MTBO Weltcup: 8. Platz für Gigon auf Langstrecke, 8. Platz in Mixed-Staffel
Rättvik (Schweden) vom 18.-20. Juni 2011
Das Skistadion von Rättvik diente als Start- und Zielgebiet für die Langdistanz am Sonntag und die Mixedstaffel am Montag. Ein dichtes Wegenetz auf und rund um die Langlaufloipen erwartete die Fahrer. Das Wetter wechselte zwischen Sonnenschein und kurzen Regenschauern.
Langstrecke
Die Organisation der Langdistanz war höflich ausgedrückt chaotisch. Nachdem bei den Herrenkarten eine wesentliche Routenwahloption weggeschnitten worden war, mussten die Karten neu gedruckt und der Start auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Der Damenstart fand dann doch fast wie geplant statt, allerdings wurde dies erst 20 Minuten vorher kommuniziert und einige Damen mussten noch gesucht werden. Dass es ein Massenstart mit nur einem Schmetterling als Gabelung würde, war schon vorher bekannt. Nachdem der viel zu kleine Schmetterling erst nach über einer Stunde kam, artete das Rennen in ein Cross Country Rennen für die meisten aus. Nur diejenige, die gerade an der Spitze fuhr, musste sich ernsthaft mit der Karte beschäftigen.
Michaela Gigon kämpfte sich nach einem Fehler am Anfang an die Spitze vor, führte das Feld teilweise an und musste nach einem Sturz kurz vor dem letzten Posten ihre Chancen auf eine Spitzenplatzierung begraben und landete auf dem 8. Platz. Michaela Gigon über das Rennen: "Nach dem Fehler beim zweiten Posten war es leicht, wieder an die Spitze vorzufahren. Man brauchte ja nur der Schlange von Fahrerinnen folgen, die durch den Wald fuhr. Als ich das Feld anführte, fuhr ich einmal 5 Meter in einen falschen Weg hinein und konnte dann fast nicht mehr umdrehen, da meine Konkurrentinnen den Weg blockierten und mich fragend ansahen, weil sie ja größtenteils selbst keine Ahnung hatten, wo es hingehen sollte. Leider stürzte ich kurz vor dem Ziel in Führung liegend, da ich mit dem Pedal an einer Wurzel hängen blieb. Ich hätte gern als Siegerin gesagt, dass diese Form des Wettkampfes beim MTBO völlig sinnlos ist und nicht von einem achten Platz als für mich wenig zufriedenstellendem Ergebnis. Wenn ich ein Cross Country Rennen fahren möchte, dann melde ich mich für eines an und nicht für den MTBO-Weltcup.". Sonja Reisinger-Zinkl und Lisi Hohenwarter konnten recht gut mithalten und waren mit dem 12. bzw. 15. Platz sehr zufrieden. Es siegte Susanna Laurila aus Finnland, for Ksenia Chernikh aus Russland und Rikke Kornvik aus Dänemark.
Das Herrenrennen startete schließlich am Nachmittag mit den nachgedruckten Karten, die allerdings qualitativ schlechter waren als die Originalkarten. Die besten drei österreichischen Herren lieferten eine recht geschlossene Leistung ab: Tobias Breitschädel wurde 16., Bernhard Schachinger 18. und Andi Rief 19. Christof Haingartner beendete das Rennen als 36. und Kevin Haselsberger, der etwas zu individuelle Routen gewählt hatte, als 47.
Andi Rief: "Ich bin schon lange keinen MTB-Marathon mehr gefahren. Dieses Rennen hatte viel mehr Ähnlichkeit mit einem Marathon als mit einem MTBO. Die Veranstalter haben es geschafft, in einem traumhaftes Gelände einen wertlosen Wettkampf zu organisieren. Die 1:20000er Karte war außerdem sehr schwer zu lesen." Der Däne Erik Skovgaard Knudsen siegte vor dem Russen Anton Foliforov und dem Esten Tönis Erm.
Herbert Lackner holte in der Herren 70- den Seniorenweltmeistertitel auf der Langstrecke. Die Teilnehmer der Masters-WM, die keinen Massenstart hatten, waren begeistert vom Gelände und den Bahnen. Einige mussten sich aber eingestehen, dass sie von den vielen Abzweigungen und Routenwahlmöglichkeiten etwas überfordert waren.
Mixed-Staffel
Die Mixed-Staffel am Montag wurde zur Freude aller auf einer 1:10000er Karte ausgetragen. 28 Teams aus 13 Nationen schickten ihre Teams mit jeweils mindestens einer Dame auf die Strecke. Etwa zwei Drittel der Teams hatten die Dame auf die erste Strecke gesetzt, so auch die ersten zwei österreichischen Staffeln. Michaela Gigon und Sonja Reisinger-Zinkl konnten gut mithalten und Michaela Gigon übergab als zweitbeste Dame auf dem insgesamt 10. Platz und Sonja Reisinger-Zinkl für die zweite österreichische Staffel als 18. Bernhard Schachinger holte auf der zweiten Strecke noch ein paar Platzierungen heraus. Tobias Breitschädel hatte auf der dritten Strecke leider mit Materialproblemen zu kämpfen. Sein Lenker wurde locker und die engen Singletrails wurden so für ihn eine ziemliche Herausforderung. Der Tscheche Jiri Hradil rettete Tobias mit Hilfe eines Multitools mit dem er den Lenker wieder festschrauben konnte. Die erste österreichische Staffel erreichte damit den achten Platz. Kevin Haselsberger auf der Schlussstrecke der österreichischen 2er-Staffel war Tobias Breitschädel beim Zuschauerposten auf eineinhalb Minuten näher gekommen, baute am Schluss allerdings ein paar Fehler ein und brachte sein Team damit auf den 14. Platz.
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 Staffel Österreich-1: Gigon, Schachinger, Breitschädel
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Für die Masters gab es am Montag einen Sprint. Herbert Lackner komplettierte seine Medaillensammlung mit einem zweiten Platz in der H70-. Manfred Stockmayer verpasste um 3 Sekunden eine Medaille bei den über Vierzigjährigen. Die H40- wimmelte von Fahrern, die sonst eigentlich noch in der Eliteklasse fahren. Der Sieger der H40-, Jaroslav Rygl aus Tschechien, hat es im Vorjahr noch auf eine Podestplatzierung im Weltcup gebracht.
Ergebnis
Homepage MTBO-Austria-Team
Michaela Gigon
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 Herbert Lackner im Ziel
 Herbert Lackner mit einem kompletten Medaillensatz in Gold, Silber und Bronze
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