist bereits auf der Anreise zu den Militärweltmeisterschaften, die bereits am Dienstag in Kongsberg, ebenfalls Norwegen, mit der Kurzstrecke eröffnet werden.
Ergebnis
Karten
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Mit Sportgruß
Richard Schuh
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