Ski-O Tour 2011: eine Rückschau
Die Ski-O Tour wurde nach 2009 heuer zum 2. Mal mit großem Erfolg durchgeführt. 2009 führte die Tour durch 3 Länder, beginnend mit der Postalm in Österreich, dann kam das Val di Sole in Italien und der Abschluss folgte in der Schweiz. Heuer waren nur 2 Länder mit je 3 Wettkämpfen involviert: Österreich und Slowakei.
Der Auftakt erfolgte in St. Johann mit Start und Ziel im legendären Koasalaufstadion mit bester Infrastruktur. Die Naturfreunde Kitzbühel, OLC Schwaz und Kufstein führten unter der Leitung der Brüder Georg und Anton Hechl drei Läufe in beeindruckender Weise durch. Wunderschöne Bahnen auf traumhaften Loipen bei blauen Himmel und Sonnenschein waren beste Werbung für den SkiOL.
Auch die beiden TDs Wolf Eberle und Hans Ruedi Häny sah man rund um die Uhr auf Schi und am Scooter im Einsatz. Das Endresultat ließ sich sehen: 3 Top-Wettkämpfe, die Weltklasse war beeindruckt von dem, was die Tiroler bei ihrer ersten SkiOL Veranstaltung leisteten.
Im Rahmen der Ski-O Tour wurden auch der erste und zweite Austria Cup im SkiOL durchgeführt. An die 250 Starter gingen ins Rennen und es blieb vor allem in den Eliteklassen spannend bis zum Schluss, da die Weltranglistenersten immer am Ende starteten. Ein Feeling wie bei einer WM kam jeden Tag auf.
Am Samstag kam es zur Mitteldistanz, bei den Damen sicherte sich Marte Reenas den Sieg und sie sollte auch die nächsten zwei Tage eindeutig die Nummer 1 bleiben – ganz klar ihr Sieg über die Langdistanz, wo sie als einzige die Stundenschallmauer durchbrach und letztlich 3 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte hatte. Marte ging dann in der Slowakei nicht mehr an den Start, sonst wäre sie wohl schwerlich in der Gesamtwertung zu schlagen gewesen.
Bei den Herren war es am Samstag verdammt knapp: Lars Mohold aus Norwegen siegte schließlich vor Kiril Veselov und Peter Arnesson – ihm fehlten nur 9 Sekunden auf den Sieg, wie auch am nächsten Tag nur 12 Sekunden auf Platz 2.
Es war der Tag der knappen Entscheidungen: in der Juniorenklasse landeten die 2 Schweizer Sven Aschwanden und Christoph Meier mit der exakt gleichen Zeit auf Platz 1 , eine Talentprobe gab auch der Kitzbühler Christoph Nöckler mit geringem Rückstand und Platz 5 ab.
Beeindruckend an beiden Tagen auch die Dominanz gegen internationale Beteiligung von Simon Kugler.
Am Sonntag ging es über die Langdistanz, für die Elite war es aufgrund der schnellen Bedingungen eher eine längere Mitteldistanz, aber manche österreichische Seniorin durfte sich ihre Medaille hart erkämpfen. Bei den Herren siegte Staffan Tunis ähnlich überlegen wie Marte Reenas. In der österreichischen Staatsmeisterschaft siegte bei den Damen wie erwartet Regina Habenicht vor Michaela Gigon und Michaela Kugler – leider waren aus österreichischer Sicht nicht mehr Damen am Start.
Bei den Herren das ewige Duell Johann Kugler gegen Stephan Varga, der Titelverteidiger hatte letztendlich die Nase um 5 Sekundenvorne. Platz 3 ging an Evergreen Max Habenicht.
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 Die Siegerehrung der Staatsmeister
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Der Ski O Tour Tross übersiedelte dann in die Slowakei ins Langlaufzentrum Skalka, auch bekannt durch den Biela Stopa Langlauf und bereits 1996 fand der Start zur Langdistanz der Junioren-WM auf Skalka statt. Aufgrund der herrschenden Plusgrade für eine ganze Woche wurden die vorhandenen Schneemengen stark in Mitleidenschaft gezogen, der Sprintbewerb musste verlegt werden.
Alle Bewerbe wurden aber zur Zufriedenheit aller durchgezogen. Erster Bewerb war eine Mitteldistanz mit Massenstart, 3 Runden mit spannenden Positionskämpfe. Natalia Tomilova und Eduard Khrennikov holten sich nach eher enttäuschendem Tourbeginn die Siege.
Beim Sprintbewerb herrschte Supergau – Plus 4 Grad und Regen den ganzen Tag, das Stadion glich einem Schwimmbad und der Zieleinlauf erinnerte eher an Wasserschilauf. Nichts desto trotz waren die Bedingungen im Gelände gut, mit Helen Söderlund und Andrej Grigoriev gab es zwei neue Gesichter am Siegerpodest ganz oben.
Ungeachtet dessen war die immer vorne klassierte Josefine Engström aus Schweden vor dem letzten Bewerb über die Langdistanz die Siegerin im Gesamtklassement, spannend wurde es nur mehr um Platz. Und wie!
Mit einem Sieg am letzten Rennen bestätigte Josefine eindrucksvoll ihre Leistungen der letzten Woche und holte sich das Preisgeld von 300 Euro. Dahinter war es verdammt knapp: Platz 2 für Tatiana Kozlova und Platz 3 für Kajsa Richardsson. Polina Malchikova wurde mit nur einem Punkt hinter Platz 2 unglückliche 4!
Nicht minder spannend war es bei den Herren: Andrey Grigoriev siegte auch am letzten Tag und wurde Ski-O Toursieger 2011, 2. wurde noch Kirill Veselov – der einen 18. Platz streichen konnte – mit der gleichen Punkteanzahl – und knapp zurück an 3.Stelle Staffan Tunis aus Finnland.
Sein bestes Einzelergebnis auf der Ski-O Tour erzielte Johann Kugler mit Platz 14 am letzten Tag. Super, in Mitten der Weltklasse...
Eine harte erlebnisreiche Woche für Athleten, Betreuer und Organisatoren ging damit zu Ende. Für die nächste Ski-O Tour gibt es bereits Überlegungen, vielleicht im Dreiländereck Italien, Slowenien, Österreich ohne weites Reisen oder Schweiz, Frankreich, Italien – we will see and lets hope for enough snow.
Ergebnisse
Webseite der Ski-O Tour 2011
Fotos (Burmann)
Wolfgang Pötsch
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