5-Tage-MTBO Pilsen
2.-6. Juli 2011 in Pilsen (Tschechien)
Der Weg zur oberitalienischen Weinmetropole Vicenza (MTBO-WM+Junioren-WM vom 20.-27.August 2011) führt über die heimliche europäische "Bierhauptstadt" Pilsen in Tschechien. Vom 2.bis 7.Juli fand in der Südwestböhmischen Metropole ein 5-Tage-MTBO statt. Sowohl Österreichs Elitefahrer als auch der ÖFOL Jugend- und Juniorenkader nahmen Anfang Juli bei diesem wohl bedeutendsten MTBO-Mehrtage-Rennen teil. Dieser Event findet alle ungeraden Jahre – also alle 2 Jahre – statt.
Von allen bedeutenden MTBO-Nationen wird dieser Event immer wieder als internationaler Vergleich genutzt. Sowohl Karten als auch Bahnen haben immer wieder höchstes internationales Niveau. Aber auch für Hobbyfahrer, Jugendliche und Senioren werden immer wieder adäquate, fast immer fahrbare Bahnen angeboten. Dies gilt auch für Regen-Etappen, obwohl es ab und zu auch steilere Etappen gibt, wird höchstes Augenmerk darauf gelegt, daß die Bahnen in allen Klassen zu mindestens 97-98% fahrend bewältigt werden können.
An die 530 Starter aus ca. 15 Nationen nahmen an diesem Event teil, darunter 20 Österreichische MTBO-Freaks. Einige Etappen der heurigen Veranstaltung wurden für die Elitefahrer(innen) auch als World Ranking Event (WRE) gewertet. In diesen 5 Etappen wurde alles geboten, was das MTBO-Repertoire so drauf hat. Long, Middle, Sprint, Jagdstart am Schluß, sowie eine neue Wettkampfform: Middle mit beliebig anzufahrenden Posten dazwischen und zusätzlich noch ein Fun-O-Triathlon.
Für das Nachwuchsteam war dieser Event eine der Qualifikationsmöglichkeiten für die MTBO-Junioren-WM 2011. Sowohl Elite als auch der Nachwuchs zeigten bei einigen Etappen ihr Können und errangen tolle Podiumsplatzierungen.
Allen voran wieder einmal Michaela Gigon (die hier für ihren tschechischen Verein an den Start ging). In der Gesamtwertung belegte sie Platz 2 hinter der finnischen Gesamt-Weltcupführenden dieses Jahres Marika Hara. Zwar gab es für Michi diesmal keinen Einzel-Etappensieg dafür aber 3 Mal Platz 2, dazu einmal Platz 4. und einmal 5. In Summe für alle Etappen betrug der Rückstand auf Platz 1 ca. 10 Minuten. Platz drei in der Damen Elite ging an die Tschechin Martina Tichovská, 7 Minuten hinter Michi.
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 Platz 2 für Michaela Gigon
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Sonja Zinkl-Reisinger kam mit einer soliden Gesamtleistung auf Platz 10. Sie gewann dafür aber die Sprint-Wertung, eine Sonderwertung die ähnlich wie bei Radrundfahrten durchgeführt wurde.
In der Herren Eliteklasse nahmen 5 Österreicher den Kampf um WM-Tickets auf. Bester Österreicher in der Gesamtwertung der 68-Elitefahrer wurde Kevin Haselsberger auf dem 10. Rang. Dabei gab es bei der ersten Etappe eine ungewollte Sondereinlage. Aufgrund eines Defekts knapp vor dem vorletzten Posten, konnte Kevin nur mehr mit Müh' und Not das-Rad-tragend das Ziel erreichen. Rang 8, trotz dieses Missgeschicks, mit nur geringem Rückstand auf das Podest, lies doch einigen Ärger hochkommen. Die 4-schnellste Zeit auf der Schlußetappe, entschädigte dann doch ein wenig darüber hinweg.
Der 16.Gesamtrang von Christoph Haingartner war ebenfalls eine sehr ansprechende Leistung. Andi Rief, Martin Moser und Gert Wallas kamen leider nicht in die Gesamtwertung, da sie bei einer der Etappen einen falschen Posten gestempelt hatten. Andi Rief belegte bei der 2.Etappe (Langdistanz) mit nur 3 Minuten Rückstand auf den Schnellsten den 8. Platz.
In der Herren-Eliteklasse gab es einen 3-fachen tschechischen Erfolg. Martin Ševèík siegte vor František Bogar und Radek Laciga.
Eine sehr gute Vorstellung boten die vom Jugendkaderchef Klaus WALLAS betreuten Jugendkaderfahrer. Nach den Podestplätzen in Ungarn durch Matthias Pletzer (Jugendbewerbe im Rahmen des WC in Tapolca) standen auch diesmal wieder einige Nachwuchssportler bei einigen Etappen ganz oben am Siegespodest.
Vor allem die beiden jungen Damen in der D15-17 zeigten, dass sie durchaus das Potential haben, in einigen Jahren an die großen Erfolge des jetzigen Damenteams anzuknüpfen. Lisa Pirker belegte in der Gesamtwertung schlussendlich Platz 3, in den Etappen 3 (2.Platz) und 2 (3.Platz) stand sie zudem 2 Mal am Podest. Gegen die beiden jungen Französinnen Lou Denaix (1.Platz mit nur einem Etappensieg) und Anne Claire Defix (2.Platz mit gleich 3 Etappensiegen) hatten sie jedoch keine Chance. Einzig Julia Ritter konnte auf der Schlussetappe noch einen Tagessieg erringen. In der Gesamtwertung scheint sie leider nicht auf, da sie bereits in der 1.Etappe einen falschen Posten angefahren ist.
Eine anständige Talentprobe legte diesmal auch Andreas Waldmann in der H15-17 ab. Gleich die erste Etappe konnte er gewinnen, und stand somit international das erste Mal am Siegespodest.
In den Etappen 2 bis 4 schlichen sich leider einige Fehler ein, womit das Podest in der Gesamtwertung mit Platz 4 knapp verfehlt wurde. Mit seinem 2.Platz auf der Schlussetappe zeigte dann doch noch einmal deutlich sein großes Potential. Der Sieg ging auch hier an das starke französische Nachwuchsteam: Yoann Courtois gewinnt überlegen vor dem Litauer Danius Kalvaitis und dem starken Slowaken Andrej Cully.
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 Sieg bei der 1.Etappe für Andreas Waldmann
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Gute Leistungen boten auch die besten österreichischen Senioren: Hans Borsitzky belegte in der Gesamtwertung H40 den 6.Platz. Walter Dravetz fuhr als 3. in der H50 sogar auf das Podest.
Ergebnis, Karten & Fotos
Routegadget
Karte H-17 1.Etappe (Quali Junioren-WM)
Karte D-17 2.Etappe (Quali Junioren-WM)
Michael Melcher
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