Nordic Orienteering Tour
Mit den Etappen in Provoo (FIN), Göteborg (SWE) und Oslo (NOR) stellt die diesjährige Nordic Orienteering Tour den Auftakt zum Weltcup 2011 dar. Am Wettkampftag in Porvoo vergangenen Donnerstag galt es am Vormittag eine Mitteldistanz zu bewältigen, die auch als Qualifikationslauf für den nachmittägigen Sprint zählte. Allerdings kamen nur die schnellsten 30 ins Sprintfinale, was angesichts des starken Teilnehmerfeldes – die Skandinavier und die Schweizer stellen einen Großteil der Teilnehmer – als schwieriges Unterfangen einzustufen war.
Für Österreich ging das Sechs-Mann-Team, bestehend aus Helmut Gremmel, Gernot Kerschbaumer, Markus Lang (alle drei HSV Pinkafeld), Wolfgang Siegert (WAT), Erik Simkovics (OLC Wienerwald) und Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf) an den Start.
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 Österreichs Sechs-Mann-Team
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Zur Abwechslung wurde diese Mitteldistanz auf einer 1:5.000 Sprintnorm-Karte gelaufen, um etwas "Sprintstyle" in den Bewerb zu bringen. Das war aber schon das einzige was an einen Sprint erinnerte, technisch war es aber ein toller Wettkampf, der zahlreiche typisch finnische Felsplattenpassagen bot. Uns Österreichern blieb leider der Einzug ins Sprintfinale verwehrt. Die beste Platzierung erreichte Kerschi als 41., Christian Wartbichler und Wolfgang Siegert zogen sich leider eine Waden- bzw. Schulterverletzung zu. Während Wolfi bereits bei der Jukola wieder am Start zu sehen war, war für Warti kein weiterer Start in Skandinavien möglich.
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 Start zur Venla
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Hatten in der Mitteldistanz Olaf Lundanes bzw. Anni-Maja Fincke die Nase vorne, so demonstrierte die Schweiz bei den Herren im Sprintfinale mit den ersten fünf Plätzen eindrucksvolle mannschaftliche Stärke bzw. demontierte die Konkurrenz. Bei den Damen leisteten die Schwedinnen mit den ersten drei Plätzen ähnliches.
Sämtliche Nordic Tour Teilnehmer waren danach bei der Jukola im Einsatz, bevor sie in Göteborg am Dienstag die zweite Etappe, diesmal einen Knock-Out-Sprint, in Angriff nahmen. Abgeschaut vom Langlaufsprint, kamen nach einem Qualifikationslauf (Einzelstart, alle dieselbe Strecke) die schnellsten 30 ins Viertelfinale. Von 5 Viertelfinalläufen kamen die jeweils besten zwei, plus die zusätzlichen zwei weiteren schnellsten, ins Halbfinale. Von den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich wiederum die jeweils besten zwei und die zwei weiteren schnellsten fürs Finale, insgesamt also sechs Finalisten. Nachdem er letztes Jahr im Viertelfinale einen Knock-out einstecken musste, scheiterte diesmal Kerschi als 31. mit einer Sekunde Rückstand auf Rang 30 bereits in der Qualifikation. Mit den Rängen 51, 53, 57 und 58 war auch für Markus Lang, Wolfgang Siegert, Helmut Gremmel und Erik Simkovics in der Qualifikation Endstation. Über den 1.000 € - Scheck durfte sich diesmal der Schwede Jerker Lysell freuen. Er kämpfte sich wie fünf weitere ins Finale vor, wo er die Schweizer Daniel Hubmann und Matthias Kyburz auf die Plätze verwies. Bei den Damen triumphierte die Russin Galina Vinogradovaam Götaplatsenvor den Schwedinnen Linea Gustafsson und Lena Eliasson.
Der diesjährige Knock-out-sprint kann als gelungen bezeichnet werden, denn anders als im letzten Jahr, waren auch in den Viertel-, Halb- und Finalläufe ständiges Kartenlesen und gute Routenwahlentscheidungen gefragt. "Blindes Nachlaufen hinter den vermeintlichen Favoriten musste nicht unbedingt mit Erfolg gekrönt werden.
Kommenden Samstag geht die diesjährige Nordic Orienteering Tour mit einem Jagdstart in Oslo (verlängerte Mitteldistanz) zu Ende. Die lange Dauer für nur drei Weltcupbewerbe wurde bereits letztes Jahr bekrittelt. 2012 ist im September aber eine Nordic Tour mit fünf Etappen geplant.
Nordic Orienteering Tour-Homepage
Sonnige Grüße
Gernot Kerschbaumer
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 Christian Wartbichler und Wolfgang Siegert
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