Going Top Trainingslager Turracher Höhe
Im Rahmen einer Laufwoche des Entwicklungsprojektes Run2gether bekamen Going Top Athleten die Chance eine Woche lang den Trainingsalltag kenianischer Spitzenläufer kennen zu lernen.
Dabei galt es nicht nur neue Trainingsformen wie den täglich um 6 Uhr 30 stattfindenden Morning Run, sondern auch eine für uns komplett neue Ernährung zu erleben. Die kenianische Ernährung strotzt vor Kohlehydrate und Ballaststoffen. Meist gibt es verschiedene Sorten von Gemüseeintopf kombiniert mit Ugali (aus Maismehl) oder Kartoffeln. Als besonderes Highlight entpuppten sich aus Weizenmehl geformte Teigfladen, die als Chapati bekannt sind.
Diese Ernährung dient als Basis für den harten Trainingsalltag auf über 2000m Seehöhe in Kenia und sollte auch uns europäischen Athleten sehr dienlich für das Trainingsprogramm dieser Woche auf der 1700m hohen Turracher Höhe sein. Um den kenianischen Trainingsalltag am anschaulichsten zu machen scheint es am klügsten einen typischen Trainingstag der vergangenen Woche zu beschreiben:
6:25 Schon nach einer Woche werden die ersten 5 Minuten des Tages zur Routine. Nach einem kurzen Blick aus dem Fenster wird eine adäquate Laufbekleidung ausgewählt und trifft sich vor der Haustür für den täglichen Morning Run.
6:30 Der Morning Run ist die Basis des Trainingstages. Er dauert zwischen 30 und 60 Minuten und wird als Steigerungslauf durchgeführt. Das heißt die ersten 2 km sind fast zum einschlafen, was bei dieser Uhrzeit leicht passieren kann, aber dann wird das Tempo langsam erhöht. Die letzten 5-10 Minuten sollten dann ungefähr im jeweiligen 10km Tempo gelaufen werden.
8:00 Ohne vor dem Morning Run zu frühstücken macht richtig hungrig! Gutes Schwarzbrot und eine große Auswahl an Marmeladen machen das Frühstück zu einem Genuss.
11:30 Das zweite Training des Tages variiert täglich. Neben den 2 intensiven Trainingsformen Speedwork und Hillwork werden auch sogenannte Mountain Runs durchgeführt. Als Speedwork wird normalerweise ein intensives Fartlek verstanden, bei dem abwechselnd 1 Minute schnell und eine Minute langsam gelaufen wird. Ähnlich funktioniert das Hillwork, bei dem 20 Minuten lang ein etwas steileres Stück auf und abgelaufen wird.
13:00 Mittagessen
16:00 Alternatives Trainingsprogramm wie etwa Beachvolleyball oder einer lockeren Wanderung.
19:00 Abendessen und danach gemütliches Beisammensein.
Das ausgiebige Trainingsprogramm in Kombination mit der herzhaften Betreuung der kenianischen Läufer hat diese Woche zu etwas ganz Besonderen gemacht, die uns Sportler bestimmt etwas näher an unsere weiteren Ziele gebracht hat!
Run2gether-Laufprojekt
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Tobias Killman
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