Nordic Orienteering Tour: Finale
Zum Abschluss der Nordic Orienteering Tour (NORT) gab es südlich von Oslo, auf der Halbinsel Nesodden, eine verlängerte Mitteldistanz im Jagdstartverfahren. Nach einer Mitteldistanz in Finnland und einem Sprint in Schweden, sowie diverser Bonussekunden, war das Feld relativ geschlossen und folglich war für Spannung gesorgt.
Zuerst wurde das Damenrennen gestartet, wo sich die Skandinavierinnen nur hätten selbst schlagen können. Nach einem extrem spannenden Rennverlauf - auch bei den Topläuferinnen schlich sich der eine oder andere Fehler ein, wodurch die Führungspositionen öfters wechselten - hatte Annika Billstam (SWE) das bessere Ende für sich, trotz vermeintlich langsamerer Route zum letzten Posten (siehe GPS-Routen). Rang zwei belegte die als Führende gestartete Finnin Merja Rantanen vor der Schwedin Lena Eliasson.
Beim Herrenrennen drehte sich alles um die Frage, ob der Norweger Olav Lundanes die Schweizer Phalanx brechen würde können. Von Platz 5 aus mit 1:02 Minuten Rückstand startete er hinter vier Schweizern ins Rennen (Hubmann, Kyburz M., Merz, Müller). Diejenigen, die das Rennen per GPS verfolgten, konnten sehen, dass Merz bald auf Hubmann aufgeschlossen hatte und großteils des Rennen mit ihm gemeinsam unterwegs war. Dahinter bildeten sich ebenfalls kleinere bzw. größere Gruppen. Es kam zwar ein Gabelungssystem zur Anwendung, dies war aber nicht sehr lange und jeder zweite Läufer hatte ohnehin den Kurs in identer Reihenfolge. Lundanes und Hertner kamen zwischenzeitlich auf bereits 20 Sekunden heran, entschieden sich zu Posten 19 aber für die direkte Route, welche ihnen einige Sekunden kostete und so die hintere Gruppe auf sie aufschließen konnte. Somit fiel die Entscheidung zwischen Hubmann und Merz. Schlussendlich konnte Hubmann zum vorletzten Posten das Rennen zu seinen Gunsten entscheiden. Hinter Merz belegte Hertner Rang drei, gefolgt von Lundanes und zwei weiteren Schweizern, nämlich Matthias Müller und Matthias Kyburz. 5 Schweizer unter den ersten 6, noch dazu in Skandinavien. Nicht schlecht.
Nicht schlecht lief es auch zum Abschluss für die noch verbliebenen Österreicher. Alle vier konnten ihre Platzierung verbessern. Der Vollständigkeit halber soll aber auch erwähnt werden, dass nicht mehr alle Athleten die dritte Etappe in Angriff nahmen. Verständlich, denn vier Tage in Schweden oder Norwegen verweilen, ist auch eine Frage des Budgets. Andererseits gab es für die Gesamtwertung der NORT die doppelten Weltcuppunkte (nach nur den halben an den ersten beiden Etappen) und gewonnene Punkte aus den ersten beiden Tagen durfte man nur behalten, wenn man auch die dritte Etappe bestritt.
Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) startete als 34. ins Rennen. Diesmal kam er mit eindeutig weniger Fehlern über die Runde, was ihm eine deutliche Rangverbesserung einbrachte. Mit dem 23. Endplatz kann er durchaus zufrieden sein. Markus Lang (HSV Pinkafeld) schaffte mit Rang 39 auch noch den Sprung in die Weltcuppunkteränge. Er hatte das Rennen vom 51. Platz in Angriff genommen. Erik Simkovics (OLC Wienerwald) und Helmut Gremmel (HSV Pinkafeld) kletterten ebenfalls in der Ergebnisliste nach oben, bleiben aber mit Rang 43 bzw. 44 außerhalb der Punkteränge.
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 Gernot Kerschbaumer
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Von den meisten Athleten war nur positives über das Wettkampfgelände zu hören. Vor allem der Teil rund um den Schmetterling war orientierungstechnisch vom Feinsten. Der typisch skandinavische Heidekrautbewuchs verlangte aber auch körperliche Fitness.
Der Weltcupbewerb wurde im Rahmen des norwegischen O-Festival ausgetragen. Während noch einige Zuseher dem spannenden Rennverlauf im Zielbereich beiwohnten, eine Videowall zeigte ja das Live-GPS, ging die Siegerehrung nur wenige Minuten später von vor fast leeren Rängen über die Bühne. Als "kleinen" Trost gab es für die ersten 6 aber ein ansehnliches Preisgeld.
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