MTB-O WM 2011 Sprint: Bronze für Michaela Gigon
22.-27.August 2011 in Vicenza (Italien)
Zum Abschluss der MTBO-WM 2011 gab es noch eine Medaille für Österreich: Mitteldistanzweltmeisterin Michaela Gigon ergatterte in einem Sekundenkrimi die Bronzemedaille im Sprint. Nur 16 Sekunden trennten die ersten 6 Damen und jede davon hätte Gold gewinnen können.
Die Strecke ging zuerst durchs flache Ortszentrum von Sossano, dann hinauf auf den Hang südlich des Ortes und zurück durch die Weingärten. Vom Zielgelände aus konnte man die Fahrer am Weinberg zielsicher zu den Posten fahren bzw. herumirren sehen. Die Führung wechselte bei den Damen ständig. Beim vorletzten Posten lagen alle drei Medaillengewinnerinnen auf die Sekunde gleich auf dem ersten Platz und die endgültige Entscheidung fiel erst im Zieleinlauf. Die 23-jährige Französin Gaelle Barlet hatte das beste Finish und holte Gold. Marika Hara aus Finnland, die vor der WM den Weltcup dominiert hatte, in Italien aber mit der Hitze nicht zurechtkam und bei Mittel und Staffel mit Defekten zu kämpfen hatte, erkämpfte Silber.
Michaela Gigon über ihre Bronzemedaille: "Im ersten Moment habe ich mich geärgert, dass ich nicht 8 Sekunden schneller war, denn das wäre locker bei mehreren Posten drin gewesen. Aber als ich gesehen habe, wie knapp es war und ich genauso gut außerhalb des Stockerls hätte landen können, war ich ziemlich froh über die Medaille." Sonja Reisinger-Zinkl erreichte den 26. Platz.
Der tragische Held des Sprints heißt Tönis Erm. Der Este setzte ein Zeichen im Sinne des Fairplay. Er hätte Silber bei den Herren gewonnen, kam im Ziel bei einem genaueren Blick auf die Karte drauf, dass er eine unerlaubte Route quer durch die Weingärten gewählt hatte und beantragte beim Veranstalter seine eigene Disqualifikation. Der Russe Anton Foliforov gewann Gold, der Tscheche Jiri Hradil rückte somit zu Silber auf und Erik Skovgaard Knudsen aus Dänemark holte Bronze.
Tobias Breitschädel erreichte wieder das beste österreichische Resultat, diesmal mit einem 14. Platz. Er verhaute eine Top-6 Platzierung wieder gegen Ende des Rennens, weil er eine Asphaltstraße zu schnell und weit hinunterraste und dabei eine undeutliche Wegeinfahrt übersah. Bernhard Schachinger landete auf dem 21. Platz. Martin Moser kämpfte sich nach einem schwachen Start noch auf den 22. Platz vor. Kevin Haselsberger und Andreas Rief waren zwar mit ihren Ergebnissen nicht ganz so zufrieden (31. bzw. 51. Platz), können aber je eine Splitbestzeit für sich verbuchen. Christof Haingartner musste wieder wegen eines Defektes aufgeben.
Bei der Junioren-WM erreichte Dieter Gutschi sein bestes WM-Ergebnis: Er wurde 13. im Sprint. Den Sieg holte sich wie auf der Mittelstrecke der Tscheche Krystof Bogar. Markus Seppele erreichte den 38. Platz und John Maxa den 47. Platz. Lisa Pirker tat es Dieter gleich und wurde auch 13. Marina Reiner landete auf dem 18. und Julia Ritter auf dem 19. Platz.
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